Mein Jesus, ich lieb dich

von Danny Fröse am 12. November 2017

Heute hatte ich die Aufgabe, ein paar Lieder für den Gottesdienst rauszusuchen. Mit der Gitarre wollte ich mich auf den Tag einstimmen. Bevor ich die albanischen Lieder probte, sang ich einige Lieder aus dem Liederbuch “Seht unser Gott” und da kam ich auch zu einem Lied, dessen Text mich ansprach.

Mein Jesus, ich lieb dich, ich weiß, du bist mein. Ich will dir gehören, nur dir ganz allein. Du bist mein Erretter. Mein Dank sucht dein Ohr. Ich liebe dich heute, wie niemals zuvor.

So lautet die erste Strophe des Liedes. Ich hielt inne und fragte mich ernsthaft: Danny, ist das wahr? Liebst du Jesus und gehörst du nur ihm allein. Willst du ihn heute lieben, wie niemals zuvor?

Ehrlich gesagt, kamen Zweifel in mir auf. Und wieder einmal war ich mit der Frage konfrontiert, die Jesus auch schon dem Petrus stellte. Liebe ich Jesus von Herzen?

Eigentlich will ich das von ganzem Herzen und doch ist da so viel Widerspruch in meinen Gefühlen, meinem Verlangen und meinem Begehren. Ich will Jesus von ganzem Herzen lieben. Er ist es wert, das weiß ich ganz genau. Und ihn vor allem anderen zu lieben würde mich zutiefst zufrieden stellen. Ich würde die größte Freude und Erfüllung finden, in dieser Liebe zu Jesus.

Und trotz allem, bin ich nicht so von Liebe erfüllt, wie ich es mir wünschen würde. Ich weiß, manche sagen: Liebe sei eine Entscheidung. Ich glaube, das habe ich früher auch gesagt, aber so sehr ich mich auch entscheide: Die Liebe wächst nicht und ich verlange nicht nach mehr.

In mir klingen die Verse, die ich schon so oft gehört habe: das große Liebesgebot.

Du sollst den Herrn deinen Gott lieb haben von ganzen Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. (5.Mose 6)

Andere Verse wie dieser jagen mir sogar einen Schrecken ein:

Wenn jemand den HERRN nicht lieb hat, der sei verflucht. (1.Kor 16)

Besser umgehen kann ich mit diesem Vers:

Die Gnade sei mit all denen, die unseren HERRN Jesus Christus lieben in Unvergänglichkeit. (Eph 6,24)

Und besonders viel Ermutigung finde ich in folgenden Versen:

Bisher habt ihr Jesus nicht mit eigenen Augen gesehen, und trotzdem liebt ihr ihn; ihr vertraut ihm, auch wenn ihr ihn vorläufig noch nicht sehen könnt. Daher erfüllt euch ´schon jetzt` eine überwältigende, jubelnde Freude, eine Freude, die die künftige Herrlichkeit widerspiegelt; 1.Petr 1,8

Dies schrieb der Apostel Petrus an eine Gemeinde, die Jesus nur durch die Erzählungen der Apostel kannten. Und obwohl sie Jesus nicht mit ihren Augen gesehen hatten, hatten sie doch eine lobenswerte tiefe Liebe zu Ihm. Und als Folge dieser Liebe waren sie erfüllt von einer überwältigenden, jubelnden Freude.

Mir wird klar. Das was die Christen damals empfanden, ist das was auch ich empfinden kann. Obwohl ich Jesus nicht sehen kann, kann ich ihn doch lieben und eine überwältigende Freude erleben.

Und so fasse ich neuen Mut. Ich nehme mir Jesu mahnende Worte zu Herzen. Er schrieb der Gemeinde in Ephesus, dass sie ihre erste Liebe verlassen hatten und dass sie ihren Zustand bedenken, Buße tun und umkehren sollten.

Ich will nicht zurück zur ersten Liebe, auch wenn die Anfangszeit meiner Beziehung mit Jesus kostbar war. Nein, ich will eine noch viel tiefere, und beständigere Liebe und ich will diese Freude, die die Christen damals hatten. Überwältigt und jubelnd vor Freude will ich an meinen Herrn Jesus denken.

Mein Jesus, ich lieb dich, und ich will dich lieben immer mehr. Mein Jesus ich brauch dich, ohne dich kann ich nicht. Bitte vergib mir, wenn ich dich nicht geliebt habe, wie ich sollte und erwecke du eine Liebe in mir, die niemals vergeht, niemals aufhört und immer tiefer und tiefer wird.

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