Von meinem neu eingerichteten Gebetskämmerlein

von Danny Fröse am 16. Januar 2016

Wie lebst du eigentlich deine Beziehung zu Gott? Hast du einen bestimmten Ort, an den du dich zurückziehen kannst, um allein zu sein mit Gott? Gibt es Umstände, die dir helfen, dich auf auf Gott auszurichten?

Ich brauche für meine Beziehung zu Gott einen Rückzugsort, an dem ich allein sein kann mit Gott.

Die gesegneten Anfänge

Wie gerne denke ich an meine ersten Tage als Nachfolge Jesu zurück (im Februar werden es schon 12 Jahre). Damals war mein Rückzugsort der Wald. Dort war ich allein mit Gott. Ich las mit Begeisterung zum ersten Mal die Bibel. Ich betete laut und wenn es mir nach singen zu Mute war, dann sang ich. Und wenn ich verzweifelt war, dann schrie ich auch.

Später in der Bibelschule war das Matratzenlager der Ort, an den ich mich zurückzog. Hoch oben in der hintersten Ecke des Dachbodens konnte ich allein sein mit Gott. Was waren das für gesegnete Zeiten?

Vom Mangel zur Idee

Leider hat mir in den letzten Jahren solch eine Begegnungsstätte gefehlt. Ja, die Begegnung mit Gott am frühen Morgen konnte ich immer noch genießen. Doch mir fehlte dieser Ort, an dem ich unbeachtet der äusseren Umstände, laut zu Gott beten konnte.

Irgendwann im letzten Jahr wurde mir bewusst: So kann es nicht weitergehen. Für einen fruchtbaren und gesegneten Dienst brauche ich diese intensiven Begegnungen mit Gott. Da wuchs in mir die Idee eines Gebetskämmerleins.

In unserem unausgebauten Dachgeschoss gibt es viel Platz. Ich fragte unsere Vermieter, ob es in Ordnung wäre, wenn ich mir unterm Dach ein kleines Gebetskämmerlein baue. Sie hatten nichts dagegen. Und so begann ich mit der Arbeit. Über den Sommer legte ich einen Baustopp ein. Aber letzten Monat konnte ich das Projekt fertigstellen.

Der lang ersehnte Ort

Ich habe mir ein Gebetskämmerlein gebaut. (Kleine Notiz am Rande: Wenn ich uns mal ein Haus baue, dann werde ich unbedingt ein Gebetskämmerlein miteinplanen.) Unten findest du beispielhaft einige Bilder, die dir einen Eindruck vermitteln. Klicke auf ein Bild um es zu vergrößern.

Schon Jesus sagte seinen Jüngern, als er ihnen eine Lektion übers Gebet erteilte:

"Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten."

In meinen Augen hängt so viel davon ab, dass wir diese Zeiten mit Gott haben, wo wir ungestört und allein mit Gott sein können.

Überführt von Sünde

Letzte Woche las ich im Buch "Words to Winners of Souls" von Horatius Bonar. Darin zählt Bonar verschiedene Schuldbekenntnisse auf, die geistlichen Leitern im 19.Jhdt formuliert haben. Das Bekenntnis zum Gebet hat mich besonders getroffen.

Wir sind nicht Männer des Gebets gewesen. Der Geist des Gebets hat unter uns geschlummert. Das Kämmerlein haben wir viel zu selten besucht und uns viel zu selten daran erfreut. Wir haben es zugelassen, dass Projekte, Studien und aktive Arbeit unsere Kämmerlein-Stunden gestört haben. [...] Warum sorgen wir uns so wenig darum, Zeit fürs Gebet zu finden? Warum kümmern wir uns so wenig darum , unsere Zeit so zu planen, dass wir jeden Tag einen Großteil unsere Zeit für das Gebet freihalten? [...] Warum sind wir so wenig allein mit Gott? Warum ist da so wenig Durst in unserer Seele nach den ruhigen, süßen Stunden ungestörter Ruhe, wenn Gott und sein Kind Gemeinschaft haben, als wenn nichts sie jemals trennen könnte? Es ist der Mangel dieser einsamen Stunden, die nicht nur unser Wachstum in der Gnade behindern, sondern die uns auch zu unfruchtbaren Gliedern in der Gemeinde Christi machen. Am Ende ist unser Leben nutzlos. Wollen wir in der Gnade wachsen, dann müssen wir allein sein.

Dieser Auszug und einige andere haben mich überführt und mir gezeigt, wie sehr ich hier Veränderung brauche.

Auch die folgende Predigt hat mich in dieser Hinsicht sehr herausgefordert. Wenn du englisch kannst, dann lege ich dir diese Predigt sehr aufs Herz.

 

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