Das evangelistische Herz von Paulus und wie es mir dabei geht

von Danny Fröse am 21. November 2017

Ich habe die herrlichste Aufgabe, die ein Mensch auf dieser Erde nur haben kann. Ich bin beauftragt, das Geheimnis Gottes zu verkünden. Das ist das wunderbare Handeln Gottes, in welchem er seinen Sohn auf die Erde sendet, der für uns stirbt und aufersteht. Diese Botschaft ist die beste Botschaft der Welt. Deswegen nennt man es auch das Evangelium.

Vor mir hatten schon andere diesen wunderbaren Auftrag, das Evangelium zu den Menschen zu bringen. Allen voran war es der Apostel Paulus, den Gott mit diesem Auftrag ausgestattet hatte.

Wenn ich darüber vertieft nachdenke, sprengt es eigentlich meine Vorstellungskraft. Ist es wirklich so, dass ich in der Linie von Paulus, den anderen Aposteln und Männern und Frauen der Kirchen und Missionsgeschichte stehe?

Mir ist die gleiche kostbare Botschaft anvertraut worden und ich habe den gleichen Auftrag, diese Botschaft nun den Menschen zu verkünden. Kleine Randbemerkung: Du bist als Nachfolger Jesu genauso mit hinein genommen. Es ist nicht wichtig, wo du lebst und welchen Beruf du hast. Am Ende gilt das gleiche auch für dich.

Ich staune über diese Verantwortung, die ich habe und hin und wieder erschrecke ich mich, weil mir so viel fehlt von dem, was Paulus mir vorgelebt hat. Ich weiß nicht, wie es dir dabei geht, aber ich fühle mich richtig herausgefordert und in Frage gestellt, wenn ich die Haltung des Paulus mit meiner vergleiche.

In den Briefen des Paulus können wir seine Herzenshaltung erkennen. An verschiedenen Stellen schreibt er über seine Einstellung zur Botschaft des Evangeliums und den Menschen, die Jesus nicht kennen.

Ich habe 5 verschiedene Aspekte entdeckt, die ich zum Maßstab machen will, um meine Einstellung zu hinterfragen, und vielleicht kann ich auch dich dafür gewinnen, dich selbst zu hinterfragen.

1. Paulus predigt alleine Christus, den Gekreuzigten

Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten. 1.Kor 2,2

Natürlich hatte Paulus ein besonderes Berufungserlebnis, das ihn heraushebt aus allen anderen. Doch das ändert nichts daran, dass wir uns inspirieren lassen können von ihm. Paulus hatte nur ein Anliegen. Er wollte den Menschen Jesus bringen. Nicht irgendeinen Jesus, sondern Jesus, als den Sohn Gottes, der an einem Kreuz für Sünder starb und auferstand.

An dieser Ausrichtung sollte sich jeder Prediger des Wortes orientieren, aber auch jeder einfache Christ sollte sich fragen, was er den Menschen weitergibt, worauf das Hauptaugenmerk liegt.

Ich will mich herausfordern lassen, den Menschen Jesus als Retter zu bringen. Nur in der Verkündigung des gekreuzigten Christus liegt die Kraft zur wahren Veränderung.

2. Paulus kann nicht anders, als das Evangelium zu predigen

Denn dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! 1.Kor 9,16

Ist das nicht bemerkenswert? Paulus fühlt einen regelrechten Zwang, das Evangelium weiterzugeben. Er will dafür keinen Ruhm. Weil er nicht anders kann, gibt es keinen Grund, darauf stolz zu sein. In Paulus wirkt eine Kraft, die ihn antreibt, das Evangelium weiter zu geben. Und er fühlt sich dieser Aufgabe so sehr verpflichtet, dass alles andere als eine Weitergabe des Evangeliums zu verachten wäre.

Wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen: Ich empfinde diesen Zwang nicht. Zumindest nicht im Alltag, im Leben mit den Menschen. Ich wünschte mir noch so viel mehr von dieser Unmöglichkeit, das Evangelium nicht mit anderen zu teilen.

3. Paulus leidet unter der Verlorenheit seiner Mitmenschen

Ich habe große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen. Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder. Römer 9

Liebe Brüder, meines Herzens Wunsch ist und ich flehe auch zu Gott für sie, dass sie gerettet werden. Römer 10,1

Hier sehen wir die ganze Retterliebe des Paulus, der selbst bereit wäre verloren zu gehen, damit andere gerettet werden. Paulus litt an der Verlorenheit seiner Mitmenschen. Hier vor allem der Juden. Und dieser Schmerz trieb ihn ins Gebet. Paulus betete inständig für die Errettung der Juden.

Ich dagegen weiß auch, wohin Menschen gehen, die Jesus nicht kennen. Wenn ich es mir manchmal bewusst mache, dann erschaudere ich vor dem Gedanken. Mein Nachbar geht für immer verloren, wenn er Jesus nicht kennt. Aber große Traurigkeit empfinde ich viel zu selten darüber und zu Gott flehen um die Errettung meines Nachbarn tue ich auch viel zu wenig.

4. Paulus tut alles dafür, damit Menschen gerettet werden

Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette. Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben. 1.Kor 9,22b.23

Paulus ist bereit jeden Weg zu gehen, damit Menschen gerettet werden. Paulus erniedrigte sich, er nahm Leiden und Verfolgung in Kauf, er wurde verspottet, verachtet und am Ende starb er sogar. Und das alles nur, damit Menschen gerettet werden.

Ich habe mich auf ein Leben in Albanien eingelassen, um genau diesem Beispiel zu folgen. Und doch muss ich dies für mich immer wieder neu beantworten. Wieviel Einsatz bringe ich, damit Menschen gerettet werden?

5. Paulus teilt sein Leben, damit Menschen gerettet werden

Wie eine Mutter ihre Kinder pflegt, so hatten wir Herzenslust an euch und waren bereit, euch nicht allein am Evangelium Gottes teilzugeben, sondern auch an unserm Leben; denn wir hatten euch lieb gewonnen. Ihr erinnert euch doch, liebe Brüder, an unsre Arbeit und unsre Mühe; Tag und Nacht arbeiteten wir, um niemand unter euch zur Last zu fallen, und predigten unter euch das Evangelium Gottes. 1.Thess 2

Dieser Punkt entfaltet den vorigen noch ein wenig klarer und zeigt auf, wie diese Einstellung, alles zu tun, tatsächlich von Paulus gelebt wurde.
Paulus gab den Gläubigen Einblick in sein Leben, er teilte es mit ihnen, weil er sie liebgewonnen hatte. Um keine Barrieren aufzurichten, ging Paulus noch einer eigenen Arbeit nach, damit er den Gläubigen nicht zur Last fiel.

Ich muss mich fragen: Wie sehr habe ich die Menschen hier in Krume lieb? Wie sehr haben sie Einblick in mein Leben? Unsere Kultur hier ist besonders, in der Weise, dass hier wenig Leben geteilt wird. Ich möchte Gott dennoch fragen, wie ich in meinen Möglichkeiten mehr Einsatz bringen kann, damit Menschen gerettet werden.

Abschließend bleibt mir zu sagen: Wenn ich mich mit Paulus vergleiche, dann erkenne ich wieviel mir fehlt. Sein Herz war weit. Er schaute nur auf das, was den anderen dient. Ich schaue viel zu oft auf mich.

Was mir Hoffnung macht sind folgende drei Dinge:

Es ist der gleiche HERR, dem ich diene.

Es ist die gleiche Botschaft, die ich verkündige.

Und es ist der gleiche Heilige Geist, der in mir lebt.

Und so will ich mich aufmachen, ermutigt und herausgefordert, will ich zu den verlorenen Menschen gehen und ihnen das Evangelium von Jesus bringen.

Und ich mache dir Mut, es ebenso zu tun, genau dort, wo du gerade lebst.

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