Unsere kleine Stadt - Ein Rundgang

von Rahel Fröse am 3. Februar 2014

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Viele sind arbeitslos

Die meisten Menschen hier haben keine geregelte Arbeit. Dennoch sieht man oft schon früh morgens die Männer, oft auch in kleinen Gruppen, auf den Straßen laufen. Ihr Ziel ist nicht ihre Arbeitsstelle, sondern eines der 40 Cafés im Ort. Wenn sie nicht im Café sitzen, Raki oder türkischen Kaffee trinken und eine rauchen, stehen sie auf der Hauptstraße herum, reden und schauen sich einfach nur um. Frauen sind kaum zu sehen, kleine Kinder wie unsere, gar nicht!

Kinder

Kinder, von denen es hier jedoch viele gibt, gehen in die einzige, aber sehr große Schule. In den Pausen sieht man sie, wie sie sich kleine Snacks kaufen in den kleinen Imbissläden. Da gibt es Bürek und andere leckere Sachen. Verpackungen werfen sie oft einfach achtlos auf den Boden.

Einkaufsmöglichkeiten

Unser Obst und Gemüse kaufen wir in den vielen kleinen Läden. Dabei schwankt es von Tag zu Tag, was sie im Angebot haben. Neben frischen Sachen wie Tomaten, Gurken, Paprika, Kohlköpfen, Lauch, Äpfeln, Mandarinen, Orangen etc. gibt es auch immer mal wieder Bananen, Spinat oder andere leckere Sachen. Da wir, Gideon eingeschlossen, sehr gerne all das essen, geht es uns da echt gut mit. Ansonsten kann man dort alles mögliche kaufen. Im Laufe der letzten Jahre ist immer mehr ins Sortiment gekommen. Dinge wie Saft, Milch, Hygieneartikel, etc. sind um Vergleich zu Deutschland eher teuer.

Günstiger und mehr Auswahl haben wir da in der nächst größeren Stadt im Kosovo. Dort gibt es große Einkaufszentren. So alle zwei Wochen gehen wir auch mal dort zum einkaufen. Wasser z.B. kaufen wir dort in großen 8-10 Liter Kanistern, da das Kranwasser hier sehr kalkhaltig und auch sehr dreckig ist, also zum Trinken nicht geeignet.

Kindergarten

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Bäckereien

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Die Moschee

An der Hauptstraße befindet sich eine relativ große Mosche, die von arabischen Staaten finanziert wurde. Die meisten hier in der Stadt haben aber eher ein distanziertes Verhältnis zu ihrem eingetragenen Glauben, dem Islam. Wenige besuchen die Mosche regelmäßig, oder gehen in den Koranunterricht. Die Jahrzehnte des Kommunismus haben die Menschen sehr geprägt und teilweise auch den Glauben an einen Gott ins Wanken gebracht. Dennoch ertönt die Stimme des Muezzin in der Stadt zu den festgesetzten Gebetszeiten, für uns immer wieder eine Erinnerung für die Menschen hier zu beten!

So, das war nun mal ein kleiner Einblick in unsere Stadt. Sie ist nicht besonders groß, nicht besonders schön, nicht besonders anziehend, aber sie ist besonders geliebt von unserem Vater im Himmel. Er hat uns hier hergestellt und wir freuen uns schon auf den Tag, an dem hier eine Gemeinde seinen herrlichen Namen loben und preisen wird!

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