Wenn dein Haus ein Tierpark ist ...

von Danny Fröse am 9. Juli 2015

Leben in der Mission bedeutet auch leben mit allem möglichen Getier, das man in Deutschland nicht kennt. Hier in Albanien haben wir schon so manches Mal Bekanntschaft mit irgendwelchen sonderbaren Geschöpfen gemacht.

Aber im Großen und Ganzen kommen wir gut zurecht mit den Zuständen in Albanien. Als wir zum Beispiel unsere Wohnung bezogen, mussten wir nicht erst Bekanntschaft machen, mit ekelhaften und kriechenden Vormietern. Ganz anders erging es Freunden von uns, die in Südostasien ihr neues Haus bezogen. In ihrer letzten Rundmail schilderten sie ihren Lesern auf kreative und erschreckende Weise mit welchen Tieren sie alles zusammen leben.

Wir fanden diesen Beitrag so gut, dass wir die Erlaubnis erbaten diesen Text auf unserer Webseite zu veröffentlichen. Hier folgt nun der Bericht.

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Begrüßt wurden wir in unserem neu angemieteten Tierpark am ersten Abend nämlich, von einer kleinen, grünen Schlange, die gerade damit beschäftigt war ihre Giftzähne in eine fette Kröte zu rammen. Wir waren so fasziniert, wie diese kleine Schlange nach kurzem Todeskampf zu einem mehrminütigen Herunterwürgen der ungücklichen und vom Durchmesser her mindestens vier mal so dicken Kröte ansetze, dass wir keine Fotos gemacht haben.

Für unsere Hausratte ist der letzte Ausflug sprichwörtlich dumm gelaufen. Sie ist in unsere Waschschüssel gefallen und kam nicht mehr raus. Dieses Problem haben die Kröten in unserer Küche nicht, die können Wasser wunderbar ab und geben bei jedem Regen ein zufriedenes Quakkonzert von sich. Sie müssen sich aber immer etwas von den Echsen hüten, die hinter unserem Haus herum schleichen.

Die Riesenfledermaus in der Küche ist ein Gerücht, dass meine Frau in Umlauf gebracht hat. Ich habe sie nicht gesehen! Aber auf kräftiges Bitten meiner Frau habe ich mich notgedrungen dazu durch gerungen, die schwangere Vogelspinne aus unserer Dusche und die Skorpionmama mit ihren 14 Zöglingen aus unserem Klo vor die Tür zu setzen.

Als der Skorpionpapa seine Süße dann eine Stunde später nicht mehr gefunden hat, war er stinksauer, ist mit hochaufgestelltem Giftstachel rum gezogen, hat die friedlichen Kakerlaken aufgescheucht - und wurde dann ebenfalls nach draußen befördert.

Warum ich das tun sollte, verstehe ich immer noch nicht ganz, so unaufdringliche, faszinierende Tiere, die dann auch noch unerwünschtes Kriechgetier plattmachen sind doch echt praktisch und man spart sich das Terrarium.

Naja, nach einem Monat ist aus dem graziösen, leicht angeekelten Um-die-Kakerlaken-herum-tanzen beim nächtlichen Toilettengang mit Taschenlampe ein ambitioniertes, sportliches Erwisch-ich-die-Nächste-auch-noch-Hüpfen geworden. Und die Killersprühdose hat dann den Rest erledigt... zumindest für zwei Wochen.

Und wie am Ende jeder Dokusoap gibt es auch hier gute Nachrichten: Die Kröten, die in unserer Küche wohnten, ließen sich durch das Streichen (und Anstreichen - eine läuft jetzt mit einem feschen, gelben Zierstreifen auf dem Rücken herum - he he) nicht abschrecken und sind wieder eingezogen.

Die ausgewiesene Spinnenmama hat ihren Nachwuchs mittlerweile bekommen. Und obwohl wir nichts mehr von der Mama gesehen haben, fühlt sich der Nachwuchs in unserer Dusche wieder ganz wohl. Und natürlich darf ein dramatisches, offenes Ende nicht fehlen:  Die Skorpionmama haben wir nicht mehr gesehen. Noch nicht...

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Eine Frage an dich: Wieviel wärest du bereit zu ertragen, wenn Jesus dich ruft? Glaubst du an die Macht Jesu, die dich befähigen könnte so etwas zu ertragen?

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