Wieder geht ein Mensch

Ich hatte mich gerade hingesetzt, als mein Bekannter sich bei mir entschuldigte. Er war zu spät zu unserem Treffen im Cafe gekommen, weil es einen Unfall gegeben hatte. Schnell stellte ich fest, dass es sich nicht um einen kleinen Blechschaden handelte, sondern es war ein Mann von einem Auto erfasst worden.

Unfälle passieren bei uns immer wieder. Und Menschen werden bei uns sehr oft auf der Straße von Autos umgefahren. Es gehört für die Menschen unserer Region dazu, dass so etwas passiert. Die Verletzten werden dann meistens in das nahegelegene Krankenhaus nach Kukes gefahren, weil es in unserem keine wirkliche Hilfe in Notfällen gibt.

Als wir mit unserem Treffen fertig waren, kam ich noch einmal an der Unfallstelle vorbei, einer zentralen Kreuzung in unserer Stadt. Es waren unzählige Männer versammelt und mir wurde schnell klar, dass hier etwas Schlimmes passiert ist.

Es dauerte nicht lange, dann verbreitete sich die Nachricht. Ramiz Gjini, ein älterer Mann, ist seinen Verletzungen erlegen. Mir sagte der Name erst nichts, doch als man mir bestätigte, dass Ramiz jeden Tag in unser Familienzentrum kam, um dort Domino zu spielen wurde mir bewusst, um wen es sich handelt.

Ramiz war ein stiller Mann, doch er begrüßte mich immer herzlich, mit einem verschmitzten Lächeln auf dem Gesicht. Er hörte und sah nicht mehr gut. Zusammen mit unserem Nachbarn Shaban, spielte er jeden Tag seine Runde Domino.

Da die Menschen in unserer Stadt innerhalb von 24 Stunden beerdigt werden, findet morgen die Beerdigung statt. Frieder(mein Kollege vor Ort) und ich werden hingehen. Es wird meine 8 Beerdigung sein. Es ist so traurig. Wieder stirbt ein Mensch und wird beerdigt. Dieses Wegsterben von Menschen wird uns hier im Leben mit den Menschen viel mehr bewusst. Es ist als wenn hier die Menschen viel schneller und öfter sterben wie in Deutschland.

Ich werde morgen trauern. Und ich werde mich nicht für meine Tränen schämen, auch wenn keiner hier bei einer Beerdigung weint.

Ich werde trauern um Ramiz und seine Kinder(4 Töchter und einen Sohn), die zurückbleiben. Ich werde aber auch trauern um das Leben des Fahrers, dessen Leben für immer zerstört ist. Zuerst wird er ins Gefängnis gehen und dann wird er leben müssen mit der Schuld, einem Menschen fahrlässig das Leben genommen zu haben.

Ich werde vor allem aber trauern, über die Folgen der Sünde. Weil Sünde in die Welt gekommen ist, ist der Tod in die Welt gekommen. Und ich werde trauern, wegen der Hoffnungslosigkeit der Menschen. Wieder starb ein Mensch ohne Hoffnung und wieder beerdigen andere ihn, ohne Hoffnung.

Aber ich werde auch festhalten an der Hoffnung, die in Jesus liegt. JESUS LEBT und jeder, der an ihn glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Noch sind all die anderen Menschen am Leben, denen ich in den nächsten Tagen begegnen werde. Noch ist es Zeit für sie, die Hoffnung in Jesus zu ergreifen. Magst du Mitbeten, dass ich ein Hoffnungsbringer sein kann.

Im Gedenken an Ramiz habe ich hier noch einige Bilder von ihm.

Zur Erinnerung. Was es mit dem Familienzentrum und den alten Männern auf sich hat, die bei uns Domino spielen, erklärt folgendes Video. Dort ist ab Minute 1:37 auch Ramiz mit seiner weißen Kappe zu sehen.

Zum Todestag von Spurgeon

C.H.Spurgeon war einer der größten Männer Gottes. Seine Predigten fanden schon zu Lebzeiten Spurgeons Zeit weltweit Verbreitung. Von keinem christlichen Autor gibt es mehr gedruckte Worte, als von Spurgeon. Die Liste der Superlative von Spurgeon ist lang und über allem steht. Gott hat diesen Mann gewaltig gebraucht.

Heute am 31.Januar 1882 starb Spurgeon nach über zwanzig Jahren schwerer Krankheit. Er wurde nur 57 Jahre alt. Zu seiner Beerdigung kamen tausende von Menschen. Die Straßen Londons waren überfüllt mit Menschen, die Spurgeon das letzte Geleit gaben.

Heute an Spurgeons Todestag will ich sagen: Er ist einer meiner großen Helden. Seine Leidenschaft für Jesus beeindruckt mich immer wieder. Seine klare Verkündigung von Gottes Souveränität in allem, entspricht ganz meinen Überzeugungen. Die Predigten von Spurgeon sind eine meiner kostbarsten Resourcen in der Logos Bibelsoftware.

Heute las ich einen Artikel von Michael Reeves, einem Spurgeon Experten. Falls du englisch verstehst, dann empfehle ich dir diesen Artikel.

This Day In History: The Death of Charles Spurgeon

Am Ende des Artikels erwähnt der Autor die letzten Worte, aus der letzten Predigt von Spurgeon, die er am 7.Juni 1891 gehalten hat. Diese Worte sind ein wahres Vermächtnis und zum passenden Anlass möchte ich sie mit dir teilen. Wie kann es anders sein. Sie handeln von Jesus. Ich habe den folgenden Text aus dem englischen ins deutsche übersetzt. Du findest ihn unter dem Bild.

Diejenigen, die keinen Herrn haben, sind ihre eigenen Sklaven. Verlass dich drauf, entweder wirst du Satan oder Christus dienen, entweder dir selbst oder dem Retter. Du wirst einsehen müssen, dass Sünde, dein Ich, Satan und die Welt harte Herren sind, aber wenn du die Dienstkleidung Christi trägst, dann wirst du ihn erleben als demütig und sanft von Herzen, so dasss du Ruhe findest für deine Seele.

Er ist der größmütigste aller Kapitäne. Es gab niemals einen wie ihn unter allen auserwählten Prinzen. Ihn findet man immer dort, wo die Schlacht am heftigsten tobt. Wo der Wind eisig weht, steht er da. Das schwere Ende des Kreuzes liegt immer auf seinen Schultern. Wenn er uns bittet eine Last zu tragen, dann trägt er sie ebenso. Wenn es irgendetwas gibt das gütig, großherzig, freundlich und sanft ist, ja überschüttend und überreichlich an Liebe ist, du wirst es in Christus finden.

Ganze 40 Jahre und mehr habe ich ihm gedient, gelobt sei sein Name. Und ich habe nichts als Liebe von ihm bekommen. Ich wäre froh, wenn ich ihm hier unten noch weitere 40 Jahre dienen könnte, wenn es ihm gefällt. Ihm zu dienen ist Leben, Frieden und Freude. Oh, dass ihr in seinen Dienst treten möget. Gott möge euch helfen, dass ihr euch noch an diesem Tag unter das Banner von Jesus stellt. Amen.""

Die Erde von oben

Hin und wieder entdecke ich sehr schöne Videos, die mich staunen lassen, über unseren kleinen Planeten Erde, auf den Gott mich gesetzt hat. Im ganzen Universum ist unsere Erde, der einzige Ort, an dem Leben möglich ist.

Die Schönheit der Erde soll uns in die Anbetung Gottes führen. Die Psalmen argumentieren an vielen Stellen damit, dass Gott der Schöpfer ist und dass wir ihn deswegen anbeten sollen.

In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind auch sein. Sein ist das Meer; er hat es ja gemacht, und das Trockene, seine Hände haben es gebildet. 6Kommt, lasst uns anbeten und uns neigen, lasst uns niederknien vor dem HERRN, der uns gemacht hat! 

Psalm 95

Wenn schon altestamentliche Psalmisten, die nichts kannten als ihren kleinen Flecken Erde in Israel, Gründe fanden Gott anzubeten, wieviel mehr haben wir dann Grund Gott anzubeten. Wir können so viel mehr sehen von der Schöpfung und wir wissen viel mehr von den Wundern in der Natur.

Das folgende Video liefert dir einen Blick von oben auf die Erde. Staune und anbete. Wenn möglich schau dir diesen Clip auf einem großen Bildschirm an.

Er ist da, ganz nah bei dir!

Zwischen all den Besuchen an diesem Neujahrstag fand ich doch etwas Ruhe, um die kurze Andacht aus dem Andachtsbuch von Joni zu lesen. Ich fand ihre Worte so ermutigend, dass ich sie gerne auch an euch weitergeben möchte. Und ich will jedem, vor allem auch denen, die gerade leidvolle Situationen erleben, dieses Andachtsbuch* empfehlen, welches kürzlich auf deutsch übersetzt wurde.  

Ich gebe den Text nicht wortwörtlich wieder, sondern übertrage frei (aus dem Original in englisch):

Stell dir vor, du machst dich auf zu einer großen Wanderung. 
Du wirst Wege gehen, die du noch nie zuvor gegangen bist. 
Du bereitest dich auf einen langen Weg vor. Du hast von dieser Wanderung vielleicht schon etwas gelesen, aber für dich wird alles neu sein.  

Alles wird eine neue Entdeckung sein. Felder voller Wildblumen, herrlicher Berge, aber auch rutschige Pfade. Du fürchtest dich ein bisschen vor diesem Weg, den du noch nie gegangen bist.

Aber als du deinen Rucksack anziehst, erhaschst du einen Blick auf deinen Führer, der schon auf dich wartet. Er wird bei dir sein. Er kennt den Weg. Er hat gut bedacht, was alles für die Wanderung nötig sein wird. Er wird dich lehren über die Wunder auf dem Weg und er ist vorbereitet, gegen wilde Tiere zu kämpfen. 

Heute blickst du einem neuen Jahr entgegen. Der Weg vor dir ist ein Mysterium, er ist dir völlig unbekannt. Aber Jesus wird jeden Schritt mit dir gehen. Er wird dich schützen, dich ermutigen, dich führen, für dich sorgen. Er ist da, ganz nah bei dir.

Herr, ich bin diesen Weg nie zuvor gegangen. Ich habe keine Ahnung, was dieses Jahr alles auf mich zukommen wird im Hinblick auf meine Gesundheit, auf die Möglichkeiten, dir und Menschen zu dienen, ...
Ganz egal, ob die Reise einfach wird, oder ob ich auf einem rutschigen Pfad ins Dunkel schlittere, ich weiß, dass du, mein Führer, mein Gott, mein Freund, immer bei mir sein wirst.

[*Das ist ein sogenannter Affiliate-Link. Das bedeutet, wenn du das Buch über den Link kaufst, dann bekommen wir einen kleinen Betrag gutgeschrieben. Für dich bleibt der Preis gleich.]

Das Bedenken des Göttlichen

Ich führte heute ein kontroverses Gespräch mit einem Freund. Wir tauschten unterschiedliche Standpunkte aus darüber, wie wichtig es ist, Gott in seinem Wort kennenzulernen. Da fiel mir ein Zitat von Spurgeon ein, welches J.I.Packer in seinem Buch "Gott erkennen" erwähnt. Es stammt von C.H.Spurgeon. Als Spurgeon erst 20 Jahre alt war hielt er eine Predigt, in welcher er seine Hörer einlud, über Gott nachzudenken. Wie er das tat, kannst du in folgendem Text nachlesen.

"Irgendjemand sagte einmal, 'das eigentliche Studienobjekt der Menschheit sei der Mensch'. Ich will diesem Gedanken nicht widersprechen, doch scheint mir gleichermaßen wahr, dass das eigentlicht Studienobjekt von Gottes Erwählten Gott sei; das eigentliche Studium eines Christen gelte der Natur Gottes. Die höchste Wissenschaft, die erhabenste Vorstellung, die stärkste Philosophie, die je ein Kind Gottes voll ergreifen kann, sei der Name, die Natur, die Person, das Werk, das Handeln und das Vorhandensein des großen Gottes, den es seinem Vater nennt.

In der Betrachtung des Göttlichen liegt etwas ungemein erhebendes für den Geist. Es ist ein so großer Gegenstand, dass all unsere Gedanken sich in seiner Unermesslichkeit verlieren; so tief dass all unser Stolz in seiner Unergründlichkeit untergeht. Andere Gegenstände können wir festumreißen und dann anpacken, bei Ihnen gehen wir selbstbewusst vor in dem Gedanken: 'Na, bin ich nicht klug?' Geraten wir aber an diese Wissenschaft der Wissenschaften, bemerken, dass unser Lot nicht ausreicht, die Tiefe zu messen, und dass unser Adlerauge den Gipfel nicht erreicht, so wenden wir uns ab mit dem Bemerken, der Mensch sei eben doch kaum klüger also ein junger Esel, und mit dem feierlichen Seufzer: 'Ich bin halt von gestern und weiß gar nichts.'

Kein Gegenstand der Betrachtung ist geeigneter, den Geist zur Demut zu bringen, als der Gedanke an Gott…

Doch gleichermaßen, wie dieser Gegenstand den Geist demütigt, so erweitert auch. Wer oft an Gott denkt, hat einen weiteren geistigen Horizont als der, der immer nur auf seinem engen Globus herumtappt … Das Allerbeste für eine Erweiterung der Seele ist die Wissenschaft von Christus und seinem Kreuzestod und das Wissen um die Natur Gottes in der erhabenen Dreieinigkeit.

Nichts wird die geistlichen Fähigkeiten in größerem Umfang entfalten, nichts die menschliche Seele mehr erhöhen, als demütige, ernsthafte und andauernde Beschäftigung mit dem großartigen Gegenstand des Göttlichen.
So zugleich bescheidender machend und doch erweiternd, ist er auch ungemein tröstlich.

In der Betrachtung Christi liegt ein Balsam für jede Wunde, im Nachdenken über den Vater liegt Beruhigung für jedes Leid, und im Wirken des Heiligen Geistes liegt Trost für jeden Schmerz. Sollen deine Sorgen sich verlieren? Und deine Ängste versinken? Dann geh hin, wirf dich in den tiefsten Ozean Gottes; verliere dich in seiner Unermesslichkeit; und du wirst dich wiederfinden, wie nach einer kurzen Ruhepause, erfrischt und gestärkt.

Ich kenne nichts, dass der Seele so gut tut, das so die hohen Wogen von Sorge und Leid beruhigt, das so die Stürme der Prüfungen beschwichtigt, als gläubiges Bedenken des Göttlichen. Das ist es, wozu ich euch heute morgen einlade…

Holz für eine arme Familie

Unsere Gemeinde hat auf einem Adventsbasar vor zwei Wochen Geld gesammelt, damit wir den armen Menschen in unserer Region helfen können, Feuerholz zu besorgen. Bei einem meiner Einsätze habe ich zuletzt meine Kamera dabei gehabt und die Aktion gefilmt. Hier findest du das Video dazu.

Was Weihnachten für Missionare bedeutet

Die folgenden Gedanken habe ich der Webseite von IMB entnommen. Sie sprechen mir so aus dem Herzen, dass ich sie übersetzt habe und mit dir teilen will.

 

Für Missionsteams rund um die Welt ist Weihnachten eine spannende Zeit zu feiern. Es ist eine süße Erinnerung von der Gegenwart eines souveränen und treuen Gottes, der sie auf ihren Wegen leitet und lenkt. Es ist eine Zeit der Besinnung, in welcher sie nachdenken über das große Opfer, das Christus brachte, als er kam.

Es ist eine Zeit hoffnungsvoller Erwartung, während sie den Tag vor Augen haben, an dem die Menschen um sie herum Jesus kennenlernen und ihn anbeten werden. Es ist eine Zeit der Ermutigung und der Gemeinschaft, wenn sie sich mit anderen Gläubigen treffen, um die Geburt Christi zu feiern. Es ist eine Zeit nie da gewesener Möglichkeiten, wenn sich Türen öffnen und Gelegenheiten ergeben, die Bedeutung ihres Festes Menschen zu erklären, die noch nie das Evangelium gehört haben. ⠀

Wie auch immer, Missionare leben in der Spannung der großen Widersätze zwischen der Freude, dem Frieden und der oben beschriebenen Feier und der Finsternis, Hoffnungslosigkeit und den Nöten, die sie täglich umgeben.

Es ist eine Erinnerung an die Dringlichkeit unseres Auftrags die Hoffnung und das Licht Jesu mit der Welt zu teilen. Die Nationen müssen wissen, dass Christus kam, um uns von unseren Sünden zu retten und uns das Leben zu geben.

Das ist der Grund dafür, dass Missionare gehen - damit sie leibhaftige Zeugen sind, ein Licht in der Dunkelheit, Hoffnung den Hoffnungslosen zu bringen. Missionare nehmen oft große Risiken auf sich, um das Evangelium in harte und unerreichten Regionen zu bringen. Missionare leben unter unerreichten Völkern, weil Christus kam, um unter uns zu leben, mit uns zu sein, und uns zu retten.

Wir sind nicht Männer des Gebets gewesen

Darf ich dir eine Frage stellen: Wie steht es um dein Gebetsleben? Weißt du wie wichtig ein gesundes Gebetsleben für dein geistliches Wohlergehen und deine Wirksamkeit in dieser Welt ist? Ich weiß darüber eigentlich viel, aber manchmal begegnen mir Worte, die mich wieder neu herausfordern.

So war es mit folgendem Text, den ich in dem Buch "Words To Winners of Souls.", fand. Ich habe sie ins deutsche übersetzt. Vielleicht fordern sie dich auch heraus. 

Wir sind nicht Männer des Gebets gewesen. Der Geist des Gebets hat nicht unter uns geschlummert. Das Kämmerlein haben wir viel zu wenig besucht und uns viel zu wenig daran erfreut. Wir haben zugelassen, dass Geschäftigkeit, Studium oder tätiges Handeln unseren Stunden im Kämmerlein dazwischen gekommen sind.

Und die fieberhafte Atmosphäre in welche unsere Gemeinden und unsere Nation eingewickelt ist, hat auch den Weg in unsere Kämmerlein gefunden und stört die süße Ruhe und die gesegnete Einsamkeit.

Schlaf, Gemeinschaft, unnötige Besuche, sinnloses Gequatsche, unsinniges Lesen, unvorteilhafte Beschäftigung, sind alles Zeitverschwender,  die wir für Gebet hätten nutzen können.

Warum haben wir so wenig Sorge darum Zeit zum Gebet zu finden? Warum machen wir uns so wenig Gedanken darum, Zeit freizumachen und unsere Angelegenheiten so zu regeln, dass wir einen großen Teil des Tages fürs Gebet sicher haben?

Warum reden wir so viel, aber beten so wenig? Warum laufen wir hier und dahin, aber beten so wenig? Warum ist da so viel Hektik und Geschäftigkeit, aber so wenig Gebet? Warum sind da so viele Treffen mit unseren Geschwistern, aber so wenig Begegnung mit Gott?

Warum sind wir so wenig allein, dürstet unsere Seele so nach den ruhigen, süßen Stunden ungestörter Ruhe, wenn Gott und sein Kind Gemeinschaft miteinander haben, als wenn nichts sie scheiden könnte.

Es ist der Mangel dieser einsamen Stunden, die nicht nur unser eigenes Wachstum in Gnade behindert, sondern es macht uns auch zu ertraglosen Gliedern von Christi Gemeinde, und am Ende macht es unser Lebe nutzlos. Damit wir in der Gnade wachsen müssen wir viel alleine sein.

Es ist nicht in Gemeinschaft, auch nicht in christlicher Gemeinschaft, in welcher unsere Seele am schnellsten und stärksten wächst. In einer einzigen stillen Stunde des Gebets werden wir mehr Fortschritte machen, als in vielen Tagen der Gemeinschaft mit anderen. 


In der Wüste fällt der Tau am frischesten und ist die Luft am reinsten. So ist es auch mit der Seele. Es ist wenn nichts als Gott nahe ist. Wenn seine Gegenwart allein uns erfrischt, wie die Wüstenluft, die nicht gemischt ist mit dem schädlichen Atem des Menschen, in diesem Moment hat das Auge die klarste, und schlichteste Sicht auf die Ewigkeit, in diesem Moment sammelt die Seele wundersame Erfrischung, Kraft und Energie. Und so werden wir alle auch wirklich nützlich für andere. Aus "Words to Winners of Souls " von Horatius Bonar

13 Fragen zu Thanksgiving

Heute feiern die Amerikaner überall auf der Welt das sogenannte Thanksgiving-Fest. Irgendwie beneiden wir die Amis darum, dass sie neben den uns bekannten Festen, Weihnachten und Ostern, noch ein weiteres großes Familien-Fest haben. An Thanksgiving kommt die ganze Familie zusammen. Es wird ein festliches Essen hergerichtet und am Ende sitzt man am Tisch und teilt miteinander, wofür man dankbar ist.

Auch wenn wir nicht Amerikaner sind und keinen Truthahn im Ofen haben, (einen Pumpkin-Pie habe ich aber gebacken) so treffen wir uns doch als Team und werden heute feierlich Raclette essen. Natürlich werden wir auch die Gelegenheit wahrnehmen, Gottes Gnade in unserem Leben zu feiern.

Vielleicht kommt dir das ganze komisch vor. Aber bei einem wirst du mir wohl zustimmen. Dankbar zu sein und sich selbst zu reflektieren in Bezug auf die eigene Dankbarkeit, ist auf jeden Fall eine sinnvolle Sache.

Um dir in deiner Reflexion zu helfen habe ich ein paar Fragen zur Selbstprüfung. Ich fand diese im Email-Newsletter von Paul David Tripp.

  1. Würden die Leute, die dir am nächsten stehen, dich als eine dankbare oder undankbare Person bezeichnen?
  2. Wann hast du das letzte Mal buchstäblich alle deine Segnungen aufgezählt?
  3. Wann hast du das letzte Mal deine Zeit damit verbraucht, zu mosern, zu jammern oder dich über irgendetwas in deinem Leben zu beschweren?
  4. Bist du, wenn du auf die Welt schaust, pessimistisch bei all dem was falsch läuft?
  5. Feierst du Gottes allgemeine Gnade, wenn du auf diese Welt schaust?
  6. Siehst du dich als jemanden, der beständig zu kurz kommt oder der vergessen wird?
  7. Siehst du dich als jemanden, der unverdient mit Segnungen überschüttet wird?
  8. Wie oft füllst du die Lücke mit Jammern, wie zum Beispiel "wenn ich nur  __________ hätte" oder "Ich wünschte  _________ wäre anders."
  9. Wie oft füllst du die Lücke mit Dankbarkeit, wie zum Beispiel "Ich kann nicht glauben, dass Gott mir __________ gegeben hat."
  10. Ermutigst du in deinen Beziehungen deine Freunde oder Familie darin mit ihrem Jammern weiterzumachen?
  11. Ermutigst du in deinen Beziehungen deine Freunde und Familie darin Gründe zu finden, Gott danke zu sagen?
  12. Erkennst du, wie du in deinen Beziehungen andere beständig niedermachst?
  13. Erkennst du wie du in deinen Beziehungen, anderen beständig Mut machst?

Holz für den Winter

Stell dir vor, wie es ist, wenn du den Winter vor Augen hast, aber du weißt nicht, wie du deine Wohnung warm bekommen sollst. Holz für einen Ofen kannst du dir nicht leisten, weil du keine Arbeit hast. Das wenige Kleinholz, dass du dir im Wald gesammelt hast, das wird dir wohl nur für zwei, drei Wochen reichen.

Du kannst es dir wahrscheinlich nur schwer vorstellen. Aber dieser Zustand ist für sehr viele Menschen in unserer Region die Normalität. 

Diese Not zu erleben macht uns immer wieder zu schaffen. Wir sind froh, dass wir nur vereinzelte Schicksale kennen, denen es so geht. So können wir gezielt im kleinen an den Lebensumständen etwas ändern. Dies tat ich letzte Woche durch folgende Aktion. 

Vor einigen Wochen fand in unserer Heimatgemeinde eine Aktion statt. Kinder hatten Brot zum Erntedankfest gebacken, welches dann verkauft wurde. Der Erlös sollte den armen Menschen in unserer Has-Region zugutekommen. Es kamen 290 Euro zusammen. Der Betrag wurde uns umgehend überwiesen, damit wir losziehen und helfen, wo Hilfe nötig ist. 

Mir, Danny, fielen gleich zwei Familien ein, die von Leid geplagt in großer Not sind. Die eine Familie aus dem Dorf Vranisht lebt einsam in einem abgelegenen Teil des Dorfes. Niemand kümmert sich um diese Familie. Sie ist viel mehr verachtet, weil sie zwei behinderte Kinder(Mädchen 18 & Junge 20 Jahre alt) haben. Durch das Leiden der zwei Kinder sind auch die Eltern erkrankt. Die zwei älteren gesunden Töchter führen jetzt den Haushalt, wobei die eine an Magersucht leidet. Ihr Chancen unter diesen Bedingungen einen Mann zum Heiraten zu finden, stehen bei Null. 

Diese Familie hatte zwar Holz. Dies hatten sie unter mühevoller Arbeit selbst mit der Axt im Wald geschlagen. Als ich die meterlangen Stücke Holz sah, wusste ich, ich muss mal jemanden holen, der das Holz in kleinere Stücke sägt. Dies hatte die Familie früher immer mit der Axt getan, aber wir wollten ja, helfen. Zudem war auch noch der offen kaputt und so kaufte ich auch einen neuen Ofen für die Familie.

Kostenfaktor: 6600 Lek/53 Euro für die Arbeiter mit der Motorsäge. und 14.000 lek/112 Euro für den Ofen. 2 Sack Mehl 2500/20 Euro = 185 Euro.

Die andere Familie, der wir schon viel geholfen haben, leidet immer noch daran, dass die Mutter vor vielen starb und den Vater mit 7 Kindern allein ließ. Das jüngste Mädchen war noch nicht mal zwei. In all den Jahren verstand der Vater es nicht angemessen für seine Familie zu sorgen. Zwei der Jungs sind im Gefängnis. Jeder in unserer Stadt findet schlechte Worte über diese Jungs, weil sie stadtweit als Diebe bekannt waren. Der Vater ist mit drei Mädchen im Teeniealter und einem Jungen zu Hause. Immer wieder betteln sie bei uns um Hilfe. 

So bezahlte ich auch dieses Jahr für die Familie das Holz und den LKW Transport. Klar, könnte man fragen, warum der Mann nicht selbst für seine Familie sorgen kann. Aber wenn die Menschen schon nichts zu Essen haben, dann ist es mühsam zu fragen, warum der Familienvater nicht die 100 Euro für Winterholz besorgen kann.

Wir bedanken uns herzlich bei all denen, die sich beteiligt haben.

Zwei Grundlagen des Glaubens

New Morning Mercies ist ein Andachtsbuch von Paul David Tripp. Wir lesen es seit einigen Monaten und es ist uns zu einem echten Segen geworden. Die Gedanken von Tripp kreisen immer wieder um das Thema "Gnade zu erleben in einer Welt voller Herausforderungen."

Für jemanden, der zu kämpfen hat, mit Schwachheit sind diese Andachten oft purer Balsam für die müde Seele. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder auf diese Andachten zurück kommen. Sie eignen sich sehr gut, um sie in Blogartikeln mit anderen zu teilen.

Am 26.September lasen wir folgenden Text. Er steht nicht exemplarisch für die Art der Andachten, aber ich fand ihn trotzdem so gut, dass ich ihn dir ins deutsche und hier reinstellen wollte. 

Wahrer Glaube basiert auf der Grundlage von zwei unerschütterlichen Tatsachen - dass Gott tatsächlich existiert und dass er immer die belohnt, die ihn suchen.

Gnade hat mich gegründet
auf zwei Grundsteine,
die mich gereinigt,
meine Identität verfeinert haben,
mein Ziel neu ausgerichtet,
meine Wünsche verändert,
meine Gedanken gerettet,
und meine Art zu Leben erneuert haben.
Ich habe einen neuen Grund
am Morgen aufzustehen
und meinem Tag entgegen zu sehen,
mit Mut,
Hoffnung,
Freude,
Vertrauen,
und Ruhe.
Deine Gnade hat alles
verändert,
denn sie hat mich
sicher gemacht,
dass du existierst
und dass du die
belohnen wirst,
die sich suchen.

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Lass uns heute diese Gnade wertschätzen und darin leben. Wir kennen den Lebendigen Gott und er will uns belohnen, wenn wir ihn suchen.

Es soll dem HERRN zum Ruhm geschehen

Vor 5 Jahren, am 06.Oktober 2013, fand der Aussendungsgottesdienst in unserer Gemeinde statt. Ziel des Gottesdienstes war, uns für den Dienst zu segnen und uns im Segen Gottes nach Albanien auszusenden. 

Als Aussendungsvers wählten wir den Text aus Jesaja 55,12-13. 

Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. [...] Und dem HERRN soll es zum Ruhm geschehen und zum ewigen Zeichen, das nicht vergehen wird.

Während des Gottesdienstes konnte ich in einem kurzen Beitrag in Worte fassen, was uns wichtig war, bevor wir ausreisten. Was ich damals sagte, würde ich heute noch genauso formulieren. 

Welche Worte ich damals wählte, kannst du in diesem Video sehen. 

Wie alles begann

Hin und wieder fragen uns Menschen, wie es dazugekommen ist, dass wir unseren Dienst nun in Albanien tun. Diese Frage ist gar nicht so schwer zu beantworten. 

Eigentlich wollten wir gerne Jesus in die arabische Welt folgen, aber Gott hatte in seiner Weisheit entschieden, dass er uns dorthin keine Tür öffnet. 

Wir waren jedoch entschlossen nach einem Platz zu suchen, an den Jesus uns senden will. Unsere Missionsleiter wusste, dass wir auf der Suche sind nach einem Platz. Er kannte die Situation in Albanien. Seit Jahren war er Betreuer von dem Team vor Ort. Somit schrieb er uns im Dezember 2012 eine E-Mail, in welcher er uns die Arbeit in Krume vorstellte. Seiner Meinung nach würde die Aufgabe gut zu uns und unseren Begabungen passen.

Wir zögerten nicht lange und machten uns auf den Weg nach Albanien. Auch wenn dieses Land bisher nicht auf unserem Radar war, wollten wir uns dem möglichen Reden Gottes nicht verschließen. 

Ende Januar machten wir uns auf den Weg nach Albanien, um für 3 kurze Tage das Team und die Arbeit kennenzulernen. Von den äusseren Bedingungen her hatte dieser Trip nichts Schönes an sich. Das Wetter war sehr schmuddelig. Alles war grau und düster. Und überhaupt war unser Gesamteindruck nicht sehr positiv. Sollte das wirklich der Ort werden, an den Gott uns führt?

Nach der Reise erstellen wir ein Video mit einigen Eindrücken von dem Trip. (Vielleicht hast du es noch nicht gesehen). Auf jeden Fall: so fing alles an. Und jetzt sind wir hier schon 5 Jahre. 

Einige Wochen später, wir waren schon im Vorbereitungskurs, legte Gott einen Frieden in unser Herz. Wir entschieden uns dafür, seinem Ruf nach Albanien zu folgen. Erst am nächsten Morgen bestätigte Gott uns diese Entscheidung, indem er uns zwei Verse in den Losungen gab, die wir als klares Reden Gottes empfanden.

Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. 

Jesaja 55,12

Dieser Vers war schon Rahels Aussendungsvers, als sie für 9 Monate nach Haiti ging. 

Und er sprach zu ihnen: Als ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nein, keinen.

Lukas 22,35

Dieser Vers sprach ebenso in deutlicher Weise für uns. Gott sagte uns damit zu, dass er uns nach Albanien senden will, und dass wir keinen Mangel leiden werden. Das war uns Zusage genug. Und so haben wir unseren Gott auch in all den Jahren erlebt. Wir hatten keinen Mangel. 

Und nun sind wir schon 5 Jahre hier. Gott ist gut. Wir staunen und danken ihm für alles, was er durch diesen ersten Trip getan hat.

Wir verteilen Kleider

Im Mai bekamen wir mit einem Hilfstransport an die 200 Bananenkisten mit gebrauchten Kleidern mitgeliefert. Letzte Woche war ich beim Bürgermeister und wir haben gemeinsam besprochen, wie und wohin wir die Kleider verteilen. Natürlich hatten wir als Team die Sache vorher durchdacht. Die Art und Weise der Verteilaktion war für uns allerdings neu. 

Damit die Menschen wirklich etwas zum anziehen bekommen, das ihnen passt, müssen sie sich die Sachen am besten selber aussuchen. Und so haben wir die jeweils ca. 24 Bananenkisten mit in eine Dorfschule genommen. Der Direktor hatte im Vorfeld die ärmsten Familien seines Dorfes informiert. 

Bei unserem ersten Einsatz kamen tatsächlich nur Männer, um Kleider für sich, ihre Frauen und die Kinder auszusuchen. In den Dörfern herrscht oft noch eine "fanatische*" Kultur. (*fanatik ist bei uns der Ausdruck für eine stark ausgeprägte Männerdominanz in den Familien, die beinhaltet, dass Frauen ihre Häuser nicht verlassen und schon gar nicht zu einer Kleiderverteilung gehen dürfen. Die Menschen hier selbst gebrauchen diesen Ausdruck oft.) 

Im zweiten Dorf war es ähnlich. Doch vor dem Einsatz im dritten Dorf baten wir den Direktor, nochmal inständig bitte auch Frauen mit einzuladen. Und so kam es dann auch, dass eine Anzahl von Frauen da waren, um sich Kleider für sich und ihre Familien auszusuchen. 

Jedem der Bedürftigen haben wir im Vorfeld erklärt, warum wir diesen Einsatz machen und was überhaupt unsere Motivation ist, hier in Albanien mit den Menschen zu leben. Nach dem die Leute sich was ausgesucht hatten, bekamen sie noch einen evangelistischen Flyer mit auf den Weg. 

Wir wollten mit dem Einsatz in den Dörfern den Menschen zeigen, dass Gott sie nicht vergessen hat. Und auch wir möchten die Menschen in den Dörfern nicht vergessen. Sie leben oft abgeschieden, ohne Auto, in sehr entfernten Ortschaften, ohne medizinische Versorgung, geschweige denn Internet. 

Mir wurde durch dieses Projekt nochmal klar, dass da unzählige Menschen leben - freundliche Menschen, Menschen mit Nöten, Menschen, die verloren sind. Möge Gott uns helfen, einige von ihnen zu erreichen.  

Schau dir doch folgende Bilder an um einen besseren Eindruck von unseren Einsätzen zu bekommen.

Wann sind wir am sichersten?

Dieser Artikel ist Teil der Artikelreihe "Zitat der Woche". In diesen Artikeln greife ich Zitate auf, die ich meistens auf Twitter entdeckt habe. Ich will dabei diese Zitate für mich durchdenken und vielleicht nimmst du auch etwas mit.

Das erste Zitat stammt von John Newton. Newton ist vor allem bekannt als Autor des Liedes Amazing Grace. Seine Geschichte ist sehr bewegend. Gott machte aus diesem üblen Menschen, der ein Sklavenhalter war, einen Pastor, der sich aufopferungsvoll um die Seelen seiner Mitmenschen kümmerte.

Unzählige Briefe von Newton sind uns überliefert. Und diese Briefe sind voller kostbarer Gedankenperlen, in denen Newton immer wieder Christus und seine Bedeutung für unser Leben groß macht. Wie zum Beispiel in folgendem Zitat. 

We are never more safe than when we are most sensible that we can do nothing without Christ.

John Newton

Übersetzt heißt das soviel wie:

Niemals sind wir sicherer als dann, wenn wir uns am meisten der Tatsache bewusst sind, dass wir nichts ohne Christus tun können.

Lass diesen Gedanken mal sacken. Ja, es stimmt, Jesus hatte gesagt, dass wir nichts ohne ihn tun können. Und vielleicht kennst du den Vers auch auswendig, wo Jesus das gesagt hat. In Johannes 15,5 steht:

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Ich will hier jetzt nicht vertieft auf diesen Vers eingehen, aber eines ist unmissverständlich klar. Ohne Jesus können wir nichts tun. Wir wissen das, und kennen den Vers auswendig, zumindest ich, aber die Frage ist:

Wie viel bedeutet uns diese Wahrheit? Welche Relevanz hat sie für unser Leben?

Und genau hier greift dieses Zitat von John Newton. Wenn wir das Zitat nochmal bedenken ist es natürlich wichtig erstmal zu bemerken, dass es bei dem Thema "sicher sein" nicht um unser leibliches Wohlbefinden geht. Sondern dieses Zitat spricht von der Sicherheit auf unserem geistlichen Weg.

Die größte Sicherheit in unserem geistlichen Reifeprozess finden wir in der Tatsache, dass wir nichts ohne Jesus tun können. Das vergessen wir oft und wir sind uns dessen nicht bewusst, aber wenn wir unseren geistlichen Weg mit allen Herausforderungen sicher meistern wollen, dann müssen wir in diesem Bewusstsein wachsen. Ohne Jesus können wir nichts tun.

Ich muss ganz konkret daran arbeiten und mich mehr von dieser Wahrheit leiten lassen. Sie muss mein ganzen Denken und Handeln bestimmen. Und dafür will ich unbedingt beten. 

Vielleicht möchest du folgendes Gebet mit mir beten?

Kostbarer Herr Jesus, danke dir dafür, dass du in mir lebst. Es tut mir leid, dass ich so oft in eigener Kraft und ohne dich meinen Weg gehe. Bitte vergib mir. Du sehnst dich danach, dass ich mit dir in Gemeinschaft lebe und du möchtest mir alles geben was ich brauche. Du leitest mich sicheren Schrittes den Weg zu dir. Ich bitte dich. Hilf mir in dem Bewusstsein zu wachsen, dass ich nichts ohne dich tun kann. Amen