5000 Puzzleteile und das große Aber

von Rahel Fröse am 7. August 2016

pieces-of-the-puzzle-592781_640Für unsere Kurzbeiträge auf der Sommerfreizeit hatte ich an einem Abend eine selbst geschriebene Meditation vorgelesen. Der Gedanke dazu kam mir, nachdem ich ein ungelöstes Puzzle mit 5000 Teilen gesehen hatte. Die erste Freizeit hatte das Puzzle begonnen und wir durften uns in der zweiten Freizeit weiter daran versuchen. Den Text konnte ich dann auch auf der anschließenden Konferenz vor ca. 200 Mitarbeitern vorlesen.

Manchmal stehe ich vor unserer Aufgabe und fühle mich, als stände ich vor einem Puzzle mit 5000  Puzzleteilen, die chaotisch durcheinander auf dem Tisch liegen. Ich stehe vor unserer Vision (Jünger in unserer Stadt zu machen, die wiederum selbst wieder Jünger machen) und denke:     unmöglich.

Da sind so viele Mauern,
so viele verschlossene Türen,
da ist so viel Aberglaube,
und so viel Okultismus.

Die Menschen sind so anders, teilweise verschlossen, verzweifelt, hoffnungslos.
Da ist so viel Enttäuschung, zerstörte Hoffnung, da ist Leere und Resignation.
Und da ist ein Glaube, der die Menschen gefangen hält,
ein Glaube der Erlösung nur durch Leistung verspricht.
Ein Glaube, der die Menschen auf die Knie zwingt und sie dennoch oft so leer zurücklässt.
All das scheint mir so eine Macht zu haben, wie etwas, das die Puzzleteile auseinander treibt, obwohl sie doch zusammen gehören wollen.
Sie wurden doch alle dazu geschaffen, ein tolles Bild zu geben.

Ich sehe auf mich und mein Team.
Was sind wir schon im Gegensatz zu den vielen, vielen Menschen -
was ist ein Puzzler im Angesicht von 5000 Puzzleteilen?

Unsere Kraft ist klein. Wir sind schwach, oft an unseren eigenen Grenzen. Die Aufgabe - so groß.

Wie können wir das schaffen?
Wie kann aus dem, was uns oft noch wie ein großes Durcheinander aussieht,
wie kann aus dem der Leib Christi entstehen?
Wie aus Toten Lebendige?
Wie kann aus dem Durcheinander von 5000 Puzzleteilen in einem Karton ein Meisterwerk entstehen?
Ich stehe davor - Es ist mir zu groß. Zu groß, zu unmöglich, zu schwer.

Aber GOTT.
Ich hebe meinen Blick auf zu den Bergen - woher kommt unsere Hilfe?
Ich hebe meinen Blick auf zu Jesus und
plötzlich weichen alle Mauern,
öffnen sich alle Türen,
plötzlich durchflutet Licht die Dunkelheit,
plötzlich läuft Leben spendendes Wasser durch die Straßen der Stadt, in die Häuser, zu den Menschen.

Plötzlich scheint alles, alles möglich.
Es ist möglich ein Puzzle mit 5000 Teilen zusammen zu setzen.
Wie?

Geduld habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. (Hebr 10,36)

Geduld, ein Puzzle Teil nach dem anderen.
Mir wird bewusst, dass jede Begegnung, jedes Gespräch, jeder freundliche Gruß, jede Geschichte, die wir den Kindern erzählen, jeder Besuch, jede soziale Arbeit
wie ein Puzzle Teil an richtiger Stelle sein kann.
Eine für uns unbedeutende Tat, ein Wort, ein Gebet - all das sind so wichtige Teile, um das Ganze zu bilden. Sie sind ein wichtiger Schritt vorwärts, auch wenn es uns oft nicht so scheint.

Wir sind ein kleines Team, eine kleine Kraft - aber mit Jesus ist diese Kraft unschlagbar.
So wenige für so eine große Aufgabe, aber so ein großer Gott mit uns.
Ich denke an unsere Schwachheit und ich denke an Paulus. Was schrieb er noch an die Korinther?

Ich war bei euch in Schwachheit und Furcht und mit großem Zittern und mein Wort und meine Predigt geschah nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in der Weisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht stehe auf Menschen Weisheit, sondern auf Gotteskraft. (1.Kor 2,3–5)

Wie gut, dass der Erfolg unserer Arbeit nicht so sehr auf unsere Weisheit baut, wie beim Puzzeln, sondern auf die Kraft und das Wirken Gottes.
Und so wie das Puzzle eines Tages fertig sein wird, so wird auch eines Tages in unserer Stadt Gottes starke Gemeinde stehen.

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