The Chosen - Die überzeugende Serie über Jesus

von Danny Fröse am 1. Juli 2020

Eigentlich schauen wir sehr wenig christliche Filme. Ihnen fehlt oft das gewisse Etwas, was gute Filme auszeichnen sollte.

Aber heute möchte ich dir erzählen von einer christlichen Serie. Es ist nicht irgendeine Fernsehserie, sondern es ist eine, wie ich finde, herausragende. Und es geht nicht nur um ein bestimmtes christliches Thema, sondern es geht um das Thema überhaupt: um Jesus Christus.

Kannst du dir das vorstellen? Es gibt eine ausgezeichnete Fernsehserie über Jesus Christus. Die Serie heißt: "The Chosen".

In Zeiten von Netflix und Amazon Prime, ist es nur gerade passend, dass ein Filmemacher sich dieser Geschichte angenommen hat.

Wichtige Hintergründe zu dem Film

(entnommen von einem Artikel auf The Gospel Coalition)
Unter der Regie von Dallas Jenkins wurde "The Chosen" außerhalb des Hollywood-Systems finanziert, vertrieben und produziert (gedreht in Texas). Durch eine Crowdfunding-Campagne wurden mehr als 10 Millionen US-Dollar eingenommen. Dabei waren es mehr als 16.000 Menschen, die sich bei der Finanzierung beteiligten und die Serie so zum besten Crowdfunding-TV- oder Filmprojekt in der Geschichte machten.

Die erste Staffel mit acht Folgen wurde 2019 online über VidAngel veröffentlicht. In diesem Frühjahr wurden alle Folgen im Rahmen eines brillanten globalen Livestream-Ereignisses während der COVID-19-Quarantäne kostenlos auf YouTube veröffentlicht.

Wo kannst du die Serie sehen?

Du kannst dir die Serie kostenlos in der Smartphone-App "The Chosen" anschauen. (Erhältlich für iphone und Android.) Auf der Internetseite kannst du dich daran beteiligen, die Finanzierung der zweiten Staffel möglich zu machen. Dann erhälst du auch Zugang zu allen Episoden mit deutschen Untertiteln. Auf Youtube kannst du die erste Folge anschauen.

Die Kritiken zu der Serie sind überwältigend gut. Und ich kann dem ganzen Hype nur zustimmen und ich hoffe, ich kann dich auch zum Liebhaber dieser Serie machen und gemeinsam mit vielen anderen können wir uns daran beteiligen, dass noch mehr Staffeln erscheinen.

Doch was die Serie so gut macht, möchte ich dir in 4 Punkten kurz beschreiben, die ich in einem Artikel von Brett McCracken gefunden habe. Ich habe sie aus dem englischen mit Google übersetzt.

1. Überzeugende Charaktere

"The Chosen" ist anders als herkömmliche christliche Filme. Die Charaktere sind Menschen mit komplexen Hintergründen, Macken, Fehlern und - stell dir das mal vor - sie sind voller Menschlichkeit. Obwohl es einige Ausnahmen gibt, sind die meisten Charaktere von "The Chosen" interessant und man kann sich mit ihnen identifizieren.

Es ist spanned zu sehen, wie sich ihr Leben im Verlauf der Staffel verändert, von Simon Peter und den anderen Schülern über Nikodemus bis hin zu Maria Magdalena, die mich in der zweiten Folge zu Tränen gerührt hat, als sie dem skeptischen Nikodemus von ihrer Bekehrung erzählte: „Folgendes kann ich Ihnen sagen. Ich war so wie ich war, und jetzt bin ich ganz anders. Und das, was dazwischen passiert ist. . . war er. "

2. Echte Emotionen

Ein Grund, warum die Charaktere von "The Chosen" überzeugen, ist, dass sie echte Emotionen verkörpern. Sie sind keine Figuren auf der Flanelltafel, die gemacht wurden, um die Schrift Vers für Vers wieder zu geben. Sie sind einzigartige Menschen.

In der Show ist Simon Peter ein bisschen wie ein Trottel. Matthäus leidet leicht unter Autismus. Andreas ist ein schlechter Tänzer. Jesus hat einen guten Sinn für Humor. Das Lachen und Weinen dieser Charaktere ist glaubwürdig.

Mit Hilfe eines Teams von Fachberatern (einschließlich des neutestamentlichen Gelehrten Doug Huffman) ist die Serie der Schrift treu und achtet darauf, theologische oder historische Fehler zu vermeiden. Aber manchmal sind biblische Filme so bemüht, alle zufrieden zu stellen, dass die Charaktere leblos bleiben.

Die Macher von "The Chosen" haben verstanden, dass sie, um den Charakteren Leben einzuhauchen, gewisse Spekulationen anstellen mussten, weil die Bibel nicht alles erzählt. Aber dies geschieht immer in Übereinstimmung mit dem, was die Bibel uns an Informationen preisgegeben hat.

3. Der Fokus liegt auf individuellen Begegnungen mit Christus

In "The Chosen" wird der Zuschauer immer wieder mit hinein genommen in die lebensverwandelnden Begegnungen, die Menschen mit Jesus haben. Wir sehen Menschen, die sich an einem Punkt entscheiden mussten und dadurch für immer verändert wurden.

Zum Beispiel sagt die müde Samariterin zu Jesus am Brunnen: "Ich werde von anderen abgelehnt". Und Jesus antwortet: "Ich weiß, aber nicht vom Messias." Zu sehen, wie sich ihr Gesicht von Verzweiflung in Hoffnung verwandelt, ist wunderschön. Ebenso ist es spanned zu beobachten, wie sich Simon Petrus verwandelt, als er auf den Ruf Christi „Folge mir nach“ reagiert.

Es ist qualvoll zu sehen, wie Nikodemus mit den Kosten der Jüngerschaft ringt, während er (wie Matthäus, der Zolleintreiber) darüber nachdenkt, seine gesellschaftlich hohe Position zu verlassen, um diesem umstrittenen Rebellenrabbiner Jesus zu folgen.

Es ist bewegend zu sehen, wie Jesus Simons Frau Eden tröstet, die weiß, dass ihr Leben aufgrund der neuen Berufung ihres Mannes als „Menschenfischer“ schwieriger wird: „Ich sehe dich“, sagt Jesus zu ihr, aber auch zu allen die die Show sehen.

4. Effektiver Stil

Oft leiden biblische Filme/ Fernsehsendungen daran, dass sie entweder keine erkennbare Ästhetik haben oder eine, die seltsamerweise altmodisch oder zu starr ist. Der Stil von "The Chosen" ist nicht bahnbrechend, aber zeitgemäß und effektiv.

Hier sind nur einige Beispiele dafür, was die Show ästhetisch so gut macht:

Rückblenden. Ob bei kurzen Streifzügen ins Alte Testament, um die Kontinuität des Lebens und der Lehre Christi mit den hebräischen Schriften zu zeigen, oder bei der Darstellung der Hintergrundgeschichten verschiedener Charaktere, "The Chosen" setzt effektiv Rückblenden ein.

Handkameraführung. Durch die Art der Kameraführung entsteht ein Gefühl von Intimität und Realismus in dem Drama auf dem Bildschirm.

Stille. Es ist verrückt, wie oft christliche Filmemacher Ruhe und Szenen ohne Worte nicht ausnutzen und den grundlegenden Rat ignorieren: "Zeigen, nicht erzählen". Zum Glück fällt The Chosen nicht in diese Falle und verwendet Bilder und Handlungen (ohne Erzähler!), um die Geschichte zu erzählen, ohne sich zu sehr auf Worte zu verlassen.

Die Erzählung hat Raum zum Atmen. Jenkins möchte, dass "The Chosen" sieben (!) Staffeln lang ist, wobei eine Staffel ausschließlich der Kreuzigung und die letzte Staffel dem gewidmet ist, was danach passiert. Dieser Ansatz ermöglicht einen narrativen Raum zum Atmen, was immer zu einem besseren Drama führt. Anstatt jahrelange Erzählungen auf zwei Stunden zu beschränken, kann "The Chosen" eine ganze Episode einer oder zwei kurzen Szenen aus der Bibel widmen.

Episodische Struktur. Die episodische Struktur der Show ermöglicht es ihr, tiefer in Themen und Motive einzutauchen, die in einer komprimierteren Erzählung möglicherweise übersehen werden, wie eine ganze Episode, die der Hochzeit in Kana gewidmet ist (Episode 4) oder eine, die die Dynamik Jesu mit Kindern wunderschön darstellt (Episode 2).

Diese Serie macht auf jeden Fall Lust auf mehr und wir dürfen gespannt sein, was da in den nächsten Jahren noch kommt.

Falls du die Serie kennst oder sie dir anschaust, dann schreib uns doch kurz, wie sie dir gefallen hat.

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