Über Proteste und die wahre Hilfe...

von Danny Fröse am 29. März 2019

In den letzten Wochen gab es immer wieder große Proteste und Demonstrationen in diesem Land. Es begann mit unzufriedenen Studenten, die sich über Korruption im Bildungswesen, über schlechte Wohnbedingungen und mangelnde Perspektiven nach dem Studium beklagten. Sie fanden viel Zustimmung beim Volk und bald wurde der Protest ausgeweitet und sehr viele andere gingen ebenfalls auf die Straße. Das Ziel war jetzt die Absetzung der jetzigen Regierung.

Ob ich zu Besuch war oder im Geschäft oder beim Geldwechsler, überall liefen diese Bilder im Fernsehen. Die Massen vor dem Regierungspalast, die lautstark protestierten. Es sind die Stimmen von Menschen, die sich von ihrer Regierung im Stich gelassen fühlen, die versklavt sind von der allgegenwärtigen Korruption. Ob in Schulen, Universitäten, Krankenhäusern, es scheint kaum einen Ort zu geben, an dem man sicher vor ihr wäre. Es ist die Stimme eines Volkes, das sich nach Veränderung sehnt, das ihre Zukunft in ihrem Land sehen möchte und nicht in dem scheinbar besseren Leben „jashtshteti“ (im Ausland).

Ich kann sie so gut verstehen. Nahezu sechs Jahre in diesem Land habe ich zu viel von all dem gesehen, worüber sich diese Menschen ärgern und beschweren. Und ich hoffe und bete, dass Gott in all dem Veränderung schenkt. Dass er Gerechtigkeit schenkt in diesem Land. 

Und gleichzeitig schaue ich auf die Proteste, die angeführt sind vom oppositionellen. Und ich frage mich: würden die es besser machen? Ich kenne die Antwort nur zu gut. Ich denke mit ziemlicher Sicherheit sagen zu können: auch sie werden nicht viel verändern können. Die Korruption ist in diesem Land wie ein Krebsgeschwür, das streut und immer weiter streut. Und was für eine Total OP wäre nötig, es zu beseitigen? Ist das menschlich gesehen überhaupt möglich? 

Wie war sind hier die Worte des 146. Psalms:

Verlasst euch nicht auf Mächtige,
Nicht auf irgendeinen Menschen,
Bei dem doch keine Hilfe zu finden ist!
Wenn er den letzten Atem aushaucht, so wird er wieder zu Erde,
Und am selben Tag ist es vorbei mit all seinen Plänen.

Glücklich zu preisen ist, wer den Gott Jakobs zum Helfer hat,
Wer seine Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, setzt,
Auf ihn, der Himmel und Erde erschaffen hat,
Das Meer und alles, was darin lebt,
Auf ihn, der für alle Zeiten die Treue hält.

Den Unterdrückten verschafft er Recht, 
Den Hungernden gibt er Brot.
Der Herr befreit die Gefangenen,
Der Herr öffnet die Augen der Blinden,
Der Herr richtet Gebeugte auf,
Der Herr liebt Menschen, die seinen Willen tun.

Ja, wahre Hilfe findet jeder Mensch nur in Gott. 
Kein Mensch mit allen Versprechungen, die er macht, kann jemals das geben, was nur Gott geben kann. Wir wünschen uns sehr, dass der Schrei der unterdrückten Menschen hier nicht so sehr an Eddi Rama geht, sondern dass er zu Gott erschallt. Wir beten dafür, dass das albanische Volk ihre Hilfe vor allem bei Gott sucht. 
Das soll nicht heißen, dass sie nicht protestieren sollen. Dass sie aufstehen gegen Korruption. Das ist gut und richtig. Aber ihre Hoffnung sollen sie nicht in irgendeinem Präsidenten finden, sondern in Gott. Darum sind wir auch hier...

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