Das Gebot zur Freude

von Danny Fröse am 22. November 2019

Heute hörte ich in einer Predigt, wie John Piper über seinen Vater sagte: 2Mein Vater war der freudevollste Mensch, den ich je getroffen habe." Bill Piper ist seit einigen Jahren verstorben, aber diese Aussage brachte mich ins Nachdenken.

Was würde mein Sohn über mich sagen?

Könnte er von seinem Vater sagen, dass er voller Freude ist? Ich meine, ich beanspruche ja nicht, dass ich gleich der Mensch mit der aller größten Freude bin. Aber ehrlich gesagt habe ich meine Zweifel, ob mein Sohn das Wort Freude überhaupt mit mir in Verbindung bringen würde.

Und dann hörte ich noch vor einigen Tagen eine Predigt von John Piper, wo er das Thema Freude an Gott entfaltete und ich war ernsthaft überführt. Ich gebe zu: Ich strebe zur Zeit nicht nach der Freude in Gott, wie ich es sollte.

Dabei ist es doch unsere Pflicht, die uneingeschränkte und ewige Freude an Gott anzustreben. Die Bibel gebietet es uns sogar. Es ist kein Vorschlag, und auch keine Option. Es ist ein Befehl.

Was die Bibel sagt

Psalm 37: 4: „Habe deine Lust am HERRN.“

Psalm 32:11: „Freuet euch des HERRN und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jauchzet, alle ihr Frommen!“

Psalm 67: 4: "Es sollen sich freuen und jubeln die Völkerschaften; denn du wirst die Völker richten in Geradheit, und die Völkerschaften auf der Erde - du wirst sie leiten."

Psalm 100: 1–2: „Jauchzt dem HERRN, alle Welt! Dient dem HERRN mit Freuden! Kommt vor sein Angesicht mit Jubel! “

Philipper 4: 4: „Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! "

Matthäus 5: 11–12: „Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch[3] gegen euch reden werden um meinetwillen. 12 Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren. “

1 Peter 4: 12–13: „Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut! "

Römer 12:12, 15: „In Hoffnung freut euch; in Bedrängnis harrt aus; im Gebet haltet an… Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden! “

Die große Frage ist: Ist das wirklich das, was wir tun sollen, nach Freude streben? Fordert die Bibel nicht viel mehr, dass wir gehorsam sein sollen? Aber dazu würde John Piper sagen, dass das eine, das andere gar nicht aufhebt. Nach Freude streben ist eine Art, Gehorsam zu leben.

Und der andere Einwand ist: Gefühle kann man nicht einfordern. Das ist unmöglich. Wir können Gefühle nicht machen. Wir haben keine unmittelbare Kontrolle über unsere Gefühle oder Neigungen. Sie können also nicht befohlen werden.

Wie Gott Gefühle einfordert

John Piper liefert dann eine Reihe von Forderungen Gottes, in welchen er auf unsere Gefühle abzielt.

Wünsche sind verboten und geboten.

2.Mose 20:17: „Du sollst nicht begehren.“ Begehren ist ein Wunsch, den wir nicht haben sollten. Und Gott sagt: "Hör auf, dieses Gefühl zu haben - dieses Verlangen."

1.Petrus 2: 2: „seid wie neugeborene Kinder, begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch.“

Zufriedenheit ist geboten.

Hebräer 13: 5: „Sei zufrieden mit dem, was du hast.“ Zufriedenheit ist ein Gefühl. Es ist befohlen.

Ernsthafte, von Herzen kommende Liebe wird geboten.

1.Petrus 1:22: „Liebt einander anhaltend, aus reinem Herzen!“ Ernsthaft und von Herzen zu lieben ist ein Gefühl.

Hoffnung ist geboten.

Psalm 42: 5: "Hoffe auf Gott."

1.Petrus 1:13: „setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.“

Furcht ist geboten.

Lukas 12: 5: „Fürchtet den, der, nachdem er getötet hat, Macht hat, in die Hölle zu werfen.“

Friede ist geboten.

Kolosser 3:15: „Und der Friede Christi, [...] regiere in euren Herzen; “

Eifer ist geboten.

Römer 12:11: „Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.“

Trauer ist geboten.

Römer 12,15: „Weint mit den Weinenden.“ (siehe auch Jakobus 4,9).

Freundlichkeit ist geboten.

Epheser 4,32: „Geht vielmehr freundlich miteinander um, seid mitfühlend und vergebt einander“

Dankbarkeit ist geboten

Kolosser 3:15: „Seid dankbar.“

Piper sagt dann abschließend: Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn Gott uns befiehlt, dass wir uns an ihm erfreuen sollen. Er hat das Recht, alles zu befehlen, was wir tun sollen, unabhängig davon, ob wir die moralische Fähigkeit dazu haben oder nicht.

Und gerade deswegen bin ich auch so angesprochen. Wenn Gott das von mir fordert, dann will ich doch von ganzem Herzen auch so leben.

Ja, ich will diese echte, tiefgehende, überfließende Freude an Gott erleben und ich will, dass andere Menschen mich als einen Menschen voller Freude beschreiben.

Ich empfehle dir die ganze Predigt mal anzuschauen. Der Punkt, den ich hier oben ausgeführt habe, ist nur eine von 7 Gründen, warum wir uns freuen sollen.

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