Was die Geschichte von Kain mit meinem Geburtstag zu tun hat

von Rahel Fröse am 12. September 2019

Seit dem 9.9. bin ich dabei, täglich sechs Kapitel in der Bibel zu lesen. Und ich muss sagen, dass ich schon jetzt einen großen Segen empfinde. Es ist toll, aus dem Alten und dem Neuen Testament parallel zu lesen. Die ersten Worte der Bibel: „Am Anfang schuf Gott...“ und dann zu Johannes zu wechseln und zu lesen: „Am Anfang war das Wort...“. Zu lesen von dem erstem kleinen Evangelium in der Bibel, als der Retter verheißen wurde und dann viele Seiten später, vom dem Retter zu lesen. Das ist Gottes ganze Geschichte mit den Menschen. Ich finde es wieder neu so spannend. 

So erschreckend, wie schnell es mit den Menschen „bergab“ ging nach dem Sündenfall, alles dichten und trachten ist nur böse. Wahnsinn! Es ist spannend, schon so oft irgendwie gelesene und doch packt es mich wieder ganz neu.

Doch nun zu meinem Erlebnis gestern. Wir waren schon auf dem Heimweg von unserem Kurzurlaub und machten noch in einer Stadt Halt, in der wir zuletzt vor fünf Jahren waren. Wir wollten für eine Nacht bleiben, um dann meinen Geburtstag noch dort schön zu feiern. 
Als wir am 11.9. dann früh aufwachten, da regnete es und die Hitze vom Vortag war komplett verflogen. Ich hatte mir gewünscht, mich für ein Stündchen am Morgen noch vor dem Frühstück zurückziehen zu können, um mit Jesus zu sein. Das tat ich auch. Ich suchte ein nettes Café in der Altstadt und saß da, etwas fröstelnd mit herrlichem Blick aufs Meer, das grau in grau vor mir lag. Und ich las weiter bei 1. Mose 4. Kain und Abel werden geboren. Beide bringen Gott ein Opfer dar, doch das von Kain nimmt Gott nicht an. Was ich dann interessant fand war, dass Gott zu Kain spricht. Er spricht zu Kain, nicht zu Abel. Und was sagt er?

„Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt? 7 Ist es nicht so, wenn du recht tust, erhebt es sich? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst über sie herrschen.“

Gott spricht zu Kain. Er scheint ihm also wirklich auf dem Herzen zu liegen und er liebt ihn. Auch wenn er seine Opfergabe nicht angenommen hatte. Gott wollte ihn für das Gute gewinnen. Aber Kain ließ sich von der Sünde überwinden. Schon im nächsten Vers lesen wir, wie er hinterhältig seinen einzigen Bruder umbrachte. Was für krasse Auswirkungen der Sünde im Menschen! 

Ich musste viel an das denken, was Gott dem Kain gesagt hat. Die Sünde lauert vor unserer Tür. Sie hat Verlangen nach uns, aber wir sollen über sie herrschen. Was bedeutet das für mich?

Ich sah an den Himmel. Die ganze letzte Zeit war es schön. Genau heute an meinem Geburtstag war es ein Regentag und es wurde mir schnell klar, dass unsere Pläne für den Tag nicht zu realisieren waren. So ging ich morgens etwas shoppen (was mir so gut tat) und dann entschieden wir, schon früher loszufahren nach Hause. Während wir fuhren bekam ich Kopfschmerzen und eine Übelkeit, wie ich sie schon sehr lange nicht mehr hatte. Ich musste mich übergeben und wusste wirklich nicht, wie ich diese Fahrt überstehen sollte, in einem vollgepacktem Auto, mit lebendigen Kindern, einem Baby das weint und etwas von mir möchte... zum stillen hielten wir an. Den einen sticht dann eine Biene und er heult, der nächste schmiert die halbe Fenistil Tube auf den Sitz, es ist heiß und ich sitze am Rand des Autos, Kopf nach unten, müde und so elend wie noch lange nicht mehr, und alles will in mir sagen: „So habe ich mir meinen Geburtstag nicht vorgestellt. Warum Gott?“ Die vielen lieben Nachrichten von Freunden stacheln es ungewollt noch an: „Wir hoffen, du hast einen wunderschönen Tag.“ Ja, ja, wenn die wüssten... Ich habe mich schon lange nicht mehr so elend gefühlt... 

Es war mir, als wäre es eine Probe. Die Sünde lauert auch vor meiner Tür. Klage ich Gott an? Werde ich missmutig und traurig? Verbreite ich schlechte Stimmung? - All das läge meinem Naturell nahe. Über all das hätte sich der Teufel gefreut und er hätte gesiegt. Zweifle ich an der Güte Gottes an diesem Tag? 

Nein. Nein, ich will dem Teufel nicht diesen Sieg geben. Ich will Gott dennoch loben und ihm danken, auch wenn mein 35. Geburtstag so verläuft. Es war ein Sieg für mich und für Jesus. Und das war ein wunderschönes Erlebnis, auch an solch einem Tag. Das hat Gottes Geist in mir gewirkt. Ich bin nicht stolz oder denke, dass das immer so sein wird. Nein, ganz und gar nicht. Aber es war so schön zu sehen, wie Gottes Wort in mein Leben gesprochen hat und mich zum Guten angespornt hat. 

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