photo credit: conorwithonen

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Der Trip nach Albanien, den wir vor 2 Wochen absolvierten hinterließ in mir einen bleibenden Eindruck.

Vor allem wenn ich daran dachte, dass ich mal unter solchen Bedinungen leben sollte.

Vieles an den Lebensumständen war für mich sehr ungewöhnlich und fremd. Andere Dinge machten mir sogar Angst.

Der hohe Preis

Ich erkannte, dass es mich einen hohen Preis kosten würde, in diese Stadt zu ziehen um dort Jesus bekannt zu machen.

Und die Frage, die mich mehr und mehr beschäftigte war:

Bin ich bereit diesen Preis zu bezahlen? Will ich wirklich dieses Risiko in Kauf nehmen?

Eine innere Stimme sagte mir: Ich könnte es so viel angenehmer haben, wenn ich in Deutschland bliebe. Ich müsste auf nichts verzichten. Die ärztliche Versorgung für mich und meine Kinder wäre kein Problem. Die Wohnungs und Lebenssituation wäre vorhersehbar. Ich könnte alle Sicherheiten behalten.

Und so trug ich mich mit diesen Gedanken. Am Morgen des letzten Tages sprach Gott zu mir durch sein Wort, und spendete mir Trost.

Als wir dann im Flugzeug saßen, fing ich an ein kurzes Buch zu lesen. Dieses hatte ich mir kostenlos als Pdf heruntergeladen. Es war das Buch Risk is Right von John Piper.

Jesus ist es wert

Schon das Vorwort von David Platt traf mich mitten ins Herz.

Während ich mich noch fragte, wie wichtig mir all die Dinge sind, die ich aufgeben müsste, las ich dort, dass ich mich auch dazu entscheiden könnte, dass Jesus mehr wert ist, als all die Dinge.

Mir wurde klar, dass er mich geschaffen und gerettet und zu etwas gerufen hat, das viel größer ist als irgendetwas, was diese Welt mir bieten kann.

Ich kann mich selbst, meine Hoffnungen, Träume, Pläne und Prioritäten verleugnen, weil ich daran glaube, dass Jesus mir einen Lohn bereiten wird. Dieser Lohn rechtfertigt jedes Risiko um ein vielfaches.

Wenn Jesus mich in seine Nachfolge ruft und wenn er von mir fordert diesen Preis zu zahlen, dann bin ich herausgefordert darauf zu antworten.

Ist Jesus es mir wert oder wähle ich doch lieber das angenehme, sichere Leben in Deutschland?

Ich glaube, dass Jesus es wert ist, den hohen Preis zu zahlen.

Unsere Bestimmung

Wir müssen vor allem verstehen, worum es im christlichen Leben eigentlich geht.

Viel zu oft habe ich mich von den Lügen der christlichen Kultur gefangen nehmen lassen, die mir sagen:

Es geht um dich und um deine Bedürfnisse.

Die Wahrheit stattdessen ist: Ich bin dazu da um Jesus, im Leben und Sterben groß zu machen. So zumindest brachte es der Apostel Paulus zum Ausdruck, als er in Philipper 1,20-21 sagte:

Ja, es ist meine sehnliche Erwartung und meine feste Hoffnung, [...] dass die Größe Christi bei allem sichtbar wird, was mit mir geschieht, ob ich nun am Leben bleibe oder sterbe.  Denn der Inhalt meines Lebens ist Christus, und ´deshalb` ist Sterben für mich ein Gewinn.

Paulus hatte nur einen Auftrag, Jesus zu verherrlichen und ihn groß machen. Das war der Sinn seines Lebens und genauso ist es der Sinn unseres Lebens.

Die große Frage, die ich mir und jeder Nachfolger Jesu sich dann stellen muss, ist:

Wie können wir Jesus am allermeisten verherrlichen?

Die Antwort ist: In dem wir bereit sind Risiken in Kauf zu nehmen.

Warum das Risiko?

Aber in wie weit wird Jesus groß gemacht, wenn wir bereit sind Risiken in Kauf zu nehmen?

Was ist überhaupt Risiko? 

Piper schreibt: Ich definiere Risiko vereinfacht als eine Tat, in welcher wir uns der Wahrscheinlichkeit aussetzen irgendeinen Verlust oder Schaden zu erleiden. Wenn du Risiko in Kauf nimmst kannst du Geld, dein Gesicht, deine Gesundheit und sogar dein Leben verlieren. 

Wir machen Jesus groß, in dem wir bereit sind Risiken in Kauf zu nehmen, weil wir dadurch zum Ausdruck bringen, dass Jesus es wert ist, dass wir diesen Schaden oder Verlust erleiden.

Wir wissen nicht was passieren wird. Das ist ja das Risiko. Aber wir sind bereit für den Namen Jesu den Preis zu zahlen.

Piper sagt: Es kostet einen Preis Jesus nachzufolgen. Das Risiko ist überall. Aber genau dieses Risiko ist das Mittel durch das Jesus am meisten verherrlicht wird. 

Ich bin bereit, das Risiko für mich und meine Gesundheit, und für meine Familie in Kauf zu nehmen. Ich möchte verantwortungsvoll und mit Bedacht diesen Weg gehen.

Vielleicht mögen manche am Ende sagen, ach, hätte er's doch nicht gemacht.  Aber ich glaube, es ist richtig aus Liebe zu Jesus die Entscheidung zu treffen. Ich glaube die größere Sünde liegt darin, sich gegen das Risiko zu entscheiden als womöglich die falsche Entscheidung getroffen zu haben.

 

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