Unser Weihnachtsgottesdienst

von Rahel Fröse am 30. Dezember 2015

Am 25. 12. feierten wir hier in unserer kleinen Stadt einen Gottesdienst zu Ehren des Geburtstagskindes - Jesus! Es war wohl der erste größere Gottesdienst dieser Art in dieser Stadt seit einer sehr, sehr langen Zeit. Schon seit Tagen hängt ein dichter Nebel über unserer gesamten Region, und dennoch sah ich den Himmel ein wenig geöffnet, als gut 40 Menschen, groß und klein, in unserem schön dekorierten Fitnessraum zusammen saßen.

Es waren ungefähr 20 Gläubige aus unserer Nachbarstadt gekommen, in der es schon eine kleine Gemeinde gibt. Einige von ihnen waren das erste Mal in unserer Stadt, obwohl diese gerade mal 35 Minuten mit dem Auto entfernt ist. Es war für uns kleine Schar an Gläubigen hier eine große Ermutigung, mit diesen Geschwistern zu feiern.

Und noch ermutigender war es, dass sich einige Menschen von hier einladen ließen. Da war unser lieber Nachbar von unten und Rrushes Bruder. (Rrushe selbst bot sich an, auf unsere Kids aufzupassen in dieser Zeit, was mich wiederum freisetzte, um mich ganz um unsere Gäste zu kümmern. - Sie verschob extra das traditionelle Baklava - Backen, um mich unterstützen zu können.) Es kamen ganze Familien und Ehepaare und zwei Frauen, die sonst zum Sport machen in diese Räumlichkeiten kommen.

Die Stühle reichten genau. Alle fanden einen Platz. Nach einer viertel Stunde Verspätung kam auch der Lobpreisleiter. Er musste wegen dem starken Nebel sehr langsam fahren und kam gerade aus der Hauptstadt. Doch die Atmosphäre war gut. Mit kräftigen Stimmen hörten unsere Freunde hier wohl das erste Mal, wie live Weihnachtslieder gesunden werden.

Danny hatte sich intensiv auf seine erste Predigt in albanisch vor einer größeren Menschenmenge vorbereitet. In unserem Wohnzimmer zu kleineren Gottesdiensten hat er schon öfter gepredigt. Er leitete durch das Programm und nach einem tollen Zeugnis von einer Frau aus der Nachbarstadt, fing er an.

“Fürchtet euch nicht!
Denn siehe, ich verkündige euch große Freude,
die für das ganze Volk sein wird.
Denn euch ist heute ein Retter geboren,
der ist Christus, der Herr.” (Lukas 2,10–11)

Danny sprach von dieser großen Freude und von diesem Kind, das geboren wurde und auch heute noch für uns große Bedeutung hat.

Ich saß ganz hinten im Raum, hinter mir saß eine Frau mit einem kleinen Baby, welches gefühlte 20x eine Rassel auf den Boden warf und auch andere Kinder wurden nach einer gewissen Zeit unruhig, man hörte hier und da Stimmen. Ich konnte innerlich nur beten, dass Gott Ruhe schenkt.

Ich freute mich so sehr zu sehen, wie mein Mann, dessen große Leidenschaft die Verkündigung des Evangeliums ist, dort vorne stand, und wie damals in deutsch, jetzt in dieser fremden Sprache redete. Was für ein Geschenk! Wer hätte das vor zwei Jahren gedacht, als wir die ersten Schritte in diese schwere Sprache machten. Preist den Herrn. Allein das empfand ich als einen großen Sieg.

Doch dann, wie durch ein Wunder, wurde es plötzlich mucksmäuschen still. Genau dann, als Danny von dem Jesus erzählte, der für uns gestorben und wiederauferstanden ist. Dem Jesus, der unser persönlicher Retter sein will. Alle schienen gebannt zuzuhören. Gott hatte zur richtigen Zeit die Ruhe und Aufmerksamkeit geschenkt. Was für ein schönes Zeichen seiner Gegenwart und seiner Führung. Er hält alles in seinen Händen.

Am Ende bekamen alle Anwesenden noch eine Kerze mit einer beklebten Streichholzschachtel mit. Diese soll sie daran erinnern, dass Jesus als Licht gekommen ist (und es ist noch ein praktisches Geschenk dazu… 🙂

Auch zum “Coktail” im Anschluss blieben die meisten noch und es ergaben sich das ein oder andere gute Gespräch.
Wir danken Gott sehr für dieses besondere Fest!

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