Der Ramadan hat begonnen

von Rahel Fröse am 28. April 2020

Seit dem letzten Freitag fasten weltweit wieder Millionen von Muslimen. Der Ramadan, einer der fünf Säulen des Islam, hat begonnen. 

Mir scheint es so, als ob auch in unserer Stadt immer mehr Menschen den Ramadan halten (wie man so schön sagt). Die Moschee im Ort ist weiterhin geöffnet (gegen das Gesetz…) und Menschen gehen hin zum beten. 

Vor ein paar Tagen war ich bei meiner Nachbarin, eine gute Freundin, der ich schon sehr viel von Jesus erzählt habe und die einmal schon sehr nahe dran war, Jesus anzunehmen. Schon im letzten Jahr hat sie gefastet. Warum? Nun, das konnte sie mir auch nicht so genau erklären. Es ist gut und vielleicht erfüllt Gott ihr einen ihrer Wünsche. Dieses Jahr fasten nun auch ihre zwei älteren Mädchen mit. Auch ihre Antwort auf meine Frage, warum sie das machen, war doch eher oberflächlich. Ach, zum Spaß, weil es viele machen. Dann schaute sie wieder in ihr Smartphone.

Ich muss ehrlich sagen, dass in mir schon ein gewisser Ärger aufstieg. Nicht gegen sie natürlich, sondern eher gegen dieses ganze System, das so dermaßen an unserem eigentlichen Problem vorbei driftet. Vielen Menschen hier sind das ganze Jahr über dem Glauben so gleichgültig gegenüber, aber dann kommt der Ramadan und man kann seine Geistlichkeit zeigen. So kommt es mir vor. Aber da ist so wenig wissen über den Glauben, über das, was dahinter steckt, über den Koran etc. es macht mich so traurig und wütend, dass so viele Menschen hier sich in einer falschen Sicherheit wiegen, etwas tun, und doch gar nicht wissen warum.

Diese gute Freundin hatte mir vor einer Weile die Bibel, die ich ihr geschenkt hatte, zurückgegeben. Es war für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Es tat mir so weh. Und diese Nachbarin versucht jetzt ihr Heil im halten des Ramadan zu finden. 

Als ich mich von ihr verabschiedete, da wünschte ich ihr von Herzen, dass Gott ihr in dieser Zeit begegnet und das ich dafür beten würde. 

Und ja, ich glaube, dass Menschen oft in dieser Zeit offener sind für geistliches wie zuvor. Und es ist mein echtes und inniges Gebet, dass sie Jesus begegnet und dass sie nach der Fastenzeit eine Bibel wieder haben möchte!

Betest du mit mir für sie und für die vielen vielen Muslime in dieser Zeit?

Vielleicht helfen dir die täglichen Anliegen der Initiative „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ daran zu denken und dir deinen Blick zu weiten. Hier kannst du für jeden Tag eine spezielle muslimische Gruppe und Gebetsanliegen finden. 

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