Nur ein Besuch im Dorf?

von Rahel Fröse am 20. September 2019

Vor einigen Tagen besuchte ich mit meiner Freundin von hier ihre Familie im Dorf. 

Krume ist ja die regionale „Hauptstadt“, kaum zu glauben, wenn man sie sieht, aber im Vergleich zu den vielen kleinen und verstreuten Dörfern drum herum ist sie wirklich eine Stadt. 
Da die Ferien hier ja schon seit Anfang Juni am laufen sind und es echt nicht immer leicht ist, die Kinder hier bei Laune zu halten, empfand ich es als eine schöne Abwechslung, mal ins Dorf zu fahren. Dort läuft das Leben noch mal ganz anders ab. Fast jeder im Dorf hat Tiere: Hühner, Schafe, Kühe, Ziegen. Und dann noch Gärten und Felder und Obstbäume. Außerdem gibt es meistens noch irgendetwas anderes interessantes für Kinder zu entdecken. (Tatsächlich haben wir in diesem Dorf ein halbes Skelett von einer Kuh gefunden, das Gideon spontan als eine Motorsense umfunktionierte und uns die Beine abschneiden wollte... nichts wie weg...:) 
Die Menschen sind extrem gastfreundlich und auch wenn das Essen oft sehr einfach ist, wir genießen es und es schmeckt einfach toll. Unsere Kinder lieben es, bei Albanern zuhause zu essen. 

An diesem Morgen bereitete ich nun alles für unseren mehrstündigen Besuch vor. Kurz bevor es losging nahm ich mir noch einige Momente in der Stille vor Gott. Ich betete für die Zeit. Irgendwie kam ich vorher gar nicht dazu. Ich war zu sehr mit den Kindern beschäftigt und einfach mit der Tatsache, dass es eine willkommene und schöne Abwechslung werden wird.

Als ich so betete, da war es wie Gottes Stimme, die ich hörte: 
„Rahel, du bist meine Botschafterin. Ich sende dich in dieses Dorf. Es ist ein Dorf, das noch unberührt ist von meinem Evangelium. Du bist meine Botschafterin des Friedens. ICH sende dich dort hin. Du bringst mein Reich dorthin. In ein Dorf, das mich nicht kennt, zu Menschen, die mich nicht kennen. Das ist ein Privileg. Du gehst in meinem Namen. Es ist viel mehr, als nur ein Besuch.“

Ich war innerlich echt berührt. Ja, ich bin eine Botschafterin Jesu, egal wo ich hin gehe und mit wem ich hingehe. Und auch wenn ich vier Kinder im Schlepptau habe...

Und interessant war dann, dass die Frau, etwa in meinem Alter, die das Essen vorbereitete, erzählte, wie vor vielen Jahren, als sie noch ein Kind war, mal Deutsche in ihrem Dorf waren und ihr von Jesus erzählt haben. Sie kannte noch den Namen Jesus. Und jetzt, nach vielen vielen Jahren, kam wieder eine, die von ihm erzählte...

Als wir nach fünf Stunden zurück fuhren, kamen wir an der alten Moschee des Dorfes vorbei. Sie hatte selbst die Zeit des Kommunismus einigermaßen heil überstanden. Die Menschen in diesem Dorf sind alle Muslime. Sie brauchen Jesus. Sie brauchen Rettung. Wie gut, dass Gott mich wieder in diese Realität zurückgerufen hatte. 

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