Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde

von Rahel Fröse am 17. September 2020

Seit dem Beginn unserer schweren Zeit hier vor einigen Monaten begleitet uns dieses Bild. Es war zuerst eine Freundin, die uns diesen Eindruck mitteilte und seitdem bekamen wir genau dieses Bild von unterschiedlich Menschen zugesprochen. Es hat uns ermutigt und immer wieder auch Ruhe und Kraft geschenkt. 

Es ist dieser Satz aus dem wohl bekanntesten Psalm 23. 

„Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.“

Ich kann mich noch erinnern, als ich vor vielen vielen Jahren, als ich noch Teeny war und im Kindergottesdienst mitgearbeitet habe, diesen Psalm mit den Kindern genauer betrachtet habe. Wir Mitarbeiter stießen auf diesen Satz und konnten damit irgendwie nicht allzu viel anfangen. Ich weiß noch so genau, wie diese Frage im Raum stand: Was bedeutet das und wie erklären wir das den Kindern?

Jetzt, 20 Jahre später, verstehe ich immer mehr, was es bedeutet. Diese 20 Jahre haben mich geprägt und geschliffen. Aber vor allem haben sie mir gezeigt, dass Gott treu ist und voller Liebe und dass er mich führt und leitet. Und nicht zuletzt, dass er mich inmitten von Kampf (denn das Leben ist Kampf und in dem befinden wir uns, ob wir wollen oder nicht) beschenkt, versorgt, segnet, schützt.

In besonderer Weise tut Gott gerade das alles, wenn die Feinde vor meiner Tür stehen und mich bestürmen wollen. Sie wollen, dass ich angstvoll auf sie blicke, mich gar nicht traue, mich an den Tisch zu setzen, all das gute, das Gott für mich vorbereitet hat gar nicht wahrnehme. Die Feinde wollen mich unruhig machen, ängstlich, sorgenvoll, was denn noch alles kommen wird. Werden sie sich mir nahen, werden sie mir an mein Leben gehen, werden sie mich verschlingen?

Nein. Gott bereitet vor mir einen Tisch. Er deckt den Tisch liebevoll mit allem, was mir gut tut, für Leib, Seele und Geist. Er ist der perfekte Gastgeber. Er bittet mich, Platz zu nehmen, zur Ruhe zu kommen, innezuhalten und auf all das Gute zu blicken, das für mich bereit steht. Die Fülle, alles, was ich brauche. Und das alles im Angesicht meiner Feinde. Sie schauen zu. Aber sie können es nicht verhindern. Ihnen ist Einhalt geboten von dem, der regiert und über allem thront. Sie dürfen nicht an mich ran, dürfen mich nicht stören, können nicht verhindern, dass ich gestärkt und zugerüstet werde zu Kampf. Und ich mich jederzeit und immer wieder an diesen Tisch setzen kann. Was für ein tolles Bild. Was für eine geniale Zusage in turbulenten Zeiten, in denen der Kampf tobt: 

„Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.“

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