Wie du deine Zeit im Gebet kreativ gestalten kannst

von Danny Fröse am 3. Mai 2019

Es ist Fakt und wir alle wissen es: Wir müssen mehr beten.

Jeden Tag stehen uns 24 Stunden zur Verfügung. Wie oft finden wir nur ein paar Minuten am Tag, die wir im Gebet verbringen? Manchmal fehlt uns die Ruhe, die Konzentration, die Motivation, die Energie. Manchmal oder vielleicht sogar oft fehlt uns auch die Lust. Es ist irgendwie nicht möglich, länger als ein paar Minuten vor Gott einfach nur zu sein im Gebet.

Sicher gibt es unterschiedliche Gründe, warum es so ist, wie es ist.

Aber vielleicht sagst du jetzt: "Ich möchte eigentlich so gerne mehr Zeit im Gebet verbringen, aber ich weiß nicht wie ich die Zeit füllen soll."

Dann habe ich etwas für dich: In einem Buch von Dick Eastman, dem Gründer von "Aktion in jedes Haus" fand ich zuletzt etwas sehr hilfreiches. Eastman nennt es:

Einfache Hinweise, wie ein "Wächter für eine Stunde" seine Zeit mit Gott sinnvoll gestalten kann.

Diese Hinweise habe ich für dich herausgeschrieben. Du findest sie hier unten. (Ich plane auch eine Druckversion zu erstellen, so dass du diese 12 Punkte mit in dein Gebet nehmen kannst, ohne dass der Computer an sein muss.)

Es sind 12 verschiedene Themen, die Eastman für eine abwechslungsreiche und sinnvolle Gebetszeit empfiehlt. Sicher wäre es zuviel, sie alle jeden Tag in deine Zeit mit Gott zu integrieren. Aber sie sollen dir helfen, mal etwas neues auszuprobieren, Gott mal anders zu begegnen und über die immer gleichen Gebete hinauszuwachsen und den Blick für das Große zu weiten. Lass dich inspirieren und von Gott beschenken!

1. Loben

  • Nimm dir zum Beginn deines Gebets Zeit, Gott zu loben.
  • Wähle ein bestimmtes Thema aus, zum Beispiel Gottes Gerechtigkeit, sein Wort, sein schöpferisches Handeln.
  • Beschäftige dich mit dem gewählten Thema und preise Gott für alles, was er ist.
  • Entfalte das Thema möglichst weit. Lass dir von Gott neue Themen der Anbetung schenken.

2. Warten

  • Reduziere alle äußeren Einflüsse, die dich hindern könnten, vor Gott still zu werden.
  • Konzentriere deine Gedanken auf Gott den Vater, Gott den Sohn oder Gott den Heiligen Geist.
  • Rede möglichst wenig. Aber sage dem Herrn in aller Stille: "Herr, ich liebe dich. Ich sehne mich nach deiner Gegenwart."
  • Konzentriere dich voll darauf, dass Gott dich liebt und denke über seine Liebe nach.

3. Bekennen

  • Bitte Gott, dir jede unbekannte Sünde zu zeigen.
  • Gehe in Gedanken die vergangenen Stunden durch, um geistliche Niederlagen zu erkennen und zu bekennen.
  • Bekenne dem Herrn deine Sünde, wenn du dich gegen ihn oder einen Mitmenschen vergangen hast.
  • Bekenne dem Herrn, dass du seine göttliche Leitung und die Salbung seines Geistes brauchst.

4. Gottes Wort

  • Bitte Gott, dass er sein Wort an dir segnet.
  • Lies einen Abschnitt aus den Evangelien, Briefen, Psalmen oder Sprüchen und überlege, wie du die einzelnen Verse in ein Gebet verwandeln kannst.
  • Überlege bei jedem Vers, wofür du bitten sollst, bzw. auf welche Bitte sich die betreffende Verheißung bezieht.
  • Formuliere auf Grund des Textes ein Gebet und bringe es vertrauensvoll dem Herrn.

5. Wachen

  • Überlege, was Satan benutzen könnte, um dein Christsein zu behindern. Beanspruche Jesu Sieg über Satan in diesen Bereichen.
  • Lies Gemeinde- oder Missionsblätter die dir spezielle Nöte in der Weltmission darstellen.
  • Rufe dir die letzten Entwicklungen aus den Nachrichten ins Gedächtnis und bete darüber.
  • Bitte den Herrn, dir geistliche Zusammenhänge klarzumachen. Dann wirst du konkreter beten können.

6. Fürbitten

  • Bereite dich vor, in dem du einen Plan entwickelst, wie du für Gottes Arbeit in der Welt beten kannst.
  • Bitte den Herrn, dass du von seiner Liebe erfüllt wirst, damit du mitleidend beten kannst.
  • Vergiss nicht die vier grundsätzlichen Anliegen: Bitte Gott um Arbeiter in der Ernte, um offene Türen für diese Arbeiter, um bleibende Frucht in ihrem Dienst und um finanzielle Mittel, damit die Arbeit erweitert werden kann.
  • Vergiss nicht für einzelne Länder und ihre Führer zu beten.

7. Bitten

  • Bitte den Herrn, dass er deine Wünsche leitet, damit du ihn verherrlichst.
  • Stell dir in Gedanken die einzelnen Bitten zusammen und bring sie vor Gott.
  • Beschäftige dich mit einer Bitte etwas länger, indem du erklärst wieso du dafür bittest.
  • Prüfe bei jeder Bitte deine Motive. Sei dir sicher, dass sie zu Gottes Ehre dienen.

8. Danken

  • Ruf dir ins Gedächtnis, was Gott dir in den vergangenen Tagen geschenkt hat.
  • Danke ihm besonders für alle geistlichen, materiellen, physischen und äußeren Segnungen.
  • Danke Gott im Voraus für das, was du von ihm erbeten hast.
  • Danke für wenigstens eine Sache, für die du ihm noch nie zuvor gedankt hast.

9. Singen

  • Singe dem Herrn ein neues, eigenes Lied.
  • Wähle ein besonderes Thema, zum Beispiel Loben, Danken oder eine besondere Bibestelle.
  • Bitte den Heiligen Geist, in dir eine geistliche Melodie zu entwicklen, dass es wirklich ein neues Lied wird.
  • Zögere nicht, Gott für Segnungen oder Siege, Danklieder zu singen, die er dir in der Zukunft geben mag.

10. Meditieren

  • Wähle ein Thema aus, auf dass du dich konzentrieren kannst.
  • Lass deine Gedanken im Rahmen dieses Themas wandern. Bewege sorgfältig jeden Aspekt des Themas.
  • Stell dir selber Fragen, die dir ein besseres Verständnis geben könnten.
  • Benutze dabei die Bibel. Dadurch wird deutlich, dass sie die Grundlage jeglicher bedeutungsvoller Gedanken ist.

11. Hören

  • Stelle Gott konkrete Fragen zu schwierigen Fragen.
  • Forsche in der Schrift. Gott antwortet meistens durch sein Wort.
  • Bedenke alles, was das spezielle Problem betrifft. Bitte Gott, dir seinen Plan zu zeigen.
  • Schreibe auf, was Gott dir in diesem Augenblick sagt.

12. Loben

  • Schließe deine Gebetszeit, indem du Gottes Größe lobst. Lobe seine Allmacht, Allwissenheit und Allgegenwart.
  • Danke dem Herrn, dass du mit ihm Gemeinschaft haben konntest und er dein Gebet gehört hat.
  • Freue dich in dem Herrn und stimme in das weltweite Halleluja seiner Gemeinde ein.
  • Folge dem Vorschlag Martin Luthers und sage deutlich "Amen". Bestätige damit, dass du Gott vertraust.

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