Meine ersten Eindrücke nach 6 Wochen in Deutschland

von Rahel Fröse am 28. August 2017

Nach sechs Wochen in Deutschland muss ich mich erst wieder an den anderen Rhythmus und das andere leben hier in Albanien gewöhnen. So vieles ist anders und ich muss innerlich wieder ins Gleichgewicht kommen.

Tendenziell will ich mich erstmal verkriechen, möglichst wenig Leute sehen und zuerst mal wieder alles innen und außen sortieren. Aber das ist meistens nicht möglich. Und wahrscheinlich ist es auch gut so.

So war ich gleich am ersten Vormittag hier bei unseren Nachbarn zu Besuch.
Der Stuhl an der Straße mit einem weißen Tuch dran gebunden hatte mir schon verkündet, dass jemand gestorben war. Die 100 jährige Oma war vor vier Tagen beerdigt worden und an diesem Tag war der fünfte und letzte Tag, an dem man den Trauerbesuch bei der Familie machen konnte. Ich weiß von der Wichtigkeit solcher offizieller besuche in unserer Gesellschaft hier und so tauchte ich gleich wieder voll ein in diese so andere Kultur. Doch es war sehr gut, gegangen zu sein. Es zeigt meinen Respekt und auch die 500 Lek, die ich dort ließ wurden namentlich aufgeschrieben.

Die Nachbarmädels freuten sich riesig, dass ihre deutschen Freunde wieder da waren und gleich hatte ich wieder meine üblichen fünf Kinder im Haus zwischen den Koffern tanzen.

Am Abend ging ich mit den Kindern spazieren. Es ist sehr heiß hier und eigentlich ist es nur am Abend möglich sich mehr zu bewegen. 🙂
Ich traf viele Leute wieder, Küsse, Fragen, Lächeln. Schön, wieder hier zu sein. Es ist unser kleines geliebtes "Dorf", in dem fast jeder jeden kennt.

Jeden Abend von halb sieben bis  halb acht wurde der Kindergarten Spielplatz geöffnet und die Kinder konnten kommen und dort spielen.
Es war eine tolle Atmosphäre all die spielenden Kinder, viele, die zum ersten Mal auf einer Schaukel saßen. Da kamen Mütter mit ihren kleinen Kindern und ich fühlte mich fast ein wenig wie auf einem deutschen Spielplatz, nur mit viel mehr Leben hier. Was für ein schöner Ort auch um neue Menschen kennenzulernen, dachte ich. Aber mal sehen, wie es in Zukunft gehandhabt wird mit dem Öffnen.

Ich ging noch eine Runde durch die Straßen. Es dämmerte schon, aber das Leben erwachte gerade noch mal für eine Stunde, bis es dann ganz dunkel wird.
In einem Baum saßen eine ganze Schar von singender Vögel. Ich genoss dieses kleine Konzert. Und fühlte mich zuhause.

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