Die Wiederentdeckung eines Schatzes - Mein Gebetsheft

von Rahel Fröse am 4. März 2020

Wo ist Gott in unserem Alltagsdschungel?

Wünschst du dir auch manchmal, dass du in deinem ganz normalen Alltag mehr mit Gott verbunden wärest? Du weißt ja, dass er immer da ist, er um dich herum ist, dich jederzeit hört und für dich da ist. Aber der Alltag, der Trubel, das Chaos, das alles hält dich so oft gefangen und deinen Blick nur auf das irdische gerichtet. Deine Gedanken und Gefühle laufen überall hin, nur nicht zu Gott. 

So oft verlaufen wir uns, verirren uns im Alltagsdschungel, wie auch immer der aussehen mag. Da ist oft so wenig Zeit zum Innehalten, zum stille sein und neu ausrichten. Wir laufen und mühen uns ab und so wenig geht unser Blick nach oben, zu der Quelle des Lebens, zu der Quelle aller Weisheit und aller Hilfe. 

Erste Bekanntschaft mit Tageszeitengebeten

Schon seit ich eine Teenagerin war, hatte ich Kontakt zu einer Art Kloster (Christusbruderschaft Selbitz). Ich hatte zwei Freundinnen, die dort Schwestern waren (sie waren natürlich einiges älter als ich). Mich faszinierte das Leben dort. Die festen Strukturen und Abläufe. Und v.a. prägten sich mir die festgelegten Gebetszeiten auf den Tag verteilt, ein. Zu bestimmten Zeiten versammelte man sich, hielt inne, sang Psalmen, betete Gebete, saß in der Stille. Diese Zeiten waren nicht lang. Aber regelmäßig riefen die Glocken zu dieser Zeit der Anbetung Gottes. Ja, zuallererst ist es Anbetung Gottes. Aber ist es nicht so, dass wir unsere tiefste Zufriedenheit und Freude gerade in der Anbetung Gottes finden?

Die Entstehung einer Gewohnheit 

Ich wollte das auch für meinen Tag. Auch, wenn ich nicht in den Mauern eines Klosters lebte. So machte ich mir ein kleines Heft und schrieb Morgen-, Mittag- und Abendgebete für jeden Tag der Woche hinein. Dafür sammelte ich Gebete, die mir bedeutsam und einprägsam waren und die ich schön fand. Manche waren bekannte Gebete von berühmten Menschen, andere waren von Unbekannten. 

Ich weiß noch, wie ich dieses Heft mit in die Schule nahm und mich in der Mittagspause in die Bibliothek setzte und mein Gebet sprach. Es half mir, mich auf Gott auszurichten, mir bewusst zu machen, dass Jesus hier ist mit mir und das er mich gebrauchen will. 

Diese Gewohnheit hielt ich auch in Haiti bei. Diese Gebete, die mich bewegt haben, von Mutter Teresa, Franz von Assisi, Guardini und anderen, die haben mich in meiner Zeit unter sehr armen Menschen geprägt und mir unglaublich geholfen. Sie haben mich ausgerüstet, um loszugehen und Gottes Hände, Füße, Augen und Mund zu sein. 

Die Wiederentdeckung eines Schatzes 

Vor ein paar Tagen hab ich dieses Heft wieder gefunden. Teilweise sind die Seiten gewellt. Wenn ich die Gebete lese, dann berühren sie mein Herz in besonderer Weise, weil ich eine Geschichte mit ihnen habe.

Jetzt bin ich nicht mehr die Schülerin Rahel in der Bibliothek. Nicht mehr die Rachelle, die in Haiti ihren Gott erlebt hat im Dienst an den Armen. 

Jetzt bin ich eine Ehefrau. Eine Mutter von vier Kindern. Jetzt bin ich Rakela in Albanien. Eine Frau, die sich danach sehnt, mehr mit Jesus in Kontakt zu sein. Inne zu halten und stille zu werden, genau in den Momenten, in denen ich überschäumen könnte. Mehr denn je brauche ich diese kurzen Zeiten der Ruhe, mitten in allem Gewusel. 

Ich habe mein Gebetsheftchen in den Händen und will wieder beginnen, diese Gebete am Morgen vor dem aufstehen, am Mittag und am Abend vor dem zu Bett gehen zu beten. Es ist ein Schatz und die Worte der Gebete holen mich innerlich ab und richten mich aus. 

Gerne möchte ich dir einige dieser zusammengestellten Gebete vorstellen. Vielleicht nimmst auch du sie auf in deinen Alltag und lässt sie zu einer Oase inmitten deines Alltages werden. Egal, wo du bist.

In den folgenden Tagen werde ich hier immer wieder mir besonders wichtige Gebete veröffentlichen. Ich  hoffe sehr, dass sie auch zu deinem Herzen sprechen und deinen Blick mehr auf ihn richten!

Photo by Joanna Kosinska on Unsplash

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