Wenn ein Kind dich fragt, wieso es krank ist

von Alexandra Winter am 10. Oktober 2020

Wegen Corona und meiner Zeit in Deutschland danach, hatte ich diese Familie lange nicht besucht. Heute machte ich mich auf den Weg zu ihnen. Ich hatte ihnen einige Dinge wie Schuhe und Spielsachen von meiner Familie und meinen Freunden aus Deutschland mit gebracht. Diese Familie ist sehr arm. Und fast alle leiden an einer chronischen Krankheit, die vererbt wird. Die älteste Tochter (5. Klasse) hat es sehr schlimm getroffen, sodass sie kaum noch alleine laufen kann.

Die letzten Male, die ich dort war, wirkte sie eher noch wie ein verspieltes Mädchen. Heute verhält und redet sie sich nicht mehr wie ein Kind. Sie erzählt mir, dass ihre Klassenkameraden sie meiden und sie keine Freunde hat. In unserer Kultur ist es eine Scham krank zu sein. Ich erzähle ihr, dass Gott sie liebt und keinen Fehler gemacht hat, als er sie schuf. Wir lesen einen Vers aus der Bibel in Psalm 139 zusammen. „Aber wieso hat Gott mich dann noch nicht gesund gemacht?“ fragt sie mich und schaut mir dabei direkt in die Augen. Rein menschlich hätte ich am liebsten losgeheult und wäre davon gelaufen, weil ich die Antwort leider auch nicht kenne. Aber ich merke, wie ich innerlich Kraft und dann die richtigen Worte bekommen.

Ich kann ihr ganz ehrlich sagen, dass ich das auch nicht verstehe und immer weiter für ihre Heilung beten werde. Und dass Krankheit leider auf der ganzen Welt ist, sie aber nicht eine Strafe von Gott ist, sondern einfach eine Folge von allem Bösen auf dieser Welt. Ich erzähle ihr von Freunden, die auch unheilbar krank sind. Wie sie Gott dadurch näher gekommen sind. Ihn in einer Tiefe erlebt haben, wie es ohne die Krankheit nicht passiert wäre. Dass ich sicher bin, dass Gott trotz ihrer Krankheit auch einen guten Plan für ihr Leben hat. Ich erzähle ihr von dem Tag, an dem Gott uns verspricht, dass wir ohne jede Krankheit sein werden, weil Jesus nicht nur für unsere bösen Taten, sondern auch für unsere Krankheiten gestorben ist. Er hat versprochen, dass wir eines Tages zu ihm kommen werden, wenn wir an ihn glauben und dort wird alles nur gut sein. 

In solchen Situationen möchte mein Herz zerreißen, aber ich fühle, dass Gott es fest, sicher und liebevoll in seiner Hand hält.

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