Meine liebe Hebammerei

von Rahel Fröse am 7. Juli 2016

hebammereiWie viele sicher wissen, bin ich Hebamme von Beruf. Leider hatte ich bisher nach meiner Ausbildung noch nicht viel Gelegenheit, diesen tollen Beruf auszuüben.

Jetzt, da ich drei kleine Kinder habe, dachte ich meinem Wunsch, darin zu arbeiten, erstmal weit entfernt zu sein. Das hat sich so allerdings nicht bestätigt. Ich arbeite hier in Albanien zwar nicht so richtig darin, allerdings sehe ich meine jetzige "Arbeit", sprich Kontakte knüpfen, mich "bekannt machen" als wichtige Vorbereitung, um später erfolgreich hier zu arbeiten. Dabei habe ich nicht vor, im Krankenhaus Geburtshilfe zu machen, sondern das tun, was es hier nicht gibt, vor und Nachsorge, Rückbildung, Basic über Neugeborene, deren Entwicklung etc. weiterzugeben. Da merke ich immer wieder, wie wenig wissen da ist. Auch hören viele Frauen schon sehr früh auf zu stillen, oft weil sie meinen, nicht genug Milch zu haben. Dann wird Jogurt mit Zucker oder Kuhmilch gefüttert. Beides nicht wirklich gut für ein kleines Baby.

Ich freue mich sehr, dass im Moment viele Frauen und Freundinnen um mich herum Kinder  bekommen haben. So konnte ich so schön oft in Einsatz kommen.

Ein Höhepunkt war auch, dass ich bei der Geburt einer Freundin dabei sein durfte.  Die erste Geburt, die ich hier gesehen habe. Um drei Uhr Nachts wurde ich angerufen, und um halb sechs war das Kindle da. Diese Freundin hatte große Probleme beim stillen der letzten zwei Kinder. Sie ist ziemlich arm und stillen wäre so gut. Da ich mit ihr auch schon oft gebetet habe und sie Jesus ihr Herz geöffnet hat, haben wir auch immer wieder dafür gebetet. Die ersten Tage nach der Geburt besuchte ich sie und nun, drei Wochen nach der Geburt ist es einfach schön zu sehen, wie sie ihren Jungen voll stillen kann.

Noch etwas fand ich sehr schön bei der Geburt. Bei Muslimen ist es üblich, dem Kind nach de Geburt etwas ins Ohr zu flüstern. Meist ist es der islamische Gebetsruf, der auch hier jeden Tag fünfmal erklingt.

Als nun meine Freundin schon richtig in Wehen lag, sagte sie mir, sie wolle, dass ich über dem Kind im Namen Jesu bete. Ich solle das machen. Das war schon eine Ehre. Normal macht das sonst der Vorsteher der Moschee.

Das tat ich dann auch am nächsten Tag. Der kleine Junge heißt außerdem "zufällig" Emanuel - Gott mit uns.

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