Ein Grund warum ich stolz bin auf meine Frau

von Danny Fröse am 9. September 2016

photo-1440337386388-f5fd01e85bd5Eines steht fest: Rahel kann besser schreiben und besser Sprache lernen als ich. Das muss ich einfach neidlos anerkennen. Ja, ich will sogar stolz sein. Heute hat Rahel den Erzieherinnen im Kindergarten im "besten" albanisch unsere Motivation hinter dem Projekt "TOYS-4-HAS" erklärt, und ich stand im Hintergrund und dachte nur: "Danke HERR, für meine sprachbegabte Frau."

Aber auch im Schreiben ist Rahel besser und darum soll es in diesem Artikel gehen.

Rahel schreibt für ihr Leben gern. Schon seit ihrer Jugendzeit führt sie ein Tagebuch. Sie hat schon tausende von Seiten und unzählige Bücher mit ihren Gedanken gefüllt. Und seitdem wir diesen Blog gestartet haben ist Rahel eine wertvolle Mitautorin auf diesem Blog.

Sie tippt ihre Artikel ausschließlich auf dem iPad, ohne irgendeine externe Tastatur. Ein Abend bei uns läuft manchmal so: Während ich meine Emails am Laptop erledige, sitzt Rahel hinter mir und tippt völlig lautlos ihre Artikel ins Tablet. Nach einer dreiviertel Stunde liegen dann wieder zwei Artikel von ihr in meinem Posteingang, die ich dann in den Blog einpflegen darf. Aber das soll mal reichen als kleinen Einblick hinter die Kulissen.

Jedenfalls bin ich stolz auf meine Frau aus folgendem Grund. (Es gäbe noch unzählige andere, aber die führe ich in einem extra Beitrag auf. Vielleicht schaffe ich es ja zu ihrem Geburtstag an diesem Sonntag.)

Ein Beitrag von ihr wird nächstes Jahr in einem Andachtsbuch beim Gerth-Medien-Verlag erscheinen.

Wie es dazu kam will ich dir kurz erklären.

Letztes Jahr schrieb Rahel einen Artikel auf unserem Blog. Dieser schaffte es auf Empfehlung einer Blogleserin bis in die Rubrik Montagsgedanken der Lydia-Online-Zeitschrift. (Die Frauen werden wohl wissen, um welche Zeitschrift es sich handelt.)

Im Juni kam dann die Anfrage von Lydia, ob der Text für ein geplantes Andachtsbuch verwendet werden darf. Da hatten wir natürlich nichts dagegen. Vorgestern haben wir die endgültige Fassung des Textes erhalten, mit der Bitte die gekürzte Fassung zu bestätigen. (Der Text wurde um einiges gekürzt, von 700 auf 400 Wörter.)

Damit du nicht mehr warten musst bis zum Erscheinungstermin, stelle ich dir diesen Text schon jetzt zur Verfügung. Vielleicht gebe ich damit auch ein wenig an, aber das darf ich doch, wenn ich stolz bin, oder? Aber viel wichtiger ist, dass der Text dir zum Segen und zur Ermutigung ist. 

Selbstmitleidstag

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Letzte Woche war so ein Tag, den ich als „Ach-ich-tu-mir-selbst-so-leid“-Tag bezeichnen würde. Ein Tag, an dem ich mich ernsthaft fragte, warum um alles in der Welt ich hier in Albanien war. Vielleicht lag es daran, dass es seit Tagen regnete. Oder daran, dass ich meine Familie vermisste und ich zu gern mal wieder mit einer lieben Freundin in ein Café gegangen wäre. Oder einfach mal mit den Kindern auf einen Spielplatz.

Überhaupt, was unsere Kinder alles nicht tun können: Hier gibt es kein Schwimmbad für Regentage, keinen Zoo für einen schönen Sonntagsausflug, keine gut ausgebauten Spazierwege, um einfach mal laufen zu gehen, kein … Meine Gedanken kreisten und kreisten – und mündeten immer wieder in der Klage: „Warum bin ich nur hier?“

Es ging mir nicht gut bei diesen Gedanken. Eigentlich weiß ich ja, warum ich hier bin. Dennoch war der Verstand nicht stark genug, um den Wirrungen meines Herzens Einhalt zu gebieten. Ich sah aus dem Fenster und meine Tränen vereinten sich mit den nicht enden wollenden Regentropfen, die vom grauen Himmel fielen. Ich tat mir sehr, sehr leid.

Doch Gott sei Dank haben wir keine Spülmaschine. So stand ich an diesem Tag mal wieder vor meinen üblichen Geschirrbergen. Wie meistens machte ich mir Lobpreismusik an. Gott wusste genau, was ich an diesem Tag brauchte. Es war ein Lied von Chris Tomlin. Im Refrain heißt es: „Jesus, ich verdanke dir alles.“ Wie ein heller Lichtstrahl von oben durchzog es mein Herz und plötzlich stand mein Ich am Rand. Mein Ich, mein Egoismus, mein Selbstmitleid. Alles war auf einmal unwichtig.

Da ist Jesus, mein Jesus, der alles für mich gegeben hat. Und ich bin traurig, weil ich hier so wenig Ausgleich finde? Da ist mein Retter, der sein Blut für mich vergossen hat, und ich stehe und weine, weil ich nicht in ein Café gehen kann und meine Kinder keinen Spielplatz haben?

Jetzt musste ich wirklich weinen. Nicht aus Selbstmitleid, sondern weil Jesus mich so liebt. Ja, ich schulde ihm wirklich alles! Was ich hier in Albanien tue, ist nur etwas Kleines. Mein Leben gehört ihm. Ich verdanke ihm alles. Ich schulde ihm alles.

Seit dieser Erkenntnis lebe ich fröhlich und ohne Gedanken daran, was ich doch alles aufgegeben habe. Denn es ist nichts im Vergleich zu Jesus. Es ist ein Vorrecht, hier sein zu dürfen – trotz oder gerade wegen all der Einschränkungen und Schwierigkeiten.

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