Was uns die Wüste lehrt

von Rahel Fröse am 27. November 2017

Schon vor einigen Jahren haben wir uns die DVD Reihe "Planet Erde" zugelegt. Seit wir nun bei unseren Nachbarn zu Besuch waren und da zufällig eine Tierdoku lief und unsere Kinder so fasziniert von dem sich langsam in die Luft bewegenden Wal waren, seit dem wusste ich, dass ich meinen Kindern die Faszination dieser Erde zeigen will.

So schauen wir nun immer mal wieder am Abend eine Episode an. Die Kinder verstehen noch lang nicht alles, Gideon fragt bei jeder Zahl, die er hört wie hoch, lang, oder weit das ist. Aber dennoch, diese Zeit, in der wir in Meeres-, Wüsten-, Tiefsee- oder Dschungelwelten abtauchen ist für mich wie ein Gottesdienst. Eine Anbetungszeit!
Wie wahnsinnig schön und durchdacht Gott alles geschaffen hat. Immer wieder weise ich meine Kinder darauf hin, dass Gott das alles so gemacht hat. Er war es!

Heute nun, als es um die Wüste und das Leben darin ging, da sprach eine Sache besonders zu meinem Herzen:
Es gibt Samen in der Wüste, der selbst nach 30 Jahren Trockenzeit, nach 30 Jahren Schlummern im Boden, mit dem Einfall des Regens plötzlich aufgeht. Nach 30 Jahren! Same, der aufgeht. Der blüht und grünt. Same, den man nicht gesehen hat. Bei Berührung mit Wasser geht er auf.

Mir kamen dazu gleich mehrere Gedanken.
Heute las ich eine Gebetsmail von Freunden, die gerade in Indonesien eine richtige Erweckung erleben. Da geschieht so viel. Heilungen, Befreiung von okkulten Mächten, Hinwendung zu Jesus, Mobilisierung von Gläubigen, um ihre eigenen Leute zu erreichen. So viel Schönes geschieht. So viel Wundervolles. Ich freue mich darüber.

Und dennoch denke ich auch unwillkürlich: warum geschieht das nicht bei uns? Machen wir etwas falsch? Müssen wir mehr erwarten, beten, usw. Warum geschieht hier, im Vergleich zu dem, was in Indonesien und anderen Teilen der Welt passiert, so wenig?

Vielleicht ist es dieses Bild des Samens in der Wüste.
Diese Freunde leben nun schon seit 15 Jahren in diesem Land. Erst seit dem letzten Jahr erleben sie diese Durchbrüche. Davor haben sie gesät und durchgehalten. Nicht aufgegeben. Weitergemacht, trotz wenig sichtbarem "Erfolg".

Doch dann kam der Regen. Der Regen vom Himmel, von Gott.
Er kam mit seinem Zeitplan, zu seiner Zeit, nicht zu unserer. Den Regen haben wir nicht unter Kontrolle.
Aber der Same. Er lag da. Versteckt unter dem Sand. Viel Samen. Bereit, um zu seiner Zeit aufzugehen. Nicht zu unserer. Bereit, zu wachsen und zur Blüte zu kommen. Teilweise auch nach 30 Jahren. Nach so vielen, langen Jahren.

Vielleicht ist es hier auch so. Wir streuen den Samen. Er bleibt liegen. Wir wissen nicht, was aus ihm geschieht. Wir wissen nur, wir müssen viel streuen. Und wir müssen Geduld haben. Die Wüste lehrt uns: auch was tot aussieht, es sieht nur nach außen so aus. Das Potenzial zum Leben ist da. Es braucht nur Regen. Geistlich gesagt: es braucht den belebenden Geist Gottes, der aus totgeglaubten Leben macht. Genau das ist es, was geschieht, wenn ein Mensch an Jesus glaubt und wiedergeboren wird.

Das wollen wir hier sehen! Danach verlangen wir. Dafür beten wir. Doch Gott hat seine Zeit. Wir wollen in Geduld weitermachen und säen und darauf vertrauen, was in Galater 6,9 steht:

"Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden!
Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten,
Wenn wir nicht ermatten."

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