Bilder von unserem letzten Einsatz wie aus einer anderen Zeit

Kannst du dich noch an die Zeit erinnern, in der Fotos mit Filmkameras gemacht wurden? Das waren Kameras in die man einen Film einlegen musste. Mit diesen Filmen konnte man dann 24 oder 36 Fotos machen. Diese Art Fotos zu machen war für viele Jahrzehnte die einzige Methode das Leben in Bildern festzuhalten. Es gab nichts anderes. Es war normal Filme zu kaufen, diese vorsichtig einzulegen, weiterzuspulen und am Ende zu entwickeln. Ob was aus den Fotos geworden war, das konnte man erst am Ende sehen. Es war eine andere Zeit, aber diese ist ehrlich gesagt noch gar nicht so lange her.

Vor zwei Wochen hatten wir ein Einsatzteam aus Zwickau da. Einer der Teilnehmer, Max, hatte solch eine analoge Kamera, die berühmte Leica M6, mit einer entsprechenden Auswahl von verschiedenen Filmen dabei.

Max hat die Bilder von dem Einsatz digitalisiert und mir zur Verfügung gestellt. Damit du einen Eindruck davon bekommst, wie Bilder aussahen, die mit einer analogen Filmkamera gemacht wurden, habe ich eine Auswahl erstellt. Natürlich liefern die Bilder auch einen Einblick in das Leben hier in Albanien und den Einsatz selbst. 

 

Du ziehst mich immer noch zu dir

Vor einer Woche war ich echt am Ende. Ich hatte eine ziemlich stressige Zeit hinter mir. Mir ging es nicht gut, sowohl geistlich, als auch emotional. Irgendwie war ich einfach traurig. Ich war antriebslos und ich fühlte mich weit weg von Gott. Meine Beziehung zu Gott war, um es direkt zu sagen, am Tiefpunkt. 

Ehrlich gesagt hatte ich sogar Sorgen, dass ich mich in einen Zustand verrannt hatte, aus dem ich nicht so schnell rauskommen würde. Drohende Worte wie Burnout oder Erschöpfungsdepression kamen in meinem Kopf auf.

Doch meine Traurigkeit, die mich von einer Woche noch lähmte, ist verflogen. Meine Gottesferne, die ich als sehr bedrückend empfand, ist gewichen. Gott hat mich in seiner Güte wieder zu sich gezogen.

Wie sehr ich mich auch verdammt hätte. Wie schuldig ich mich doch fühlte für meine Untreue, Gleichgültigkeit und mangelnde Liebe zu Gott. Mein treuer Gott hat mich überwältigt mit seiner unwiderstehlichen Gnade. Er hat sich mir zugewandt und mir gezeigt, um was es wirklich geht.

Ein Lied von Audrey Assad "I`m still drawn to you" beschreibt sehr gut, was ich empfinde. Darin beschreibt die Sängerin eine Situation ähnlich der meinen. Doch in mitten des Verlusts und der Traurigkeit steht das Bekenntnis. "Nach allem was ich hatte, nach allem was ich verlor, Herr, ich weiß das eine ist wahr: Du ziehst mich immer noch zu dir." 

Vielleicht brauchst auch du diese Botschaft, dass Gott für dich da ist und dich zu sich zieht, egal wo du gerade geistlich stehst. 

[Verse 1]
All my devotion is like sinking sand
I've nothing to cling to but Your sweet hand
No clear emotions keeping me safe at night
Only Your presence, like a candle light

[Chorus 1]
After everything I've had
After everything I've lost
Lord, I know this much is true
I'm still drawn to You

[Verse 2]
I pour out my sorrows just like a precious oil
I kiss Your feet, Lord, with a holy joy
My tears an offering of my highest praise!
Your eyes say "Welcome," and I receive Your gaze

[Chorus 2]
'Cause after everything I've had
And after everything I've lost
Lord, I know this much is true
I'm still drawn to You!
After everything's been said
After everything love costs
Lord, I know this much is true
I'm still drawn to You

[Outro]
Lord, I know this much is true
I'm still drawn to You!

Mein 2-jähriges - Bin ich wirklich glücklich hier?

Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von unserer Teamkollegin Alexanda. Wir waren echt bewegt von ihren Gedanken und wollten sie gerne mit euch teilen. Sie schreibt über ihr Leben in diesem Blog.

In den letzten Wochen hatten wir viel Besuch aus Deutschland. Ein Gebetsteam aus meiner Gemeinde, eine Familie, meine Eltern, die Eltern meiner Kollegin, ein Hilfs-Transport mit einem Team…und wir haben viel geredet, über das Leben hier, die Kultur, was Gott hier tut, unsere Arbeit, und vieles mehr. Dabei habe ich gemerkt, wie dankbar ich bin hier zu sein. Dass es natürlich auch sehr herausfordernd ist. Aber dass es sich genau richtig anfühlt.

Ich habe vor kurzem nochmal ein Zitat von Katie Davis gelesen, das mir so aus der Seele spricht. Sie ist eine junge Frau (Jahrgang 1989) aus den USA, die ihr komfortables Leben mit allen Möglichkeiten in der Heimat aufgegeben hat, um Gott und Menschen in Uganda zu dienen. Ohne ein Studium beendet zu haben lebt sie jetzt dort und hat 13 Waisenkinder adoptiert. In ihrem Buch „Leben für Ugandas Kinder“ beschreibt sie ganz ehrlich was sie denkt und fühlt:

„Wisst ihr, was ich mir manchmal wünsche? Ich würde gerne shoppen gehen und mir ein paar wahnsinnig teure Schuhe kaufen. Oder mit meinen Freundinnen klönen, während wir gemeinsam eine ganze Packung von unserem Lieblingseis verdrücken. Ich würde gerne mal wieder eine dieser banalen Fernsehserien anschauen oder mit meinem Freund kuscheln. Manchmal würde ich nichts lieber tun, als in mein cooles Cabrio zu steigen, zum nächsten Supermarkt zu fahren und einfach alles zu kaufen, worauf ich gerade Lust habe. Ich würde gerne mit meiner Familie zusammenleben, anstatt morgens alleine aufzuwachen. (…) Im Grunde möchte ich ein ganz normales Leben führen. Ehrlich.

Aber…

Wisst ihr, was ich mir noch mehr wünsche? Und zwar nicht nur manchmal, sondern IMMER? Ich möchte an jedem einzelnen Tag meines Lebens innerlich ausgefüllt sein. Ich möchte von 100 Kindern umarmt und geliebt werden und keinen einzigen Tag mehr erleben, an dem ich nicht aus vollem Hals lachen kann. Ich möchte morgens von einem krähenden Hahn und meinen zwei afrikanischen Hunden geweckt werden und von meinem Fenster aus den Nil sehen können. Ich möchte immer wieder herausgefordert werden und ständig Neues dazulernen. Von denen, die ich unterrichte, will ich lernen, und ich möchte den Menschen, die vielleicht nie davon erfahren würden, von Gottes Liebe weiter erzählen. (…) Was ich tue, soll diese Welt verändern, und ich will dem Ruf folgen, den ich tief in meinem Herzen gespürt habe. Ich will mein Leben verschenken, indem ich Gott in jeder einzelnen Sekunde und mit jedem Atemzug diene.“

Wisst ihr, was ich, Alex, mir manchmal wünsche?

Ich würde gerne mit meinen zwei Neffen ins Trampolino gehen, sie jeden Tag in den Arm nehmen und ihnen sagen, wie lieb ich sie habe. Oder mit meiner Schwester gemütlich im Garten in der Sonne sitzen und gute Gespräche führen. Ich würde mit meinen Freundinnen lecker Kaffee trinken gehen und Leute beobachten. Oder eine interessante Fortbildung in meinem Beruf machen. Manchmal würde ich einfach gerne mal wieder feiern und abtanzen gehen. Oder um den Unterbachersee joggen. Ich würde gerne meine Freunde in Peru besuchen und danach endlich eine Weltreise machen. Und  wie sehr würde ich mir wünschen sonntags im Gottesdienst in meiner Gemeinde zu sein, den Lobpreis, die Predigt und Jesus Gegenwart zu geniessen.

Aber…

Ich wünsche mir, dass ich jeden Abend ins Bett gehen kann mit einem Herzen das erfüllt, glücklich und voller Frieden ist. Ich wünsche mir, dass ich für viele Menschen ein Hoffnungs- und Freundenbringer sein kann, weil ich ihnen von Jesus Liebe erzähle. Dafür möchte ich an Orte und zu Menschen gehen, die von anderen vergessen wurden und werden. Dass ich ihnen vielleicht zum ersten Mal von Jesus, der sie liebt, erzählen kann. Ich möchte jeden Tag leckeres Obst und Gemüse direkt vom Feld oder Garten genießen und mit Frauen, die ich auf der Straße treffe oder kennen lerne spontan Kaffee trinken gehen.

Ich möchte nicht in Luxus und Sicherheit leben und dabei mit der Zeit vergessen, dass mein Leben in Gottes Hand liegt und ich von ihm abhängig bin. Ich wünsche mir, dass Menschen, die medizinisch so schlecht versorgt sind, erleben, wie Gott sie heilt. Ich wünsche mir, dass ich Menschen, die depressiv, traurig und hoffnungslos sind ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Ich möchte erleben, wie Gott eingreift und wirkt, wenn ich am Ende bin. Dass er mir Liebe gibt für Menschen, die von vielen nicht geliebt werden. Ich will jeden Tag meines Lebens mit Sinn leben. Für Gott und für meinen Nächsten. Ich möchte mit meinem Leben den ehren, der mir wirkliches Leben geschenkt hat.

Volle Wochen liegen hinter uns, Trennung liegt vor us

Wahrscheinlich wirst du es dir schon gedacht haben, aber an dieser Stelle wollte ich es nochmal sagen. Die letzten Wochen waren sehr voll bei uns. Wir hatten verschiedene Leute zu Besuch, ich hatte verschiedene praktische Projekte umzusetzen und letzte Woche kam ein Hilfstransport in unsere Stadt. 

Immer wieder kam mir der Gedanke, dass wir doch wieder mal was schreiben müssten auf unserem Blog. Doch trotz allem Willen, fehlte dann am Ende des Tages die Kraft und die Inspiration, um hier mal was zu veröffentlichen.

Danke, dass du Verständnis dafür hast. Wir haben die letzten Wochen am Rande unserer Kräfte gearbeitet. Rahel hat sich tapfer geschlagen mit ihrer Schwangerschaft und drei lebendigen Kindern, und vielen anderen Aufgaben, die sie immer wieder mit Zuversicht angepackt hat. Ich musste mit meiner Erschöpfung immer wieder meine eigenen Grenzen anerkennen. 

Als letzten Freitag der Hilfstransport und das Einsatzteam abreisten, atmeten wir auf. Wir haben mit Erfolg sehr volle Wochen bewältigt. Ich denke, wir konnten den vielen Besuchern hier vor Ort ein Segen sein, in dem wir uns mit Liebe und Leidenschaft um sie gekümmert haben. 

Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt. Morgen fliegt Rahel mit unserer kleinen Tochter nach Deutschland. Weil sie in der Spätschwangerschaft nicht mehr fliegen kann, wird sie morgen 4 Wochen vor der Geburt nach Deutschland gehen. Ich bleibe mit den beiden Großen noch zwei Wochen länger in Albanien.

Für mich stehen noch einige Aufgaben an. Einige Projekte müssen abgeschlossen werden und 15 kbm Winterholz will ich auf jeden Fall besorgen. Vor allem aber will ich mir nach den vielen vollen Wochen wieder Zeit nehmen, um für die Männer der Stadt da zu sein, um sie zu lieben und ihnen mehr von Jesus zu erzählen.

Danke, wenn du für uns betest in dieser Zeit der Trennung. Ich mit zwei Kindern allein. Rahel schwanger mit einem Kind. Wir brauchen beide Gebet, um die nächsten Wochen mit Freude durchzustehen. 

Überwältigt von der Hilfsbereitschaft unserer Freunde

Genau von einer Woche haben wir eine Email mit der Bitte um Hilfe für Lorena, ein 13- jähriges Mädchen, verschickt. Wegen einer Hüftdysplasie brauchte sie unbedingt eine Op, damit ihr der Stahlstift aus der Hüfte entfernt werden kann, der ihr vor einigen Jahren eingesetzt worden war. Wir schrieben davon auch in diesem Artikel

Die Reaktionen auf unsere Email waren überwältigend. Binnen Stunden hatten wir den Betrag auf unserem Konto. Es kamen sogar Überweisungen über Nacht auf unserem Konto an, die wir so gar nicht für möglich gehalten haben. 

Von 400 Leuten, die unsere Email lasen, haben sich über 40 bewegen lassen mit einer Spende mitzuhelfen. 

Das hatten wir bei weitem nicht erwartet. Selbst als wir am darauf folgenden Tag in einer weiteren Email schrieben, dass der Betrag eingegangen war, erhielten wir weitere Geldbeträge zugesandt. 

Für uns war die Geschichte von Lorena nur eine von unzähligen Leidensgeschichten, die uns die Menschen tagtäglich erzählen. Doch für unsere Freunde in Deutschland war es eine besondere, eine einmalige Geschichte. Die Not, die wir jeden Tag sehen, sahen die Menschen in einer Email kurz aufblitzen. Doch es hat gereicht um eine ungeahnte Welle der Hilfsbereitschaft auszulösen.

Ich schreibe diese Zeilen vom Flughafen in Wien, wo wir für einen Zwischenstop auf dem Weg nach Düsseldorf warten müssen. In der Jamie-Oliver-Restaurant-Lounge um die Ecke sitzen allerlei Menschen, die sich eine Pizza für 15 Euro leisten können. Es sind reiche Menschen, die wahrscheinlich nichts wissen von dem Leben und dem Leiden der Menschen, die nur zwei Flugstunden entfernt leben.

Wir kennen die Kluft zwischen dem Wohlstand und Reichtum der Menschen im "reichen" Westen und der Armut und Not in ärmeren Ländern. Doch den allermeisten Menschen bleibt die Not verborgen. Sie sehen sie nicht und hören nichts davon.

Letzten Mittwoch schrieben wir in einfachen Worten und ohne viel zu Erwarten von der Not einer Familie. Doch es reichte aus um etwas zu bewegen. Es war wie letzten Freitag, als wir in Albanien nach tagelanger Hitze den Regen erwarteten. Der Regen kam und er kam mächtig und in Strömen.

Noch immer staunen wir über den Segen und sind dankbar für jeden einzelnen Menschen, der sich hingesetzt hat um eine Überweisung zu tätigen. 

Hilfe für Lorena

Gestern waren wir wegen einem Bluttest im lokalen Krankenhaus und wir haben mal wieder feststellen müssen, wie reich gesegnet wir in Deutschland mit einem gut funktionierenden Gesundheitssystem sind. (Ja, es gibt auch dort viele Mängel und einen großen Pflegenotstand, aber im Vergleich zu den Zuständen in Albanien, sind die Verhältnisse in Deutschland ausgezeichnet.)

Wir wünschten, wir könnten dir mal einen kleinen Einblick in ein Krankenhaus hier in Albanien liefern, damit du siehst, unter welchen Umständen die kranken Menschen hier Linderung und Heilung suchen. Und damit du ein klein wenig mehr dankbar bist für die gute Gesundheitsversorgung in Deutschland.

So erging es auch letzte Woche Avni und seiner Tochter Lorena. Sie wurde vor 13 Jahren mit einer Hüftdysplasie geboren. Diese wurde nicht rechtzeitig behandelt, so dass es zu Folgeschäden kam. Damit Lorena mit ihren Hüftproblemen in eine Schule gehen konnte, zog Vater Avni mit seiner Familie (5 Kinder) vom Dorf in unsere Stadt.

Seit ihrem 7. Lebensjahr wurde Lena mehrmals in staatlichen Krankenhäusern operiert, aber die Operationen waren ohne sichtbaren Erfolg.

Deshalb nahm der Vater zu guter letzt 2000 Euro Schulden auf, um die Hüftoperation an einer Privatklinik zu bezahlen. Ihm wurde versichert, dass darin alle Kosten enthalten sind, auch die Kosten der Stahlstiftentfernung. Diese OP vor 3 Jahren erzielte endlich den erwünschten Erfolg.

Doch als er jetzt ins Krankenhaus ging, um den Stahlstift aus der Hüfte entfernen zu lassen, teilte ihm der Arzt mit, dass er nochmal 700 Euro auf den Tisch legen müsse, um diese Behandlung zu bekommen. 

Wir wissen nicht, ob Arni nicht richtig informiert wurde, oder ob er sogar betrogen wird, indem man die erneuten Behandlungskosten einfordert. Eins wissen wir: Der Arzt im staatlichen Krankenhaus verweigert die Operation, weil es in Albanien ein ungeschriebenes Gesetz ist, dass derjenige, der das Metall eingebaut hat, es auch rausholen muss. Deshalb gibt es keine andere Möglichkeit.

Wer ist die Leidtragende bei dem Ganzen? Lorena. Sie hat immer größere Schmerzen, weil der Stift schon lange hätte rausgeholt werden müssen und sie weiter wächst. 

Ich versprach dem Vater, dass ich prüfen will, inwieweit wir ihm helfen können. Und jetzt ist meine Frage an dich: 

Willst du uns helfen, die Op-Kosten von 700 Euro für Lorena zu finanzieren? 

Solch eine Anfrage versenden wir in dieser Weise zum ersten Mal. Und wir möchten mit solcher Art von Hilfsangeboten auch vorsichtig sein. Wir fühlen uns dennoch gedrängt, dieser Familie in Not ganz praktisch zu helfen. 

Möchtest du mitmachen? Jeder Betrag ist eine Hilfe für die Familie, die den fehlenden Betrag dann selbst ausgleichen muss. 

Falls du  dich mit einem Betrag an der Hilfe für diese Familie beteiligen willst, dann sende deine Spende an unser Privatkonto mit dem Betreff "für Lorena". So können wir das Geld unkompliziert an den Vater weitergeben, damit schnellstmöglich die Operation durchgeführt werden kann. 

Die Daten sind: 

Empfänger: Danny Fröse
Bank: DKB
IBAN: DE72 1203 0000 1011 3018 25
BIC: BYLADEM1001

Falls du mitmachen willst, bedanken wir uns schonmal herzlich für dein Mitgefühl und die Hilfe. Gott segne dich.

Wie du einen geistlichen Durchbruch erlebst

Was wünscht du dir für dein geistliches Leben? Geht es dir vielleicht so wie mir? Gibt es eine gewisse Unzufriedenheit in deinem Leben, weil du merkst, dass das, was du mit Jesus erlebst, nicht alles sein kann? Da muss es doch mehr Freude, mehr Heiligkeit und mehr Gottesnähe geben.

Ähnlich erging es auch dem großen China-Missionar Hudson Taylor. Trotz eines jahrelangen Dienstes in der Mission war er in seinem Glaubensleben noch nicht an dem Punkt angekommen, der für ihn tiefste Erfüllung bedeutete.

Im folgenden schildere ich, wie Hudson Taylor einen geistlichen Durchbruch erlebte (entnommen aus dem Buch "Das geistliche Geheimnis Hudson Taylors").

Der Wunsch Gott mehr zur erleben

John McCarthy war ein Mann, mit dem Hudson Taylor im Briefkontakt stand. Diesem schilderte Taylor von seinen geistlichen Kämpfen. McCarthy schrieb darauf hin zurück:

"Ich wünschte, ich könnte jetzt mit Ihnen über den Weg zur Heiligung reden! Seit Sie mit mir darüber gesprochen haben, hat dieses Thema mich ganz und gar eingenommen. Nicht, weil ich so etwas gelesen hätte …. sondern aus dem Bewusstsein des Versagens, des ständigen Zukurzkommens dessen, was ich meinte, erreichen zu müssen, eine innere Unruhe, das ständige Bestreben, irgendeinen Weg zu finden, durch den man ständige Gemeinschaft mit Gott haben konnte, diese Verbindung, die manches Mal so real, doch manches Mal so gänzlich unvorstellbar, ja so weit weg war!…

Ehrlich gesagt finde ich mich wieder in dieser Beschreibung. Ich suche auch nach einem Weg und eine innere Unruhe herrscht in mir. Doch achten wir darauf wie McCarthy diesen Streben bewertet:

"Wissen Sie, ich meine jetzt, dass dieses Streben, Verlangen und Hoffen auf bessere Tage nicht der wahre Weg zu Heiligung, zum glücklich sein oder zu Brauchbarkeit ist. Er ist zweifellos besser, weit besser, als mit schlechten Ergebnissen zufrieden zu sein, aber bei weiteem nicht der beste Weg."

Für McCarthy stand fest, dass es einen anderen Weg geben muss, um mehr mit Gott zu erleben. Mehr in der Heiligung zu leben und mehr Freude zu empfinden.

Der Weg der Heiligung

Ein Brief an Taylor enthält dann eine Beschreibung, wie Heiligung tatsächlich stattfindet.

Der Abschnitt eines Buches mit dem Titel “Christus ist alles” hat mich getroffen. Da heißt es: Den Herrn Jesus annehmen bedeutet, mit Heiligung zu beginnen; den Herrn Jesus zu lieben bedeutet, in der Heiligung zu wachsen; mit dem Herrn Jesus zu rechnen, bedeutet völlige Heiligung.

Derjenige ist am heiligsten, der am meisten von Christus in sich hat und der sich an dem getanen Werk am meisten erfreut. 

Im christlichen Leben geht es zentral darum, Christus anzunehmen, ihn zu lieben und mit ihm zu rechnen. Das ist laut McCarthy der Schlüssel zu einem erfüllten geistlichen Leben.

Nicht mehr abmühen sondern ruhen

Der folgende Abschnitt wendet sich dann gegen das geistliche Abmühen, dass viele Christen, zumindest gehöre ich zu denen, auszeichnet. Da ist zu viel Anstrengung und zu wenig in Jesus ruhen. Aber lies selbst:

....Diesen letzten Satz kann ich jetzt völlig zustimmen. Meinem liebenden Heiland zu gestatten, seinen Willen in mir zu wirken - nämlich meine Heiligung -, das ist es, wofür ich durch seine Gnade leben sollte. In ihm bleiben, nicht streben oder sich abmühen, wegschauen und zu ihm hin, ihm vertrauen für gegenwärtige Kraft. In der Liebe eines allmächtigen Heilandes ruhen, in der Freude einer vollkommenen Erlösung von allen Sünden, das alles ist nicht neu, und doch ist für mich neu.

Ist das nicht treffend beschrieben? Es geht um das Ruhen in Jesus. Wahrscheinlich ist dir das nicht neu, und doch müssen wir dies in der tiefe begreifen, damit es real wird.

Ein verändertes Leben

Doch was geschieht wenn wir dieses geistliche Geheimnis ergreifen? Wie empfinden wir das? Die Antwort ist ein verändertes Leben und eine völlig neue Perspektive auf das Leben mit Jesus. Im Brief an Taylor beschreibt McCarthy seinen Durchbruch.

Ich meine, das Dämmern eines neuen Tages wäre über mir hereingebrochen. Ich begrüße ihn mit Zittern, doch mit Vertrauen. Es scheint, ich sei nur zum Rand eines unendlichen Meeres gelangt, dass ich erst genippt hätte an dem, was doch völlig befriedigt. Christus ist mir jetzt buchstäblich alles, die Kraft, die einzige Kraft zum Dienst, der einzige Grund für unwandelbare Freude.

Was lernen wir daraus? Es gibt so viel mehr zu entdecken und zu erleben im Leben mit Gott. 

Christus: Der Gegenstand unserer Gedanken

Meine Gedankenwelt ist oft bestimmt von so vielen Dingen. Und Christus ist nur ein Bestandteil meiner Gedanken. Doch auch hierzu findet McCarthy treffende Worte:

Wie soll denn unser Glaube wachsen? Nur indem wir an das denken, was Jesus für uns ist: Sein Leben, sein Tod, sein Werk; er, wie er uns im Wort offenbart wird, er muss der Gegenstand unserer Gedanken sein. Nicht ein Streben nach Glauben … sondern ein Wegschauen auf den Getreuen, das scheint alles zu sein, was wir brauchen, ein völliges Ruhen in dem Geliebten für Zeit und Ewigkeit.

Als Hudson Taylor diesen Brief an ihn las, öffneten sich ihm die Augen. Er schrieb: "Als ich das las, sah ich mit einem mal alles. Ich schaute auf Jesus, und als ich hinschaute - wie überströmte da die Freude."

Nach diesem geistlichen Durchbruch sehne ich mich. Und ich wünsche mir, dass auch du zu diesem geistlichen Geheimnis durchdringen kannst. 

14 Fragen für ein geistliches Gespräch

Geht es dir nicht auch manchmal so, dass die Gespräche unter Gläubigen oft inhaltsleer sind? Wir reden über banale Dinge. Wir reden über Politik, übers Wetter, über Menschen die uns ärgern oder über irgendein anderes Thema.  Über tiefe, wesentliche, Gott-verherrlichende Inhalte reden wir seltener.

Dabei sagt die Bibel deutlich, wie wir reden sollen. In Epheser 4,29 steht:

Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. 

Doch wie schaffen wir es, Gespräche auf eine ermutigende Ebene zu führen? Welche Fragen können ein Gespräch über wesentliche Dinge einleiten?

Hier habe ich für dich 14 Fragen aufgelistet, die ich mal irgendwo gefunden habe.

1.Was hast du zuletzt mit Gott erlebt? 

2. Welcher Bibeltext ist bei dir gerade besonders aktuell? 

3. Wie bist du zum Glauben gekommen? 

4. Was ist deine Vision für dein Leben? 

5. Was ist geistlich gesehen deine größte Herausforderung?

6. Wonach sehnst du dich derzeit am allermeisten? 

7. Was frustriert dich, wenn du an dein geistliches Leben denkst? 

8. Wer ist Jesus im Moment für dich? 

9. Was ist dein Lieblingsvers in der Bibel? Was ist dein Lieblingsbuch? Was ist deine Lieblingsgeschichte? 

10. Was ist für dich das prägendste Buch nach der Bibel gewesen? 

11. Weißt du eigentlich, wie Gott dich gebrauchen will? 

12. Was sind eigentlich deine geistlichen Gaben? 

13. Wofür kann ich für dich beten? 

14. Was muss passieren, damit du Jesus konsequent nachfolgst?

Ein Ausflug ins Grüne

Wir freuen uns, dass der Winter vorbei ist. In den vergangenen Monaten hatten wir als Familie wenig Möglichkeiten, schöne Dinge zu erleben. Unser Leben beschränkte sich zumeist auf unsere kleine Wohnung, in welcher wir meistens nur die Küche geheizt hatten.

Doch nun ist der Frühling da und alle Mühen des Winters sind vergessen. Wir dürfen uns jetzt erfreuen an der immer grüner werdenden Natur. Die Obstbäume stehen in voller Blütenpracht und überall erwacht das Leben.

Am Sonntag nutzten wir das schöne Wetter, um mal rauszukommen aus unserem kleinen Städtchen. Wir fuhren ins Grüne. Nicht weit von unserem Ort fanden wir eine verlassene Siedlung von Häusern. Am Hang gelegen und umgeben von allerlei grünen Wiesen erschien uns die Gegend fast wie das Auenland des kleinen Hobbit.

Natürlich nahmen wir dabei auch mal wieder die Gelegenheit wahr, ein paar Fotos von der Natur und unserer Familie zu machen. Einen kleinen Auszug der Bilder seht ihr hier.

Aufgepasst! Warum du nicht ohne diese zwei Fragen auskommst

Bist du auch manchmal frustriert, weil du Gott so wenig erlebst? Fragst du dich hin und wieder, warum dein geistliches Leben ins Stocken geraten ist? Möchtest du wissen, wie du auf einfachste Weise dein geistliches Leben beleben kannst? Dann habe ich einen wesentlichen Hinweis für dich, der alles verändern kann.

Worum es geht

Es geht eigentlich nur um zwei Fragen: Hörst du Gottes Reden und was tust du damit? Als Jesus seinen Jünger die Beziehung zu ihm beschrieb, verwendete er folgende Worte:

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir. Joh 10,27

Und er sagte auch, wie seine Jünger auf diese Stimme reagieren würden.

Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Joh 14,27

Wir haben hier also zwei einfache Wahrheiten, auf denen die ganze Nachfolge gründet. Es sind zwei Fragen, die sich jeder immer wieder neu stellen sollte.

Was sagt Jesus mir? Wie werde ich darauf antworten?

Ich sehe bei mir in dieser Hinsicht einen Mangel. Ich lebe mein Leben in der Nachfolge, aber es fehlt oft an diesem konkreten Reden Jesu und diesem konkreten Umsetzen des Gehörten. Vielleicht geht es dir ähnlich?

Wie du das Reden hörst

Wir hören Jesu Worte, wenn wir die Bibel lesen. In der Bibel spricht Gott zu uns. Er hat sich darin ein für alle Mal offenbart. Die Bibel ist alles was wir brauchen. Aber wir müssen auch mit dieser Erwartungshaltung die Bibel lesen. Glauben wir wirklich, dass es Gott ist, der zu uns spricht? Oder lesen wir die Bibel einfach nur noch aus Gewohnheit oder Pflichtgefühl? Bitte Jesus jedes Mal, wenn du die Bibel liest, ganz konkret: Jesus bitte sprich zu mir. Ich will dein Reden hören. Ich will verändert werden und ich will tun was du sagst.

Lege Rechenschaft ab vor anderen

Ist es nicht so, dass Christen sich oft in Hauskreisen treffen. Man singt, tauscht Gebetsanliegen aus und studiert in der Bibel, aber es passiert nichts im Leben des Einzelnen. Jeder geht Woche für Woche nach Hause, wie er gekommen ist. Die wesentlichen Fragen werden nicht gestellt?

Keiner ist herausgefordert sich selbst und Gottes Reden in seinem Leben zu hinterfragen. Keiner wird ermutigt Rechenschaft abzulegen darüber, was er mit dem Reden Gottes getan hat.

Stell dir vor, dich würde jemand fragen: Wie hat Gott zu dir in der letzten Woche gesprochen und was hast du damit getan? Oder wie wäre es, wenn du jemand anderem diese Fragen stellen würdest?

Was du davon hast

1. Lebensveränderung - Nur in dem wir auf das hören, was Jesus uns sagt, werden wir verändert. Wir müssen zulassen, dass Gott uns hinweist auf Bereiche in unserem Leben, in denen er uns verändern will. Vielleicht ist das manchmal schmerzhaft, aber es ist der einzige wirksame Weg zur Veränderung.

2. Gehorsam - Dieses Wort gehört bestimmt nicht zu den populären Worten im christlichen Vokabular. Aber der aktive Gehorsam ist absolut wesentlich für jeden, der sich Nachfolger von Jesus nennt. Du bist nur Gehorsam, wenn du dich diesen zwei Fragen stellst.

3. Gemeinschaft mit Jesus - Davon hat Jesus selbst gesprochen. Der Vers aus Johannes 14 deutet an, was wir davon haben, wenn wir auf das hören, was Jesus sagt: Wir sind von Gott geliebt und haben Gemeinschaft mit ihm. Je mehr wir auf das hören, was Jesus sagt, desto inniger wird die Gemeinschaft mit ihm.

Zulange haben wir uns wissen angehäuft und es ist nichts passiert. Zulange schon sind wir Nachfolger Jesu, und es ist nichts passiert. Es ist an der Zeit, dass wir auf Jesus hören und tun was er sagt. Nur so können wir den Auftrag erfüllen, den er für uns hat. 

11 Gründe warum wir die Auferstehung richtig feiern sollten

Morgen werden die Menschen in Deutschland in Scharen in die Kirche strömen. Anlass ist der größte Feiertag des christlichen Glaubens. 

Es ist buchstäblich ein Feiertag. Ein einzigartiger Tag zum Feiern.

Der Grund der Feier ist die Auferstehung von JESUS CHRISTUS aus den Toten.

Er wurde an einem Kreuz auf Golgatha hingerichtet. Dort starb er für die Sünde der Menschen. Doch er blieb nicht im Grab sondern er auferstand. Er ist seinen Jüngern immer wieder erschienen. Einmal haben ihn bis zu 500 Menschen gesehen.

Danach setzte sich eine Bewegung in Gang, die sich heute noch ausbreitet

Es sind Menschen, die Jesus ernsthaft nachfolgen, und die die Kraft der Auferstehung in ihrem Leben erfahren. Ich zähle mich zu diesen Menschen.

Leider stehen wir in der Gefahr zu vergessen, was die Auferstehung für uns bedeutet.

Wir schätzen die kostbaren Auswirkungen der Auferstehung kaum noch wert.

Dabei gibt es so viele gute Gründe die Auferstehung zu feiern, wie kein anderes Fest.

Hier sind meine 11 Gründe, warum die Auferstehung für uns ein wahres Fest sein sollte.

1. JESUS lebt!

Wir haben es in Jesus nicht mit einem toten Religionsstifter zu tun. Alle großen Anführer der Religionen, sei es Abraham, oder Mohammed, oder Buddha, sie sind alle gestorben.

Aber Jesus lebt. Und was noch viel besser ist. Er lebt in uns. Wir haben es also nicht mit einem fernen Gott zu tun, den wir nicht erreichen können, sondern er lebt und er ist in diesem Moment für uns da.

2. Das Grab ist leer.

Wäre Jesus nicht auferstanden gäbe es kein leeres Grab. Die geschichtliche Tatsache des leeren Grabes konnten die religiösen Führer der damaligen Zeit nicht leugnen.

Das leere Grab zeugt wie nichts anderes von der Tatsache der Auferstehung. 

3. Jesus ist der Sieger.

Auch wenn der Philosoph Nietzsche, den christlichen Glauben als eine Religion der Schwachheit bezeichnete, feiern wir Jesus als Sieger.

Jesus hat durch seine Auferstehung die absolute Herrschaft angetreten. Kein anderer Sieg ist dem vergleichbar.

4. Der Tod ist besiegt.

Jesus besiegte nicht irgendeinen niederklassigen Gegner, sondern den Feind, vor dem sich alle Menschen fürchten, nämlich den Tod.

Die Auferstehung besiegelt Jesu Macht über den Tod. Jeder der an Jesus glaubt, braucht sich nicht mehr vor dem großen Feind, dem Tod, zu fürchten.

5. Der Fluch der Sünde ist beseitigt.

Die Seuche, die die Menschen seit Jahrtausenden gefangen hielt hat Jesus ausgerottet. Die Sünde war eine Krankheit, die wie ein Fluch auf jedem Menschen lastete.

Durch die Auferstehung Jesu können Menschen von diesem Fluch befreit werden.

6. Satan ist die Macht genommen.

Seit Anbeginn der Welt hält Satan die Menschheit gefangen. Er verführte den ersten Menschen Adam zur Sünde und zog damit auch alle andere Menschen in seinen Bann.

Schon vor langer Zeit hatte Gott Satan, in der Person der Schlange, verheißen, dass eines Tages einer kommen würde, der der Schlange den Kopf zertreten würde. Dies tat Jesus durch die Auferstehung.

7. Die Erlösung ist vollkommen.

Wir werden niemals aufhören können darüber zu staunen. Das Werk, das Jesus durch die Auferstehung vollendete war endgültig und vollkommen. Die Vergebung der Sünden und die Rechtfertigung durch den Glauben wurden durch die Auferstehung möglich gemacht.

Keine Werke oder sonstige Leistungen müssen von uns erbracht werden um Anteil zu bekommen an dieser Erlösung.

8. Wir haben ein neues Leben.

Durch die Auferstehung brachte Jesus neues Leben. Jesus selbst sagte von sich, dass er das Leben ist, und er bestätigte diese Aussage, durch die Auferstehung.

An diesem Leben bekommen wir durch den Glauben Anteil. Wir empfangen neues Leben und sind nun herausgefordert in der Realität dieses neuen Lebens, unser Leben hier auf Erden zu führen.

9. Wir werden auferstehen.

Jesus war der Erste, der von den Toten auferstanden ist und der für immer lebt. Wir werden ihm eines Tages folgen. Die Auferstehung deutet uns also auf ein Ereignis hin, dass auch wir erleben werden.

Wir werden sterben, so wie Jesus und wir werden begraben werden, aber wenn Jesus wiederkommt wird er uns auferwecken. Wir werden dann neue, sogenannte Auferstehungskörper bekommen.

10. Wir werden ewig leben.

Unsere Auferstehung bedeutet dann ebenso, dass wir ewig leben werden. Das ist die zentrale christliche Botschaft. Jesus ist gekommen um Menschen mit Gott zu versöhnen. Ziel dieser Versöhnung ist die ewige Vereinigung der Gläubigen im Himmel.

Am Ende, wenn die Sache mit der Auferstehung vollendet ist, werden wir für immer bei Gott sein und ewig leben.

11. Unser Leben macht jetzt Sinn.

Durch die Auferstehung ist es uns möglich, wieder mit Gott in Kontakt zu kommen. Dafür sind wir Menschen geschaffen worden, aber die Sünde trennte uns. Durch Jesu Sterben und Auferstehen hat er diese Trennung aufgehoben.

Jetzt verstehen wir, wer wir sind, wie Gott über uns denkt, was er für uns getan hat und was er nun von uns fordert. Wir verstehen vor allem, dass das Leben hier auf Erden nur der Prolog ist, zur unendlichen Geschichte im Himmel

Sind das nicht gute Gründe um die Auferstehung richtig zu feiern? 

Lass uns heute aus dem Tag ein großes Fest machen. Lass die Menschen um dich herum merken, dass du allen Grund hast dich zu freuen, immerhin ist Jesus auferstanden. 

Es ist vollbracht

Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied. Joh 19,30

Jesus war nur dafür gekommen. Er sollte das Werk vollenden, das der Vater ihm gegeben hatte. Als Jesus am Kreuz hing und die Strafe ertrug, die wir hätten tragen sollen, und als  seinen Kopf neigte und starb, da war dieses Werk vollendet.

Am Kreuz nahm Jesus unsere Stelle ein und ertrug den ganzen Zorn Gottes. Er opferte sich selbst, um unsere Schuld zu sühnen. Er ging durch die absolute Gottverlassenheit und am Ende bezahlte er mit seinem Leben. Es war ein vollkommenes Werk. Alles was Gott forderte um uns anzunehmen und zu lieben, erfüllte Jesus durch sein Werk am Kreuz.

Es ist vollbracht!

Durch diese drei Worte sind wir für immer daran erinnert.

Das Werk Jesu ist vollständig und abgeschlossen. Wir können und brauchen diesem vollkommenen Werk nichts hinzufügen.

Heute an Karfreitag solltest du dich neu daran erinnern, dass Gott in Jesus schon alles für dich getan hat. Du darfst dieses Geschenk einfach annehmen. Es ist umsonst. Man nennt es auch GNADE. Das ist die gute Nachricht an diesem Tag.

Gott hat schon alles getan, ohne dass du es in irgendeiner Weise verdient hättest. Du bist bedingungslos angenommen, unendlich geliebt und wertgeschätzt.

Alles was du brauchst, steht dir in Jesus und seinem Werk in ganzer Fülle zur Verfügung. Alle Liebe, alle Annahme, alle Bestätigung und alle Wertschätzung, alles wonach du dich sehnst, wird dir zuteil durch den Ruf:

Es ist vollbracht!

Deswegen lehne dich an diesem Karfreitag zurück und ruhe in dem vollkommenen Werk Jesu. Du bist frei. Du musst nichts mehr leisten. Du musst dir nichts verdienen.

Du hast alles was du brauchst und du musst nirgendwo anders suchen.

Morgen schon wirst du wieder versucht sein, dieses vollkommene Werk zu vergessen. Du wirst auf anderen Wegen nach der Liebe und Annahme suchen, die dir in Jesus vollkommen zur Verfügung steht. Du wirst dich erneut darum bemühen, die Liebe Gottes zu verdienen.

Deswegen fange heute damit an und übe dich jeden Tag neu darin, zu glauben, dass dir in Jesus alles zur Verfügung steht, um ein erfülltes und glückliches Leben zu leben. Gott überschüttet dich mit Gnade, heute und jeden Tag neu. Bade in dieser Gnade und schau auf zum Kreuz, wo dein Erlöser hängt und spricht:

Es ist vollbracht. Ein für alle Mal.

5 Gründe warum wir uns für ein weiteres Kind entschieden haben

Ich weiß nicht, ob du es schon mitbekommen hast, aber wir erwarten im Juli unser viertes Kind. Es war eine bewusste Entscheidung dafür. Wir wollten schon immer vier Kinder haben. Doch nachdem ich die Diagnose MS erhielt und das Leben in der Mission nicht einfach ist, hatten wir uns schon mit dem Gedanken angefreundet, dass es bei drei Kindern bleiben wird.

Doch letztes Jahr im Herbst tat Gott etwas in uns, vor allem in Rahel. Irgendwie fühlte sie, dass unsere Familie noch nicht vollständig ist. Einen tiefen Frieden erlangte sie dann dadurch, dass Gott ihr zwei Bibelstellen gab, direkt nachdem sie um Bestätigung gebeten hatte. (Rahel schreibt selbst hier darüber)

Nachdem Rahel ein Ja zu einem vierten Kind hatte, wollte ich mich diesem Wunsch natürlich nicht verschließen.

Wobei es menschlich gesehen einige Gründe gäbe, diesen Schritt nicht zu gehen. Und vielleicht hat sich auch schon der eine oder andere unserer Freunde die positive Frage gestellt: “Wie können die nur so mutig sein?” oder eher im negativen Sinne: “Wie können die sich sowas nur zumuten?”

Wie auch immer. In den folgenden 5 Punkten will ich kurz auflisten, warum wir uns für ein 4. Kind entschieden haben. Dadurch will ich auf keinen Fall den Eindruck erwecken, jeder sollte es so machen und erst recht nicht will ich mich erheben über andere, die für sich eine andere Entscheidung getroffen haben. Es waren einfach Punkte, die uns zu unserer Entscheidung bewegt haben.

1. Gott ist treu.

Gott, der Vater und Jesus Christus, der Sohn Gottes, und der Heilige Geist sind der lebendige Gott, dem wir unser Leben anvertraut haben, auch unsere Familie. Vor 10 Jahren hat Gott uns zusammengeführt. Er hat uns begleitet auf allen unseren Wegen. Vor allem im Umgang mit der Diagnose MS fanden wir Halt in unserem Glauben an Gott. Auch in unseren 5 Jahren Leben in der Mission haben wir die Treue unseres Gottes immer wieder erlebt.

Es gibt für uns also keinen Grund, daran zu zweifeln, dass dieser Gott auch mit uns geht in ein Familienleben mit vier Kindern und sehr vielen Ungewissheiten. Doch mal ehrlich: das Leben eines jeden von uns ist von "Unsicherheiten" geprägt. Wer weiß schon, was morgen ist? Eines ist gewiss: Gott ist treu und er geht mit.

2. Wir gehen diesen Glaubensschritt.

Trotz des eben gesagten, ist es dennoch ein nicht zu kleiner Glaubensschritt, den wir mit diesem 4. Kind gehen. Vor allem in Anbetracht meiner Erkrankung, mit der man nicht weiß, wie sie sich entwickeln wird. Eine relevante Frage ist zum Beispiel: Wie lange kann ich noch arbeiten und für meine Familie sorgen?

Doch alle Fragen und Sorgen muss ich im Glauben an meinem Herrn abgeben.
Am Ende geht es mir wie allen Familienvätern. Sie leben im Glauben und wissen nicht was kommt. Der eine Vater bleibt gesund und stark sein Leben lang, der andere Vater stirbt schon früh und lässt seine Frau allein mit den Kindern. Wir wissen alle nicht, was kommen wird. Wir leben im Glauben.

3. Wir wollen gehorsam sein.

Gott gab dem ersten Ehepaar auf Erden den Auftrag: “Seid fruchtbar und mehret euch.” Wir glauben, dass dieser Auftrag auch uns gilt und dass wir darauf reagieren müssen. Natürlich sieht das sicher für jede Familie anders aus. Für uns war es eines der Puzzlesteine, das zu dieser Entscheidung führte. Gott als Schöpfer hat ein großes Ja zu Kindern.

Diesem großem Gehorsamsschritt müssen dann natürlich viele weitere kleine Schritte folgen, die von uns als Eltern die täglich neue Selbstverleugnung und den ständigen Dienst an unseren Kindern fordern.

4. Kinder sind ein Segen.

Daran wollen wir festhalten, auch wenn es Tage gibt, an denen man einfach nur verzweifeln kann. Vor allem dann, wenn die Kinder mal wieder sehr herausfordernd sind und einem alles über den Kopf wächst. Doch ungeachtet von all dem Stress, den das Familienleben so mitbringt, sind Kinder ein Segen. Sie erfreuen das Elternherz und es gibt nichts Schöneres als zu sehen, wie aus kleinen hilflosen Babys Kinder heranwachsen. Kinder, die einzigartig sind in ihren Charaktereigenschaften. Kinder, die man prägen kann und die dann hoffentlich eines Tages selbst Segensbringer sein werden, in einer Welt, die sich abgewandt hat von Gott. 

5. Eine größere Familie ist schöner.

Vielleicht ist diese Wahrnehmung darin begründet, weil Rahel und ich jeweils mit 4 Geschwistern aufgewachsen sind. Aber es gibt für uns nichts schöneres als viele Geschwister zu haben, mit denen man Freud und Leid teilen kann. Viele Kinder zu haben bedeutet dann nämlich normalerweise auch, viele Enkel zu haben. Wenn ich meine kleinen Kinder anschaue, denke ich gerne an den Tag, an dem sie erwachsen sind und einen Partner haben, mit dem sie wiederum Kinder haben. Und ich denke dann daran, wie wir alle zusammen sind, und wir als Eltern uns einfach freuen über den Reichtum, den eine große Familie für uns bedeutet.

Wir sind gespannt, was für eine Geschichte Gott mit uns und den Kindern schreiben wird. Mit aller Zuversicht gehen wir in dieses Abenteuer und wir sind uns ganz sicher, dass es gut werden wird. 

Gott soll meine Priorität Nr.1 sein

Ich will so viel und jeden Tag mehr. Ich will ein guter Ehemann und Vater sein. Ich will treu meinen Auftrag hier erfüllen. 

Ich will meine Ziele erreichen und Projekte erfolgreich abschließen. Ich will, ich will, ich will.

Und alles was ich will erscheint mir so plausibel und relevant. Nichts davon ist schlecht. 

Ich weiß nicht, wie es dir damit geht. Ziele zu haben, Wünschen nachzujagen und Visionen zu leben. Vielleicht geht es dir, wie mir:

Das Leben ist voll gestopft, mit dem wonach man strebt.

Dinge, die einem wichtig sind beschäftigen einen. Man betet sogar für diese Dinge.

Und doch habe ich bei mir den Eindruck, ich lebe am wichtigsten vorbei. Ich lebe an Gott vorbei. Ja, ich lebe mit ihm und ich rede auch mit ihm.

Am Ende bleibt jedoch dieses ungute Gefühl, das mir sagt:

Die Prioritäten sind nicht richtig gesetzt.

Dies musste ich vor allem heute erkennen, als ich die Priorität Nr. 1 von einem Mann las, der ganz klar zum Ausdruck brachte was ihm wichtig ist. Es war der König David der in Psalm 27 seinen tiefsten Wunsch zum Ausdruck brachte:

Eines habe ich vom HERRN erbeten, das ist mein tiefster Wunsch: alle Tage meines Lebens im Haus des HERRN zu wohnen, und die Freundlichkeit des HERRN zu sehen und über ihn nachzudenken - dort in seinem Heiligtum.

Psalm 27,4

Vergleiche ich meine Ziele und meine Wünsche mit diesem tiefsten Wunsch, dann bemerke ich was mir fehlt. Dieser König David hatte begriffen, was wirklich wichtig ist. Vor all die edlen Ziele, ein guter König zu sein und Erfolg zu haben, stellte er dieses oberste Ziel.

Gott du bist mir wichtig. Deine Gegenwart ist mir mehr wert als alles andere. Du bist schöner als alles andere.

Ich weiß, ich muss meine Prioritäten neu sortieren. Ich muss vor allem dahin durchdringen, dass Gott das Beste und Größte und Schönste ist wonach ich überhaupt streben kann.

Ja, wir wollen hier in Krume etwas bewirken. Und ja, es ist schön darin von Freunden und Unterstützern ermutigt zu werden. Aber der größte Erfolg liegt darin begründet, dass Gott mein Sehnsüchte stillt und dass ich in seiner Gegenwart das größte Glück erleben darf.

Ich möchte meinen Erfolg und das Erreichen meiner Ziele an der Erfüllung dieses einen Wunsches messen: Gott ich will mehr von dir.

Du kannst alles haben, aber gib mir Jesus

Im folgenden Beitrag stelle ich dir eines der schönsten christlichen Lieder vor.

Was ist mein Wunsch am Anfang des Tages, nachdem ich aufstehe. Jesus.

Was ist mein Bedürfnis in der Einsamkeit. Jesus.

Was ist mein letzter Wunsch, bevor ich sterbe. Jesus.

Fernando Ortega hat den Wunsch nach Jesus in einem wunderschönen Lied zum Ausdruck gebracht.

Diese Lied möchte ich heute mit dir teilen.

Es soll auch das Lied meines Herzens sein und ich wünsche es mir ebenso für dich.

Das folgende Video ist ein Tribut an Ruth Graham, die Frau von Billy Graham. Sie starb 2007.

Hier nochmal der Text.

In the morning, when I rise
In the morning, when I rise
In the morning, when I rise, give me Jesus

Give me Jesus,
Give me Jesus,
You can have all this world,
But give me Jesus

When I am alone
When I am alone
When I am alone, give me Jesus

Give me Jesus,
Give me Jesus,
You can have all this world,
But give me Jesus

When I come to die
When I come to die
When I come to die, give me Jesus

Give me Jesus,
Give me Jesus,
You can have all this world,
You can have all this world,
You can have all this world,
But give me Jesus