Heimweh

von Rahel Fröse am 18. Dezember 2017

Nun ist nicht mal mehr eine Woche bis Weihnachten. Wie die Zeit nur so schnell vergeht. Heute schneit es. Kleine weiße Flocken tanzen zu Boden.
Ich sitze wie jeden Montag morgen nach getaner Hausarbeit am Tisch und nehme mir besonders viel Zeit für Gott. So jedenfalls ist der Plan. Ich will in der Bibel lesen, auf ihn hören, die kommende Woche planen, hören, was er will...

Doch das ist gar nicht so einfach. So viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Was muss ich noch alles tun in dieser Woche? Wie wird die Weihnachtsfeier mit diesen vielen lauten Kindern und ihren Eltern? Wird es gut oder eine Blamage?
Und wie feiern wir Weihnachten? Was kochen wir? Was könnte ich den Kindern noch kleines schenken?

Und dann ist da noch dieses Heimweh. Ich blicke aus dem Fenster, sehe den großen Berg direkt neben unserem Haus, sehe den großen Baum mit den Vögeln darin und ich wünschte mir, zuhause zu sein. Also da zu sein, wo unsere Familien sind. Auch hier ist unser Zuhause, sicher, aber gerade bei diesem Fest, da zieht es mich dieses Jahr mehr denn je innerlich zurück.

Ich möchte mitfeiern. Ich möchte in die Gemeinde gehen. Ich möchte alle meine lieben Freunde treffen, sie umarmen, ihnen frohe Weihnachten wünschen. Ich möchte die schönen Lieder in feierlicher Stimmung singen, die Kerzen und Lichter sehen, die Freude und Vorfreude der Kinder spüren, und mich an meine eigene Kindheit zurückerinnern. Ich möchte etwas besonderes essen, möchte mich hübsch machen, möchte lachen und mich freuen, möchte bei meiner Familie sein.

Wir haben hier unseren wichtigen Auftrag, ich weiß. Dennoch scheint es mir manchmal auch wie eine Last, dass wir die einzigen sind, die Weihnachten feiern. Wenn wir es nicht tun, dann tut es keiner. Und dennoch ist da dieser menschliche Wunsch dort zu sein, wo man so viel Jahre seines Lebens verbracht hat und wo einen die Erinnerungen immer wieder hintragen.

Ich lese in dem Andachtsbuch von Joni Eareckson Tada. Ihre Worte und ihr Gebet berühren mich. Der Vers aus Römer 8,32 spricht laut zu mir und ich will es fest glauben, was da steht:

Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont,
sondern ihn für uns alle hingegeben hat-
Wie wird es uns mit ihm nicht auch alles schenken?

In Jesus ist mir alles geschenkt. Alles was ich brauche, habe ich in ihm! Das ist ein Geheimnis, das ist ein Versprechen, das ist eine Zusage. Das will in mein Herz sprechen und es ruhig machen. Will es trösten und neu ausrichten.

Das Gebet am Ende möchte ich heute zu dem meinen machen:

Lieber Gott, du bist der Vater des Lichts. Alle gute Gabe kommt von dir.
Danke für deine Güte und Großzügigkeit mir gegenüber,
Die du mir auf 10 000 verschiedenen Wegen heute zeigst.
Heute will ich meine Segnungen zählen und
Oft an dich denken und dir Danke sagen.

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