Meine Gedanken zur Wohnungssuche in Albanien

von Danny Fröse am 3. Juli 2013

Wohnungssuche (1 von 1)-w700Letzte Woche war ich für 4 Tage in Krume, einer Kleinstadt im Norden von Albanien. Mein Ziel war es für mich und meine Familie ein Haus zu finden, in dem wir ab Oktober leben werden.

Ich wusste nicht was mich erwartete. Ich musste mich voll und ganz auf das verlassen, was das Team vor Ort vorbereitet hatte. Jetzt im Nachhinein bin ich sehr dankbar für die Reise.

Ich bin davon überzeugt, dass viele für mich gebetet haben. Dass die Reise so gut verlief kann ich nur auf die vielen Gebete zurückführen.

8 Häuser oder Wohnungen

Insgesamt hatte ich die Möglichkeit 8 verschiedene Objekte anzuschauen. Wirklich ernstzunehmende Optionen waren die meisten davon nicht. Aber es war auf jeden Fall gut, sich ein Bild von der Wohnungslage zu machen. Alle Objekte wurden uns irgendwie durch Beziehungen zugetragen. Keiner der Wohnungen war irgendwo inseriert, denn einen regulären Wohnungsmarkt gibt es in Albanien gar nicht.

Hier füge ich mal zwei Bilder von Häusern an, die ich angeschaut habe. Die aber nicht zur Debatte standen. Für das erste Haus wollte der Vermieter noch 350 €. Dies war uns doch entschieden zu hoch für eine 2 Zimmerwohnung mit Küche.

unser Haus (1 von 1)-2-w700

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Dieses zweite Haus würde sich auch gut machen. Man beachte den riesigen Garten. Allerdings war das Haus nicht ausgebaut und für unsere Bedürfnisse doch ein wenig zu groß.

Weil ich Deutscher bin...

war die Verhandlungsbasis oft schwierig. Manche der möglichen Vermieter witterten die Chance, ein richtiges Geschäft zu machen mit einem Deutschen, der bestimmt viel Geld hat. Dies ist für uns die Erklärung, warum der Vermieter für eine richtige Absteige 350 Euro verlangt. Ein Albaner hätte für die gleiche Wohnung ca. 30 Euro bezahlt.

Am Ende waren es 2 Optionen

Eigentlich hatte ich richtig Freude an der einen Wohnung. Der Vermieter wohnt selber drin und würde für uns ausziehen. Alles an diesem Haus war ordentlich und gut gepflegt. Der Eindruck hat mich echt überzeugt. Auch der schöne Garten und die gute Aussicht. Das Problem allerdings war die ungünstige Lage im Stadtkern, gleich neben einer Hauptstraße. Gideon hätte hier nicht einfach auf der Straße mit anderen Kindern spielen können. So mussten wir uns leider dagegen entscheiden.

Wir haben uns dann für eine ganz andere Art von Wohnung entschieden.

Eine Wohnung im ersten Stock

Was ich nun schreibe, schreibe ich unter Vorbehalt. Der aktuelle Stand ist der, dass wir uns für eine Wohnung entschieden haben. Diese Wohnung ist allerdings noch im Rohbau. Nur die Fenster sind schon eingebaut. Der Vermieter hat uns zugesagt, die Wohnung bis Ende September fertig zu "regulieren" (Anmerkung des Autors: Dies ist der albanische Begriff für "renovieren", wenn ich recht verstanden habe.)

Ich denke wir haben einen guten Preis ausgehandelt, wobei ich hoffe, dass es auch bei diesem Preis bleibt. Unter uns wird ein älteres Ehepaar mit der noch älteren Oma wohnen.

das ältere Ehepaar

Wir sind auf jeden Fall mal gespannt, wie die Situation Ende September- Anfang Oktober sein wird, wenn wir uns bemühen, diese Wohnung zu beziehen.

Wir müssen uns natürlich selbst darum kümmern, dass wir die Wohnung warm haben. Eine Heizung, die für uns Deutsche etwas selbstverständliches ist, gibt es in unserer zukünftigen Wohnung nicht. Wir werden uns Holzöfen besorgen müssen und festlegen, welche der 4 Räume wir im Winter warm halten wollen. In diese Räume werden wir dann Öfen einbauen.

Auch werden wir eine Küche einbauen müssen und ansonsten braucht es noch manche anderen Möbel, die wir nicht alle aus Deutschland mitnehmen wollen. Es wird auf jeden Fall einige Investitionen brauchen, bevor wir dann mit unserer kleinen Familie in unser neues zu Hause einziehen.

unser Haus (1 von 1)-w700

Hier noch mal ein Bild von diesem schicken Haus. Im Garten des Hauses laufen ca. 25 Hühner und 3 Hähne frei herum. Natürlich braucht der Balkon noch ein Geländer. Der Vermieter will eins dranbauen. Links vom Haus muss noch eine Treppe nach oben angebracht werden. Sonst nämlich müssten wir durch die ganze Wohnung der alten Leute, um in unsere Wohnung zu kommen.

Fazit:

Wir werden unter anderen Bedingungen leben. So viel habe ich schon erkannt. Aber wir wollen diese Herausforderung mutig angehen und glauben, dass Gott alles wunderbar für uns vorbereitet.

 

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