5 wertvolle Lektionen zum Umgang mit der Zeit aus Psalm 39

von Danny Fröse am 24. August 2017

In unserer Familie haben wir die Tradition, dem Geburtstagskind zum Geburtstag den entsprechenden Psalm zu lesen. Ich feiere heute meinen 39.Geburtstag. Also lesen wir den 39.Psalm.

Seit zwei Tagen bin ich mit meiner Familie wieder in Albanien. Ein neuer Dienstabschnitt beginnt. Ich bin wieder zurück an dem Ort, wo Gott mich hingestellt hat. Hinter mir liegen fast 4 Jahre Leben und Dienst in Albanien. Und hinter mir liegen 39 Jahre Leben auf dieser Erde. Es sind gelebte Jahre, Monate, Stunden und Minuten. Keine von ihnen kommt jemals zurück. Sie sind dahin.

Wieviel Zeit mir noch auf dieser Erde bleibt, das weiß ich nicht. Wieviel Jahre ich hier noch in Krume wirken kann, das liegt allein in Gottes Hand.

Doch das ist nicht wichtig. Viel wichtiger ist, dass ich in der Zeit, die mir bleibt, mit meinem ganzem Herzen Gott liebe und zu seiner Ehre lebe.

Mein heutiger Geburtstagspsalm 39 bietet mir einige wichtige Lehren zu diesem Thema:

Lass mich begreifen, Herr, dass mein Leben begrenzt ist und meine Erdentage kurz bemessen sind! Lass mich erkennen, wie vergänglich ich bin! 6 Meine Lebenszeit gleicht in deinen Augen nur einer Handbreite, meine Zeit auf dieser Erde ist vor dir wie ein Nichts. Der Mensch ist nur ein Hauch, selbst wenn er noch so kraftvoll dazustehen scheint.// 7 Wie ein Schatten geht der Mensch ´über die Erde`,um sinnlose Dinge machen die Leute viel Lärm. Sie häufen Besitz auf, aber letztendlich weiß niemand, für wen. 8 Worauf soll ich denn nun meine Hoffnung setzen, Herr? Mein Warten und Hoffen gilt allein dir! (Neue Genfer Übersetzung)

Hier folgen die 5 Lehren aus dem Abschnitt:

1. Meine Zeit ist begrenzt.

Der Psalmist hat nur einen Wunsch. Er bittet Gott um eine klare Erkenntnis darüber, dass sein Leben begrenzt ist. Auch Mose betete in Psalm 90 das gleiche, als er sagte: “Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.”

Die Erkenntnis darüber, dass unsere Zeit begrenzt ist, sollte uns dahin führen, diese nicht zu vergeuden, sondern achtsam mit ihr umzugehen.

Wenn ich deshalb an meinen Dienst denke, dann will ich darauf achten, dass meine Zeit hier in Krume begrenzt ist. Dies soll mich dahin führen, dass ich die Menschen mit aller Kraft liebe, ihnen diene und ihnen das Evangelium von Jesus Christus bringe.

Auch in Gebetszeiten für die Menschen, zu denen Gott mich gesandt hat, will ich mehr Zeit investieren. Am Ende meines Dienstes werde ich vielleicht einiges Bedauern, aber ganz sicher nicht, dass ich zu viel gebetet habe.

2. Mein Leben liegt in Gottes Hand.

Diese trostvolle Wahrheit finden wir auch in Psalm 139 beschrieben. Alle Tage meines Lebens sind gezählt. Gott kennt jeden einzelnen dieser Tage. Das tut so gut zu wissen.

Vor Gott ist mein Leben wie nichts und doch kennt er alle Details meines Lebens. Und nicht nur das: Er liebt mich so sehr, dass er sogar seinen Sohn gesandt hat, um mich zu seinem Kind zu machen.

3. Mein Leben kann schnell vorbei sein.

Sich dieser Wahrheit bewusst zu sein, ist nicht leicht. Ich lebe oft so, als wenn ich davon ausgenommen bin. Aber nicht umsonst lesen wir davon, dass unser Leben wie ein Hauch ist, wie ein Dampf, der eine kurze Zeit bleibt und dann verschwindet. Gott allein kennt den Tag, an dem ich sterbe. Jeder Tag könnte mein letzter sein.

Doch wie würde ich leben, wenn ich wüsste, heute wäre mein letzter Tag? Ich würde mir die Kostbarkeit des Tages vor Augen halten und mich ganz Gott und den Menschen hingeben. Weil jeder Tag der letzte sein kann, sollte ich demnach auch so leben, als wäre es so, oder nicht?

4. Besitz und andere Dinge bringen am Ende nichts.

Der Vergänglichkeit des Lebens stellt der Psalmist dann die Vergänglichkeit und Sinnlosigkeit von Besitz und anderen Dingen gegenüber.(V.7) Interessant ist, dass es auch damals schon die gleichen Probleme von Materialismus und dem Anhäufen von sinnlosen Dingen gab.

Ich will darauf achten, dass ich mich nicht zu sehr an irdische Dinge hänge. Die Sorgen, die mich beschäftigen, sollen auf Gottes Reich und die Ausbreitung desselben gerichtet sein.

5. Gott ist meine Hoffnung.

Im Anblick der Vergänglichkeit des Lebens stellt der Psalmist Gott die Frage: “Worauf soll ich denn nun meine Hoffnung setzen, Herr? Mein Warten und Hoffen gilt allein dir! ”(V.8)

Er sagt damit: Gott, wenn meine Zeit begrenzt ist und wenn mein Leben in deiner Hand liegt und du allein weißt, wann es enden wird, dann will ich mich ganz auf dich werfen. Ich will mit dir und deiner Hilfe rechnen. Ich bitte dich, hilf mir, so zu leben, dass ich meine Zeit sinnvoll nutze. Hilf mir zu verstehen, wie vergänglich das Leben ist, damit ich jeden Tag so lebe, als wäre es mein letzter.

Ich wünsche mir sehr, dass mir diese 5 Lehren in meinem neuen Lebensjahr vor Augen sind. Sie sollen mir helfen, ein Leben zu leben, dass Sinn macht in den Augen meines Schöpfers. Und das gleiche wünsche ich dir auch.

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