Von der Freude, mit anderen die Bibel zu lesen

von Rahel Fröse am 20. April 2017

Seit einiger Zeit treffe ich mich regelmäßig mit meinen beiden Freundinnen, um gemeinsam die Bibel zu entdecken. Dabei habe ich mich entschieden, erstmal mit einer dafür besonders gut geeigneten Kinderbibel zu arbeiten. "Die Gott hat dich lieb Bibel", wie sie in deutsch heißt, ist nicht nur wunderschön aufgemacht, sondern alle Texte im alten Testament enden mit einem Hinweis auf Jesus. Jede Geschichte flüstert Jesu Namen, so heißt es auf der amerikanischen Version.

So habe ich nun begonnen und wir sind bisher bis zu Joseph gekommen. Es begeistert mich, wie die beiden Frauen dabei sind. Wie sie von sich aus die Bibel holen und lesen möchten, wie sie immer wieder, auch wenn wir durch Besuch unterbrochen werden (und das passiert recht oft), den Faden aufnehmen.

So schön die Freude zu sehen, als wir die Geschichte von Abraham hatten und sie mitgefiebert haben, ob er wohl noch ein Kind bekommt oder nicht. Der Jauchzer beim umblättern, als da Abraham und Sara mit dem Baby abgebildet sind.

Vieles, das merke ich immer wieder, verstehen die Menschen hier viel besser, als wir in Deutschland.

Ein Beispiel ist Kinderlosigkeit. In Deutschland entscheidet man sich für Kinder. Manche entscheiden sich bewusst dagegen. Natürlich gibt es auch Menschen, die sehr gerne Kinder wollen, aber keine bekommen können.

Hier bedeutet Kinderlosigkeit Schande, Schmerz und eine unsichere Zukunft. Die Menschen hier scheinen sich noch viel besser in diese Situation hinein versetzen zu können.

Die Geschichte mit Rahel und Lea ist auch ein tolles Beispiel. Jacob geht zu seinem Onkel, den Bruder der Mutter. Genau so würde man es hier auch machen. Der Bruder der Mutter hat eine sehr hohe Stellung in dem Familiengefüge und bestimmt oft mehr, als der leibliche Vater. So kenne ich ein junges Mädchen, dass mit einem Mann verheiratet wurde. Dessen Onkel arrangierte die Hochzeit ohne Wissen des leiblichen Vaters. Das ist möglich hier. Der Vater ärgerte sich, aber die Hochzeit bleibt bestehen, weil der Onkel es so entschieden hat.

Auch verstehen die Menschen hier, dass natürlich Lea als erste verheiratet werden musste. Hier herrscht ebenso die Sitte, dass die Ältesten zuerst unter die Haube kommen.

Es ist ein Vorrecht, mit anderen Menschen Gottes Wort zu entdecken!

Ich will dir Mut machen: Wer ist in deinem Umfeld, der Interesse hat, mit dir in der Bibel zu lesen? Am besten mit zwei oder drei zusammen?

Ich glaube, es gibt da mehr Menschen, als du denkst. Oft reden wir uns ein, die wollen ja eh alle nicht- aber das stelle ich sehr in Frage. Sei mutig! Und investiere die Zeit! Dadurch kann Gott auf wundersame Weise wirken. In der Person und in dir.

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