Jetzt ist die Zeit, um „Die Chroniken von Narnia“ vorzulesen!

Ich weiß, wie wichtig es ist, Kindern Bücher vorzulesen. Vor allem auch in der Zeit, in der sie selber beginnen zu lesen. Ich habe nun zwei von diesen Kindern, erste und zweite Klasse. Dann habe ich aber auch noch zwei süße kleine Feger, die es mir manchmal nicht so einfach machen, mich mit den beiden Großen hinzusetzen und zu lesen. 

Aber da wir jetzt viel Zeit drin verbringen „müssen“, habe ich beschlossen, ihnen die Narnia Bücher von C.S. Lewis vorzulesen. Ein lieber Freund hat uns vor einigen Jahren alle 7 Bände geschenkt. Jetzt, so spürte ich, ist die Zeit, sie vorzulesen. Für meine Kinder und ja, auch für mich selbst. Ich habe sie nämlich auch noch nie gelesen. 

Eines Tages werden wir die Zeit des lock downs nicht nur mir negativen Dingen assoziieren sondern damit: da haben wir die tollen Narnia Bücher gelesen!

Das Buch „Der König von Narnia“ haben wir nun schon fast durch, nicht, ohne die ein oder andere Träne zu vergießen. Lewis Sprache ist auf der einen Seite so einfach und doch so wunderschön bildhaft. Ich liebe es, ihn zu lesen und vorzulesen. Dazu noch die Parallelen zu Jesus und dem Geschehen in der Welt. Es ist genial und toll, darüber mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. 

Nun habe ich ein Kind, dem es sehr schwer fällt, länger still zu sitzen, wenn er „nur“ zuhören muss. Das andere ist das Gegenteil. Es hängt gerade zu an meinen Lippen und saugt alles auf. Wenn ich frage, soll ich noch weiter lesen, höre ich ein eindeutiges ja und nein. 

Ich habe mir nun überlegt, dass ich mein eher unruhiges Kind sich beschäftigen lasse, während ich lese. Meistens mit malen oder ausmalen. Das hilft beim zuhören. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch das stillsitzen und aufmerksam zuhören trainieren. Dafür ist jetzt die richtige Zeit.

Also, wenn dir für deine Grundschulkinder (oder auch ältere), oder auch für dich, noch ein (oder eben mehrere) fehlt, dann empfehle ich dir sehr, zu den Narnia Büchern von C.S.Lewis zu greifen. 

Photo by Chris Bair on Unsplash

„Dass Ich wäre wie in den früheren Monaten…“

Dieser Satz könnte wohl von fast jedem Bewohner dieser Erde in dieser Zeit stammen. Ach, wenn ich doch wieder da wäre, wo ich vor Corona war. Was war mein Leben da noch geordnet und geplant und gesichert und …

Seit einigen Wochen ist alles anders. Und ich ertappe mich, dass ich das auch manchmal denke.

Hiobs Sehnen

Dieser Satzanfang stammt aber nicht von mir, sondern von einem Mann, der vor einigen tausend Jahren gelebt hat: Hiob. Als ich das Buch Hiob in diesen Tagen gelesen habe, da fiel mir dieser Satz besonders auf. (Wahrscheinlich wäre er mir in normalen Zeiten nicht so aufgefallen…) 

„Dass ich wäre wie in den früheren Monaten, wie in den Tagen, da Gott mich behütete!“ (Hiob 29,2)

Dann benennt Hiob eine ganze Liste an Dingen, die sein Leben vor den Tagen, in denen er sich befand, ausmachten:

Er war geehrt, hatte Einfluss und Reichtum. Jeder holte sich gerne Rat bei ihm. Er war ein Helfer der Armen, der Witwen und Waisen, er machte den Mutlosen Mut und war bekannt für sein Gerechtigkeit, die ihn bekleidete. Wenn man Hiobs Beschreibung seiner selbst so liest, dann staunt man nur über so einen scheinbar  tadellosen Mann. 

Kapitel 30 jedoch bringt den Bruch. Da kommt das große Seufzen: 

„Jetzt aber lachen sie über mich, die jünger sind als ich an Jahren…“

Das ist bitter und es ist wirklich kein Wunder, bei all dem, was man dann liest, dass Hiob sich die früheren Zeiten zurückwünscht.

Und unser Sehnen?

In diesen Tagen geht es mir auch immer wieder so. 

Wie war es doch noch alles einfach, in den Tagen vor Corona. Was hatte man da doch für Freiheiten. Und wie schienen die Sorgen klein im Vergleich zu den gegenwärtigen. Wie unbekümmert konnte man noch planen und reisen und leben.

Wir konnte man doch noch Besuche machen und Gemeinschaft genießen. Zur Gemeinde gehen (das können wir schon seit 6 Jahren nicht mehr, da es hier keine Gemeinde gibt). Ach, wie war doch alles noch gut, in früheren Zeiten. Was waren die Probleme doch noch klein und kaum bemerkenswert im Vergleich zu den Nachrichten, die uns täglich mit viel Schrecken und Angst bombardieren. 

Was hatten wir doch für ein schönes Leben. … so denkst du vielleicht auch manchmal?

Mein Leben hier und jetzt

Heute haben wir wieder neue Anweisungen von unserem Präsidenten bekommen. Sonntags darf man nun gar nicht mehr raus. Alle sollen und müssen zuhause bleiben. Ab Montag darf nur noch einer aus der Familie zum einkaufen gehen. Und  das seit neustem nun nur mit einer Genehmigung, die man sich per Mail oder telefonisch einholen muss. (Wo und wie das alles funktionieren soll, das verstehe ich nicht. Naja, es wird sich schon zeigen.)

Ich merke, wie ich innerlich etwas aufbegehre gegen diese strengen Regeln. 

In früheren Zeiten, als ich noch alle Freiheit hatte mich zu bewegen, selbst da habe ich mich hier des Öfteren eingesperrt gefühlt. Wir leben in so einem kleinen Ort, es gibt hier kaum etwas, was man unternehmen könnte, außer in die Natur zu gehen, oder mal in den Kosovo zu fahren, um etwas anderes zu sehen und freiere Luft zu schnuppern. 

Jetzt ist alles dicht. Jetzt könnte man von gefangen sein sprechen. Der Kosovo ist dicht. Aus dem Ort darf man nur mit Genehmigung fahren und kommt kaum mehr rein. Die Ausgänge und Eingänge sind von der Polizei gesichert. Nun darf man eigentlich auch gar nicht mehr raus. Ich kann nicht nach Deutschland fliegen und keine Post oder Päckchen erhalten (wie es aussieht…) Wir leben fast in einer absoluten Quarantäne.

Wie gut ging es uns da doch vorher. Wie konnte ich mich nur gefangen fühlen, wenn ich doch so viel Freiheit hatte, im Vergleich zu unserer momentanen Situation. 

Mein Leitvers in diesen Tagen 

Heute las ich im Philipperbrief Verse, die mich sehr herausgefordert haben und die ich mir groß in mein Herz schreiben möchte in den nächsten Wochen (wer weiß schon, was die noch mit sich bringen werden):

“Denn ich habe gelernt, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein.

Ich weiß, was es heißt, sich einschränken zu müssen, und ich weiß, wie es ist, wenn     alles im Überfluss zur Verfügung steht. Mit allem bin ich voll und ganz vertraut:

satt zu sein und zu hungern, Überfluss zu haben und Entbehrungen zu ertragen.

Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht.“

 (Philipper 4,11-13)

Paulus hat es gelernt. Das finde ich ermutigend. Er konnte es nicht von Anfang an, sonst hätte er es nicht lernen müssen. Ich will mich nicht, wie Hiob, in die früheren Zeiten zurücksehnen, sondern ich möchte mit dem, der alles in mir zu tun vermag, Jesus, lernen, was es heißt, hier und in dieser Situation zu leben und das in Zufriedenheit! Dazu brauche ich Seine Kraft, ganz sicher! Aber die stellt er mir ja gerne bereit.  

Lasst uns gemeinsam lernen, was die Worte Paulus bedeuten. 

Ich habe es gelernt, frei zu sein und ich habe gelernt, isoliert zu sein. 

Ich habe gelernt, in der Weite zu leben und ich habe gelernt in der Enge zu leben. 

Alles aber vermag ich durch den, der mich kräftigt: Jesus! Welche wunderbare Chance, das gerade jetzt lernen zu dürfen. Bist du dabei?

Tageszeitengebete (Teil 3)

Hier nun der dritte Teil meiner kleinen Gebetsreihe.

Ich möchte noch einmal betonen, dass diese Gebete nicht der Ersatz sind für unsere sonstigen Gebete. Für manche sind sie vielleicht zu wenig christuszentriert, zu wenig anbetungsorientiert oder was auch immer. Diese Gebete helfen mir einfach zu diesen drei festen Zeiten des Tages kurz inne zuhalten, meine Gedanken zu sammeln und sie mit Herz und Zunge meinem Herrn zu bringen. 

Vielleicht spornen dich die Worte an, deine eigenen Gebete zu formulieren und in ein Heft zu schreiben und sie immer wieder an dein Herz zu nehmen und sie Jesus zu bringen als ein wohlgefälliges Opfer… 

Noch ein Wort zu Hanna Hümmer: sie und ihr Mann haben die Christusbruderschaft in Selbitz gegründet, ein Ordenshaus. Viele meiner Gebete stammen von ihr aus dem wirklich tollen kleinen Buch „Es ist ein Raum bei dir - Gebete“.

1

Gott, zu Dir rufe ich in der Frühe des Tages.

Hilf mir beten

und meine Gedanken sammeln zu Dir;

ich kann es nicht allein.

In mir ist es finster,

aber bei Dir ist das Licht;

ich bin einsam, aber Du verlässt mich nicht;

ich bin kleinmütig, aber bei Dir ist die Hilfe;

ich bin unruhig, aber bei Dir ist der Friede;

in mir ist Bitterkeit, aber bei Dir ist die Geduld;

ich verstehe Deine Wege nicht, aber

Du weißt den Weg für mich.

Vater im Himmel,

Lob und Dank

sei Dir für die Ruhe der Nacht;

Lob und Dank sei Dir für den neuen Tag.

Lob und Dank sei Dir für alle Deine Güte

und Treue in meinem vergangenen Leben.

Du hast mir viel Gutes erwiesen,

lass mich nun auch das Schwere

aus Deiner Hand hinnehmen.

Du wirst mir nicht mehr auflegen,

als ich tragen kann.

Du lässt Deinen Kindern alle Dinge zum

Besten dienen.

(Morgengebet von Dietrich Bonhoeffer)

2

Herr Jesus Christus,

Ich möchte dich anbeten.

Du bist das große Du,

Das mein Leben erfüllt.

Du bist der weite Raum,

Der alles in mir zur Ruhe bringt.

Du hast Anbetung geschaffen,

Wo Unruhe war in meinem Herzen.

Allen Unfrieden hast du getilgt

Und mich mit deinem Frieden gestillt. 

Du machst mein Leben leuchtend

Durch deine heilige Gegenwart.

Ehre sei dir, o Christus!

(Hanna Hümmer)

Herr Jesus Christus,

Ich bringe dir diesen Tag zurück,

Mit allem, was er gebracht hat,

Mit allem, was mich bewegt hat.

Ich danke dir, dass ich wissen darf 

Um den Raum deiner Liebe 

In allen Situationen meines Lebens,

Wenn ich noch klage und unzufrieden bin

mit meinem Leben.

Du verstehst meine Gedanken,

Meine Nöte und Anfechtungen.

Du stillst mein Fragen.

Ich bringe dir die Menschen,

Die dich nicht kennen und lieben,

Die nicht an deine Liebe glauben.

Sie ist größer als alle Schuld.

Ich danke dir,

Dass du in der Nacht denen hilfst,

Die dich zu den Menschen tragen,

Die dir überall auf der Welt dienen. 

Herr, erbarme dich ihrer. 

Erbarme dich meiner. 

Photo by Artem Kovalev on Unsplash

Tageszeitengebete (Teil 2)

Hier sind nun die nächsten drei Gebete. Bei manchen Gebeten ist mir der Autor nicht bekannt. 

1

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

Dass ich liebe übe,

Wo man sich hasst.

Dass Ich verzeihe,

Wo man sich beleidigt.

Dass Ich verbinde,

Wo Streit ist.

Dass ich die Wahrheit sage,

Wo der Irrtum herrscht.

Dass ich den Glauben bringe,

Wo der Zweifel drückt.

Dass ich Hoffnung wecke,

Wo Verzweiflung quält.

Dass ich ein Licht anzünde,

Wo die Finsternis regiert.

Dass ich Freude mache, 

wo der Kummer wohnt.

Herr, lass du mich trachten, 

nicht, dass ich getröstet werde,

Sondern dass ich tröste.

Nicht, dass ich verstanden werde,

Sondern dass ich andere verstehe.

Nicht, dass ich geliebt werde,

Sondern dass ich andere liebe. 

Denn wer da hingibt, der empfängt.

Wer sich selbst vergisst, der findet. 

Wer verzeiht, dem wird verziehen.

Und wer da stirbt, erwacht zum ewigen Leben. 

(Franz von Assisi)

2

Herr, du bist so gut.

Du gibst mir alles. 

Du sprichst in mein Versagen,

In meine Armut dein Wort.

Du schenkst in meine Schwachheit

Die Gnade deiner Gegenwart.

Du rührst mich an,

Dass Ich erwache für dich,

Dass ich annehme,

Was du gibst,

Und mit Freuden den Weg gehe,

Den du weintest.

Aus all meiner Schwachheit

Führt mich immer ein Weg zu dir,

Und immer führt er

In die Begegnung mit dir. 

(Hanna Hümmer aus „Es ist ein Raum in mir“)

Gott, 

In deine Hände lege ich vertrauensvoll mein Leben.

Deiner bergenden Hand überlasse ich mich ganz:

mein unruhiges Herz und

meine ruhelosen Gedanken,

meinen zerstreuten Geist und

meine aufgewühlten Gefühle,

meinen schutzlosen Leib und

meine Verwundete Seele,

meine Hartnäckigkeit und Hartherzigkeit,

meine Empfindsamkeit und Verletzlichkeit,

meine Zärtlichkeit und Behutsamkeit.

In deine heilende Hand lege ich 

Meine Verwundungen und Schmerzen,

Meine Unzulänglichkeiten und mein Versagen,

meine Grenzen und Schwierigkeiten,

meine Veranlagungen und Begabungen.

In deine offene Hand werfe ich mich 

mit ausgestreckten armen und geschlossenen Augen,

Am Ende dieses Tages und alle Tage,

Voller Vertrauen.

Photo by Olivia Snow on Unsplash

Toller Ferienspaß von Kindern für Kinder

Wir kennen die Cramers schon recht lange. Damals hatten sie noch keine Kinder, wir waren nicht verheiratet und wir haben gemeinsam die Jugend geleitet. 

In dem Jahr, als wir dann geheiratet haben, waren wir gemeinsam in Norwegen auf einer Jugendfreizeit und damals war Lea ein Krabbelkind. Nun, die Zeit vergeht. Mittlerweile haben wir zusammen 8 Kinder und die kleine Lea ist inzwischen 12. 

Mich hat die Energie der Cramers immer fasziniert, ihre Organisation und was sie nicht alles auf die Beine gestellt haben. Das hat anscheinend auch auf ihre Kinder abgefärbt. Jedenfalls haben sie sich überlegt, einen online Ferienspaß zu machen, d.h. an jedem Tag gibt es etwas anderes. Bastelarbeiten, backen, tanzen, Witze etc. Ich finde es wirklich sehr süß gemacht und eine wirklich tolle Idee. Das besondere finde ich, dass es wirklich von den Kindern kommt und sie die Dinge erklären und machen. 

Vielleicht ist es auch etwas für dich und deine Kinder oder Enkelkinder oder… 

Schau doch dort mal vorbei. Es braucht zwar eine Anmeldung, aber das funktioniert problemlos. Klicke einfach auf den Link und zu gelangst zur Anmeldung.

ONLINE FERIENSPASS

Mit was füllst du dich?

Zu Beginn der Krise war ich recht begierig, die Nachrichten am Abend anzuschauen und zu sehen, wie sich die ganze Geschichte mit Corona weiterentwickelt. Mittlerweile schalte ich die Nachrichten gar nicht mehr ein. Ein oder zwei Mal am Tag schaue ich in die online Nachrichten oder frage meinen Mann über aktuelle Entwicklungen in Deutschland.

Was die Situation in Albanien anbelangt, werden wir von unseren Freunden hier gut über neue Regeln informiert (oder vom Präsidenten persönlich per sms 🙂 oder Ich gehe zu unseren Nachbarn unten und schaue kurz in den stetig laufenden Fernseher, der am laufenden Band Nachrichten und Bilder bringt. 

Seit heute haben wir die Gewissheit, dass das Virus auch bis in unsere Stadt gekommen ist. 

Bei all dieser Informationsflut wird mir eines sehr bewusst: je mehr ich höre und lese und mich mit all dem beschäftigte, desto mehr bin ich belastet und nicht frei, den Tag über freudig und hoffnungsvoll zu leben. 

In Sprüche fand ich Bestätigung dafür. In den Weisheitssprüchen ist sehr oft die Rede vom Reden, von unserem Mund, oder den Lippen oder von Worten. Wir wissen ja nur zu gut, dass Worte eine unheimliche Macht auf unser Leben ausüben. Gute, aber auch Schlechte. 

„Kummer im Herzen eines Mannes drückt ihn nieder, aber ein gutes Wort erfreut es.“

(Sprüche 12,25) 

„Freundliche Worte sind Honig, Süßes für die Seele und Heilung für das Gebein.“

(Sprüche 16,24)

„Goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, so ist ein Wort geredet zu seiner Zeit.“

(Sprüche 25,11)

Dies sind nur einige der positiven Beschreibungen für das, was gute Worte bewirken. Wir brauchen diese guten Worte. Wir müssen uns füllen lassen mit freundlichen Worten von Freunden, aber vor allem von Gott selbst!

Gottes Worte sind Honig, wahres Gold v.a. in dieser Zeit größter Unsicherheit und Sorgen. Lass dich von ihnen füllen und erfüllen. Lese mindestens so viel in deiner Bibel, wie du im Internet surfst, Nachrichten liest und schaust. Höre dir gute, christuszentrierte Predigten an, lese ermutigende Blogs, mache Lobpreismusik zu deinem Begleiter. Und dann mach die Musik mal richtig laut, und tanze und singe mit! Hebe deine Arme und bete Gott an in diesem ganzen Chaos, das vor Gott ein kleines ist. 

Fülle dein Herz mit Gutem! Wache über deinem Herzen, denn aus ihm strömt dein Leben. (Sprüche 4,23) Womit du dich füllst, wird letztendlich entscheiden, wie du deine Tage lebst, wie es deinem Herzen geht und wie stabil du bist für die Anforderungen des Tages (vielleicht Kinder, die dich brauchen?)

Ich empfehle dir sehr, die Sprüche zu lesen. Sie geben, wie ich finde, sehr gute Ratschläge in dieser Zeit. Lese und höre Gottes Wort. Lege deine Romane weg und lese Gottes Wort! Jetzt ist die Zeit dafür! Und lass seine Worte dein Herz bis zum Rand füllen, sein „Fürchte dich nicht“, damit alles Schwere, Sorgen und Ängste keinen Platz mehr haben und sie aus deinem Herzen schwappen...

Photo by Diego González on Unsplash

Die Corona-Pandemie und die Vorsehung Gottes

An Artikeln zur Corona-Krise fehlt es ganz gewiss nicht. Das Internet und die Nachrichten sind voll von diesem einen Thema. Ein Virus hält die Welt in Atem. Ja, die Welt steht still in diesen Tagen. Unzählige Länder haben ihren Bürgern geboten zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Doch die Frage, die wir Christen uns stellen müssen ist:

Wie gehen wir mit diesem Ereignis um? Welche Rolle spielt unser Glaube? Wo finden wir den allmächtigen Gott in all dem?

Hast du dir darüber schon Gedanken gemacht?

Und wenn ja, was wären deine Antworten auf die Fragen? Immerhin befinden wir uns in einer Krise, wie sie die Welt so noch nicht erlebt hat.

Die Fakten

Die COVID-19-Pandemie ist ein Ausbruch der neuartigen Atemwegserkrankung COVID-19. Diese Erkrankung war erstmals Ende Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei auffällig geworden, entwickelte sich im Januar 2020 in der Volksrepublik China zur Epidemie und breitete sich schließlich weltweit aus. (Quelle: Wikipedia)

In der letzten Woche haben sich dann die Ereignisse überschlagen. Und nun steht die Welt still. Die Kurve der Infiziertenzahlen soll möglichst flach gehalten werden und deswegen sind überall auf der Welt Veranstaltungen abgesagt und Geschäfte geschlossen worden. Die Menschen sollen zu Hause bleiben.

Es haben sich bislang über 300.000 Menschen infiziert und über 15.000 sind daran schon gestorben. ANGST und SCHRECKEN verbreitet dieses Virus und die Folgen für die Welt sind unabsehbar.

Doch für Christen steht eines fest:

Mitten in dieser Notlage muss unser Blick auf Gott gerichtet sein.

Die wichtige Frage ist: Wie hat Gott sich in seinem Wort offenbart und was sollen wir nun über Ihn denken während dieser Pandemie.

Ich möchte dich nun mit hineinnehmen in eine kleine "theologische Lehreinheit". Es geht um Folgendes:

Gottes Handeln in der Natur, die Versorgung der Tiere, der Wechsel der Jahreszeiten, verschiedene Wetterlagen, Naturereignisse jeder Art und auch Pandemien, beschreibt man mit diesem Begriff: die Vorsehung Gottes.

Johannes Calvin hat in seiner Institutio eine sehr treffende und biblische Abhandlung über das Thema verfasst und ich hoffe du kannst mir folgen bei diesem Blick auf Gott, den ich nun mit dir wagen will. Es tut gut, wenn wir diese Perspektive auf Gott einnehmen.

Fangen wir an mit einer kurzen Beschreibung, was man unter Vorsehung versteht.

Die Vorsehung Gottes

Den Begriff "Vorsehung" finden wir so nicht in der Bibel, aber er fasst Gottes Fürsorge in seiner unendlichen Vielfalt sehr gut zusammen.

Gott, der große Schöpfer aller Dinge, erhält, lenkt, verfügt und regiert über alle Kreaturen, Handlungen und Dinge – von den größten bis hin zu den geringsten – durch seine vollkommen weise und heilige Vorsehung, nach dem unfehlbaren Vorauswissen und dem freien und unveränderlichen Ratschluss seines eigenen Willens zum Lob seiner herrlichen Weisheit, Macht, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Vorsehung - das muss der Leser festhalten - bedeutet also nicht, dass Gott müßig im Himmel betrachtete, was auf Erden vor sich gehet, sondern im Gegenteil, dass er gewissermaßen das Ruder hält und also alle Ereignisse lenkt. I.16.4

Der Glaube dagegen muss höher dringen; denn er soll wissen: Der, den er als Schöpfer aller Dinge kennen gelernt hat, der ist auch ihr ständiger Lenker und Erhalter, und zwar geschieht diese Erhaltung nicht dadurch, dass er das ganze Weltgebäude wie auch seine einzelnen Teile bloss allgemein in Bewegung erhält; nein, er trägt, nährt und umsorgt in besonderer Vorsehung jedes einzelne, das er geschaffen hat, bis zum geringsten Sperling. I.16.1

Die Bibel ist voll von Aussagen, die uns Gewissheit darüber geben, dass Gott diese Welt nicht sich selbst überlassen hat. Über Jesus wird gesagt, dass er alle Dinge zusammenhält (Hebr. 1,3) und dass alles durch ihn besteht (Kol. 1,16). Würde Gott nur einen Moment seine fürsorgliche Hand, mit der er die Schöpfung zusammenhält, wegnehmen, würde alles vergehen.

Darf ich dich fragen: Glaubst du, dass Gott alles zusammenhält? Ein richtiges Verständnis von Gottes Allmacht, mit welcher er seine Schöpfung erhält, ist meiner Meinung nach sehr hilfreich, um gerade in schwierigen Zeiten die richtige Perspektive einzunehmen.

Zu aller erst führt uns diese Sicht zu folgendem Punkt:

Gott regiert

Wer an Gott als Schöpfer glaubt, kommt eigentlich nicht drum herum, Gott auch als Erhalter der Schöpfung anzuerkennen.

Nichts auf dieser Welt geschieht außerhalb von Gottes souveränem Willen. Auch die Ausbreitung des Covid19-Virus unterliegt der weisen Herrschaft eines Gottes, dessen Pläne und Absichten wir nicht kennen. Wie sagt es Calvin so treffend:

Wenn dichte Wolken den Himmel bedecken und heftiger Sturm ausbricht, so sehen unsere Augen nur traurige Finsternis, unsere Ohren betäubt der Donner, und all unsere Sinne erstarren vor Schrecken; deshalb scheint uns alles zusammenzubrechen und durcheinander zugeraten - aber unterdessen bleibt im Himmel stets die gleiche Ruhe und Heiterkeit! So sollen wir auch festhalten: Wenn uns in der Welt das Durcheinander alles Urteilen unmöglich machen will, so leitet doch Gott mit dem reinen Lichte seiner Gerechtigkeit und Weisheit selbst alle diese Bewegungen in bestimmter Ordnung und führt sie zum rechten Ziel. I.17.1

Ist das nicht beruhigend? Die Welt gerät in Unordnung. Nichts ist mehr wie es war. Die Menschen haben Angst und sind erfüllt von Unsicherheit. Aber Gott regiert und er führt seinen Plan aus. Diese Einsicht führt uns zum zweiten Punkt:

Wir sind gedemütigt

Als Menschen müssen wir anerkennen, dass wir unser Leben nicht in der Hand haben. Ja, wir haben viel erreicht. Im Zeitalter der Digitalisierung sind den technischen Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Auch die Olympischen Spielen 2020 in Tokio sollten mal wieder ein Fest der menschlichen Hybris werden. Doch nun begreifen wir Menschen, wie fragil und vergänglich all unsere Pläne sind, wenn wir uns messen wollen mit einem Gott, der andere Pläne hat.

Da Gott sich das Recht der Weltregierung, das uns nicht bekannt ist, selbst vorbehalten hat, so muss dies das Gesetz unserer Demut und Bescheidenheit sein, an seiner höchsten Befehlsgewalt zu hängen, damit sein Wille für uns die einzige Richtschnur der Gerechtigkeit und die gerechteste Ursache aller Dinge sei. I.17.2

Wie sagte es Jakobus so schön in seinem Brief:

Nun zu euch, die ihr sagt: »Heute oder spätestens morgen werden wir in die und die Stadt reisen! Wir werden ein Jahr lang dort bleiben, werden Geschäfte machen und werden viel Geld verdienen!« Dabei wisst ihr nicht einmal, was morgen sein wird! Was ist schon euer Leben? Ein Dampfwölkchen seid ihr, das für eine kleine Weile zu sehen ist und dann wieder verschwindet. Statt solche selbstsicheren Behauptungen aufzustellen, solltet ihr lieber sagen: »Wenn der Herr es will, werden wir dann noch am Leben sein und dieses oder jenes tun.«

Alle eigene Pläne sollen wir demütig und bescheiden dem Willen Gottes unterstellen. Dies lehrt uns die Corona-Krise sehr, sehr deutlich.

Wir sind frei von Sorgen

Gott regiert und Er ist unser liebender Vater. Er hat uns verheißen, für uns zu sorgen. Damit steht fest, dass wir uns nicht zu sorgen brauchen. Ja, die Bibel gebietet es uns sogar, dass wir uns keine Sorgen machen sollen. Selbstverständlich ist dies in solchen Zeiten nicht leicht. Die ganze Welt ist gerade ins Chaos gestürzt. Doch lies mal was Calvin sagt:

Aber sobald das Licht der göttlichen Vorsehung einem frommen Menschen aufgeht, wird er nicht nur von jener furchtbarsten Not und Furcht, die ihn zuvor drückte, sondern von aller Sorge befreit und erlöst. I.17.11

Wer wahrhaft an Gottes Allmacht und seine väterliche Fürsorge glaubt, der hat keinen Grund zu sorgen, immerhin hat Gott verheißen, dass er für uns ist. Und sollten die Sorgen doch immer wieder hoch kommen, dann können wir sie getrost beständig bei Gott abladen:

Beugt euch also unter die starke Hand Gottes; dann wird er euch erhöhen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Und legt alle eure Sorgen bei ihm ab, denn er sorgt für euch. (1.Petr 5,6-7)

Wir sind sicher

Dies zu begreifen ist unendlich kostbar. Nichts kann uns schaden, was Gott in seiner Weisheit nicht zugelassen hat. Wir als seine Kinder haben allen Grund uns sicher zu wissen, weil wir unter dem Schutz des lebendigen Gottes stehen.

Natürlich wollen wir weiter vorsichtig sein, wenn es um den Schutz vor dem Virus geht, denn menschliche Verantwortung ist durch die göttliche Vorsehung nicht aufgehoben. Aber in all der Unsicherheit, in all dem Chaos, dass nun auf uns zukommt, sind wir als Kinder Gottes sicher, denn wir gehören zu dem, der alle Dinge in seiner Hand hält. Wie sagt es Calvin so treffend:

Wer nun Gottes Allmacht das ihr zukommende Lob zollt, der hat einen doppelten Segen davon: Erstens erkennt er, dass Gott unerschöpflich wohlzutun vermag, da er ja Himmel und Erde in Besitz hat und da alle Geschöpfe auf seinen Wink schauen, um ihm Gehorsam zu leisten.
Zweitens erfährt er, dass man in seinem Schutze sicher ruhen kann; denn seinem Willen ist ja alles unterworfen, was sonst als schädlich zu fürchten wäre; sein Befehl hält den Satan mit all seinem Heer und all seiner List wie an einem Zügel der Gewalt, und von seinem Wink hängt auch ab, was unserem Heil zuwider ist. I.16.3

Wir sind getröstet

Und am Ende bleibt uns der Trost. Inmitten von Trauer, Tränen und Verzweiflung werden wir getröstet, weil Gott regiert. Auch wenn es vielleicht erstmal schwer fällt dies anzunehmen, aber am Ende ist der Glaube an die Vorsehung Gottes das einzige, was hält. Wir sind nicht den Mächten der Natur ausgeliefert, einem Virus der sich unaufhaltsam verbreitet. Gerade hierin liegt der größte Trost, dass Gott auch im schlimmsten Leid derjenige ist, der im Regimente sitzt und der das Leid zugelassen hat. Lies doch mal folgendes Zitat.

Das ist eben, sage ich, der Trost, dass er anerkennt: Der himmlische Vater hält mit seiner Macht alles zusammen, regiert alles mit seinem Befehl und Wink, ordnet alles mit seiner Weisheit, so dass nichts vorfällt ohne seine Bestimmung. Das ist der Trost, dass der Glaubende, seinem Schutz übergeben, der Fürsorge der Engel anvertraut, nun weiß: kein Schaden von Wasser, Feuer oder Schwert kann ihn antasten, als nur soweit es Gott, der im Regimente sitzt, gefallen hat, ihnen Raum zu geben. I.17.11

Sei dir sicher lieber Christ: Gott regiert auch in dieser Corona Krise. Mach dir keine Sorgen - du bist sicher in der Hand eines allmächtigen Gottes, der auch dein fürsorglicher Vater ist. Hierin liegt der größte Trost. Sei gesegnet!

Photo by Mick De Paola on Unsplash

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Gott, der große Schöpfer aller Dinge, erhält, lenkt, verfügt und regiert über alle Kreaturen, Handlungen und Dinge – von den größten bis hin zu den geringsten – durch seine vollkommen weise und heilige Vorsehung, nach dem unfehlbaren Vorauswissen und dem freien und unveränderlichen Ratschluss seines eigenen Willens zum Lob seiner herrlichen Weisheit, Macht, Gerechtigkeit und Barm-herzigkeit.

Wie du deine Zeit in der Corona-Krise nutzen kannst

Auf einmal haben wir Zeit. Ist das nicht gewaltig?

Es läuft kein Fußball mehr im Fernsehen, die Gemeindeveranstaltungen sind auch ausgesetzt. Das soziale Leben ist eingeschränkt und uns allen ist empfohlen in den eigenen 4 Wänden zu bleiben. (In Albanien ist uns sogar befohlen zu Hause zu bleiben.)

Wahrscheinlich hast du schon die eine oder andere Idee, wie du deine Zeit nutzen kannst. Aber darf ich dir an dieser Stelle noch den einen oder anderen kleinen Tipp weitergeben?

Lies doch mal was

Ich liebe es zu lesen. Doch mit 4 Kindern ist es auch in Zeiten der Coronakrise nicht leicht Ruhe und Zeit dafür zu finden.

Falls es bei dir anders ist, dann habe ich folgende Empfehlungen:

Lies ein gutes theologisches Buch - Wie wäre es mit dem modernen Klassiker "Gott erkennen" von J.I.Packer. Darin findest du herrliche Wahrheiten über Gott entfaltet. Garantiert wirst du deinen Gott besser kennen und lieben lernen.

Lies einen christlichen Klassiker - "Die Bekenntnisse" von Augustinus gehört in diese Sparte. Es ist geschrieben als ein Gebet zu Gott, in welchem Augustinus autobiografisch sein Leben betrachtet.

Lies ein Werk der Weltliteratur - "Jane Eyre" von Charlotte Brontë ist ein Buch, dass dich garantiert in seinen Bann ziehen wird. Auch wenn es geschrieben ist aus der Perspektive eines jungen Mädchens, ist es für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Lies jeden Tag ein Abschnitt aus diesem PDF - Westminster Bookstore hat Kapitel aus seelsorgerlichen Büchern in ihrem Angebot zusammengestellt. Die Kapitel sollen Mut machen und Hoffnung geben in diesen Zeiten. (leider sind die Bücher in Englisch.)

Lies deine Bibel - Ich hoffe dies ist selbstverständlich. Suchst du vielleicht zur Abwechslung mal nach einer anderen Übersetzung? Wie wäre es mit der neu aufgelegten Menge-Übersetzung?

Schau dir eine Doku an

Der Markt für gute Dokumentationen wird immer größer. Ich finde eine gut gemachte Doku ist allemal mehr wert wie eine TV-Serie.

American Gospel - Christ alone

Diese Doku halte ich für absolut wichtig in unserer Zeit. Darin findest du eine sehr gute Verteidigung des wahren Evangeliums und eine deutliche Kritik des verdrehten Wohlstandsevangelium. Bei YouTube gibt es die einstündige Version, leider nur in englisch.

Diese Doku kannst du bei Vimeo kaufen. Dort bekommst du dann die lange Version des Films und auch die deutschen Untertitel.

Andere Dokus sind:

The Pharmacist (Netflix) ist eine erschütternde Doku über die Hintergründe der Opiodkrise in Amerika. Der Fokus liegt auf dem Kampf eines Apothekers gegen ein Pharmaunternehmen und deren üblen Machenschaften. Die unerschütterliche Entschlossenheit und Zivilcourage von Dan Schneider haben mich tief bewegt.

Greatest Events of WWII in Colour (Netflix) - Diese Doku liefert Einblicke in die entscheidenden Ereignisse des Zweiten Weltkrieges. Die ganzen Filme sind in Bunt aufgearbeitet und ich habe ne ganze Menge neue Sachen über den zweiten Weltkrieg gelernt.

Hör die richtige Musik

Es tut so gut in diesen Zeiten, durch die richtige Musik, den Fokus auf Gott zu richten. Er ist es, auf den unser Herz vertrauen muss. Ihm müssen wir Lieder singen und Lieder über Ihn müssen uns neuen Mut geben.

In der folgenden Spotify-Playlist findest du 100 Lieder, für deine besorgte Seele in Zeiten der Corona Krise.

In diesem Sinne hoffe ich, dass du gesegnet und gestärkt durch diese Corona-Krise kommst.

Photo by Harry Sandhu on Unsplash

Wie du den christlichen Glauben lehren und lernen kannst

Wieviel wissen unsere Kinder noch über den christlichen Glauben? Diese Frage möchte ich mir und anderen Eltern stellen. Sind wir noch bestrebt unseren Kindern ein ausgeprägtes biblisches Verständnis des christlichen Glaubens zu vermitteln?

Teilst du mit mir die Ansicht, dass biblischer Analphabetismus in den Gemeinden mehr und mehr um sich greift? Das bedeutet, dass viele ihre Bibel und die Grundlagen christliche Lehre nicht mehr kennen. Ich möchte provokativ fragen: Wer bekommt heute noch die 10 Gebote in der richtigen Reihefolge aufgezählt?

Doch damit unser Glaube Bestand hat und unsere Kinder glaubensmäßig gefestigt sind, müssen wir eine Kehrtwende vornehmen. Gerade in einer Zeit, die dem christlichen Glauben mehr und mehr feindlich gegenübersteht, müssen wir und unsere Kinder die alten christlichen Lehren mit aller Macht festhalten.

Die Verantwortung zu Hause

Joanne Jung beschreibt in ihrem Buch "The Lost Discipline of Conversation", deutlich, wo wir ansetzen müssen um diesem geistlichen Verfall zu begegnen.

Eine große Verantwortung für das geistliche Wachstum von Kindern liegt zu Hause bei den Eltern. Elternsein beinhaltet Kinder in den Wegen Gott zu unterrichten.

Und sie sagt weiter:

Die Familie ist Gottes primäre Lerngemeinschaft. Elternsein ist eine wesentliche und ehrenvolle Berufung, wie es auch die Verantwortung für die nächste Generation ist, sie in göttlicher Weise zu beinflussen.

Doch, die Frage ist: Wie kann das geschehen? Wie können Eltern ihre Kinder unterweisen im christlichen Glauben?

Natürlich könnte man hier die altbekannte Familienandacht nennen, (was ich an anderer Stelle tun werde), aber heute geht es mir um etwas anderes.

Hast du schon mal von dem Wort Katechismus gehört?

Die Methode des Katechismus

Die sogenannte Katechese ist eine alte Tradition in der Kirche, in welcher die Gläubigen in den Grundlagen des Glaubens unterrichtet wurden. Meistens bestand die Katechese(=Unterweisung) in der Form eines Katechismus, einer Liste von Fragen und Antworten, in welchen die Grundlagen des christlichen Glaubens gelernt und oft auch auswendig gelernt wurden.

In der Geschichte der Kirche wurden unterschiedliche Katechismen gebraucht. Die bekanntesten darunter sind der Westminster Katechismus, der Heidelberger Katechismus und unter den Evangelischen sind Luthers Kleiner und großer Katechismus bekannt.

J.I.Packer fasst die Bedeutung und Wichtigkeit der Unterweisung in folgendem Zitat gut zusammen.

Der christliche Glaube muss sowohl gut und weise gelehrt und gut und richtig gelernt werden!

Grounded in the Gospel: Building Believers the Old-Fashioned Way, Baker Books, 2010

Ein verlässlicher Katechismus, der sich über die Jahrhunderte bewährt hat, liefert eine sehr gute Grundlage für uns und unsere Kinder, um den christlichen Glauben in einer guten, biblischen Art und Weise zu lernen.

Doch was ist nun der nächste Schritt?

Welchen Katechismus würde ich jetzt für dich und deine Familie empfehlen?

Der New City Katechismus

Dieser Katechismus, verfasst von Tim Keller und ins Deutsche übersetzt von Evangelium21, ist eine sehr gute moderne Version der alten Katechismen. Er greift genau die alten Fragen auf. Im New City Katechismus sind exakt 52 Fragen und Antworten enthalten, um sie in einem Jahr durchzugehen.

Wir als Familie tun genau dies, und ich möchte auch dir als Eltern Mut machen, damit anzufangen, deine Kinder in den Grundlagen des christlichen Glaubens zu unterweisen. Sehr gut eignet sich dafür eine der gemeinsamen täglichen Essenszeiten.

Schau dich mal auf der Webseite des New City Katechismus um. Dort findest du alle Informationen, die du brauchst.

Auf der Webseite findest du zum Beispiel Hinweise auf eine App für dein Smartphone.

Die Mobile App

In dieser schicken App kannst du direkt auf die Fragen und Antworten zugreifen. In dem folgenden Instagram-Clip gewinnst du einen kleinen Einblick.

Lade die App kostenlos im Appstore für das iPhone oder dein Android-Handy.

Die Buch-Variante

Weil viele Eltern jedoch ein Handyverbot am Esstisch haben, bietet es sich auch an, den Katechismus als Buch zu bestellen.

In beiden Versionen, App oder Buch, kannst du zwischen der Erwachsenen und Kindervariante wählen. Das bedeutet, die Kinder lernen nur den wesentlichen Teil einer Antwort. In der App kann man es so einstellen, dass nur die Kinderantwort erscheint. Im Buch ist die Kinderantwort hervorgehoben. Für die Erwachsenen sind jeweils noch sehr hilfreiche Zusätze enthalten.

Ein letzter Hinweis

Ich habe mich vor allem an Eltern gewandt, aber natürlich möchte ich auch dich ansprechen, wenn deine Kinder schon aus dem Haus sind, du keine hast, oder Single bist. Jeder soll die Grundlagen des christlichen Glaubens lernen. Falls du es als Leser ohne Kinder bis hierher geschafft hast, dann möchte ich dich persönlich herausfordern. Gebrauche die App und lies am Anfang oder Ende des Tages eine der Fragen und verinnerliche sie.aaa^hzktwe

Gott spricht

So spricht der HERR: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele! Aber sie sprachen: Wir wollen's nicht tun!

Jeremia 6,16

Wollen wir zu einer Generation gehören, die nach den Wegen der Vorzeit fragt? Wollen wir durch ein tieferes Verständnis des christlichen Glaubens Ruhe finden für unsere Seelen, dann lasst uns den christlichen Glauben lehren und lernen. Ein Katechismus ist die beste Art dies zu tun.

Photo by Debby Hudson on Unsplash

Gott handelt auch in Zeiten von Corona

Vor drei Jahren schrieben wir den Text dieses Liedes auf ein Lesezeichen, das wir unseren Unterstützern als Geschenk schickten. Leider wurde das Paket nass und alle über 100  liebevoll und individuell gebastelten Lesezeichen waren entweder hinüber oder sehr in Mitleidenschaft gezogen. Der Text des Liedes nun erinnert mich immer wieder an diese Geschichte. „Gott handelt, dass Ich staunen muss“ - ja, wirklich.

Auch in diesen Tagen macht uns das Lied Mut und wir singen es abends gerne mit unseren Kindern. Wir möchten, dass sie es auswendig lernen und die Wahrheit tief in sich verinnerlichen. - Möge dich der Text gerade jetzt in Zeiten der Krise auch ermutigen!

Gott handelt, dass ich staunen muss,
Mit wunderbarer Kraft.
Er lenkt den Weg des weiten Meers,
Beherrscht den Sturm mit Macht.
Weit hinter dem, was Menschen sehn,
Regiert er diese Welt.
Ja, er führt seine Pläne aus,
Ganz wie es ihm gefällt.
Mein Gott, ich trau auf dich.
Nur dir vertraue ich.
Komm fasse wieder neuen Mut,
Die Wolken über dir,
Sind angefüllt mit Segensflut,
Die auf dich kommen wird.
Bewerte nichts nach Augenschein,
Vielmehr vertraue ihm!
Denn hinter allem, was geschieht,
Sein guter Wille steht.

Mein Gott, ich trau auf dich.
Nur dir vertraue ich.
Auch wenn um mich alles zerbricht,
Weiß ich, mein Gott, verlässt mich nicht.
Ich trau auf dich.
Gott bringt uns nicht sofort ans Ziel.
Er führt uns Schritt für Schritt.
Auch das, was erst sehr schwer erscheint,
Wirkt doch zum Guten mit.
Vertraue Gott und glaube ihm
Und zweifle doch nicht mehr!
Gott kommt zum Ziel zu seiner Zeit,
Dann wirst du es verstehn.

Steh auf, es gibt noch Hoffnung!

Sobald man in diesen Tagen die Nachrichten anmacht, kommen einem nur negative Neuigkeiten entgegen. Corona hat diese Welt fest im Griff und versetzt uns und unser ganzes Leben in den Ausnahmezustand. Unsicherheit, Angst, Sorgen, Existenzangst, die Frage: wohin soll uns das noch alles bringen? Wann wird es zu Ende sein? Wann wird wieder das normale Leben (das uns immer so selbstverständlich erschien- oh, das ist es so wenig!) weitergehen? Wie wird sich die Wirtschaft und damit auch unser Wohlstand entwickeln?  

Kommen auch in dir Ängste hoch? Sorgen um die Zukunft? Sind deine Sicherheiten am wanken? Lähmen dich die immer wiederkehrenden schlechten Nachrichten?

Vor ein paar Tagen las ich von einem großen Mann Gottes, dem es ähnlich erging nur noch viel schlimmer. Von Esra lesen wir, dass er ein sehr gelehrter Mann war und es wohl keinen anderen gab zu seiner Zeit, der das Gesetz Gottes besser gekannt hätte wie er. Es heißt über ihn in Esra 7,10:

„Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun…“

Genau diese Tatsache stieß ihn bald in ein tiefes Loch. Was war geschehen?

Ein Teil des Volkes Israels war aus der babylonischen Gefangenschaft nach Jerusalem zurückgekehrt. Durch viele Schwierigkeiten und Widerstände hindurch hatte Gott ihnen geholfen, den Tempel wieder aufzubauen. Nachdem dieser eingeweiht worden war, lesen wir, dass Esra aus Babylon hinab zog, um die Söhne Israel im Gesetz des Herrn zu unterrichten. Die gnädige Hand Gottes war dabei mit ihm und hatte ihm in allem Gelingen geschenkt. Sicher war er motiviert und zuversichtlich, bei all der Gnade, die er erlebt hatte.

Dann geschieht jedoch etwas, das ihn zutiefst erschüttert. Es wird ihm berichtet, dass die Israeliten Frauen aus anderen Völkern genommen hatten und sich so mit ihnen vermischt hatten. Das war ausdrücklich verboten im Gesetz Gottes, das wusste Esra nur zu gut. Als er es hörte, zerriss er sein Kleid und Obergewand, raufte sich die Haare und saß wie betäubt da. Es scheint fast, als wäre er wie unter einem Schock. 

So eine schwere Sünde, wie könnte Gott sie vergeben? 

„Denn bei einem solchen Verhalten ist es unmöglich, vor dir zu bestehen.“ (Esra 9,15)

Esra war verzweifelt. Er hatte so gehofft, dass jetzt alles gut wird. Und jetzt das. Kann Gott das vergeben? Gibt es noch Hoffnung für dieses Volk? 

Esra betete und weinte, bekannte die Schuld vor Gott. Viele Menschen kamen hinzu und taten das gleiche. 

Doch dann tritt ein Mann heraus. Und er sagt die Worte zu Esra, die dieser große Mann Gottes hören musste:

„Doch es gibt noch Hoffnung für Israel in dieser Sache… steh auf, denn dir obliegt die Sache! Wir aber werden mit dir sein. Sei stark und handle!“ (10,2.4)

In dieser ganzen Trauerzeit, in dieser Zeit der großen Not, der Ausweglosigkeit, einer Zeit, in der Menschen vor Furcht wie betäubt sind - da kommt das Wort der Hoffnung. 

Es gibt noch Hoffnung! Steh auf!

Was für großartige Worte! Wir alle brauchen Menschen, die uns solche Worte zusagen. Und Gott möchte uns alle zu solchen Menschen machen, die diese Worte anderen zusprechen. Wir brauchen auch heute so sehr Hoffnung, Worte der Hoffnung. Wir brauchen Menschen, die den Kopf nicht gebeugt lassen, sondern ausschauen und weitergehen in der Kraft Gottes! Auch und gerade in Zeiten einer solchen weltweiten Krise!

Wir haben die beste Hoffnung dieser Welt, die in uns lebt. Jesus ist die Hoffnung dieser Welt und im Vertrauen auf ihn dürfen wir weitergehen. Immer weiter gehen. Er hat uns vergeben und ist bereit uns immer wieder zu vergeben, wenn wir ihn darum bitten. Nichts ist hoffnungslos mit Jesus. 

Sei auch du ein Hoffnungsbote für Menschen, denen die Hoffnung schwindet. 

Photo by Rose Erkul on Unsplash

Jesus begegnen an einem ganz normalen Mama-Chaos-Tag

Heute Morgen bin ich aufgewacht und wollte am liebsten die Decke über mich ziehen und einfach abtauchen. Ich spürte in mir keine Kraft und ehrlich gesagt auch keine Lust auf diesen Tag. Die Nacht war richtig schlecht. Die Uhr zeigte noch nicht 1 Uhr und wir waren sicher schon 6x ins Kinderzimmer gelaufen, weil entweder Jemima oder Henry etwas hatten. Um halb sechs war die Nacht dann vorbei. 

Wenig später hörte ich die Stimmen der beiden großen. Nach einer Weile kamen sie zu uns und beschwerten sich über den jeweils anderen. Das will ich wirklich nicht um kurz vor sechs hören…

Ich stehe auf, es wird laut, Henry stellt alles mögliche an, Gideon fährt mit lautem Motorengeräusch als Bugatti durch unsere kleine Wohnung. Ahhh!!!! 

Ich sehe dreckige Schuhe und Jacken, einen Wäschekorb der irgendwie, soviel ich auch wasche, immer voll ist. Alle Spiegel sind voll getapst, obwohl ich sie doch erst geputzt hatte. Naja, eins kommt aufs andere. Ich sehne mich plötzlich nach Ruhe. Ich will doch einfach ruhig und friedlich in den Tag starten. Will meine Bibel lesen. Will ruhig beten. Will dann gelassen und mit viel Liebe und Geduld meinen vier lebendigen Kindern begegnen. Und meinem Mann natürlich auch…

Ich merke, wie sich in mir eine trübe Stimmung anschleicht. Obwohl der Tag wunderschön zu werde scheint, der Himmel blau und wolkenlos, in mir bahnt sich ein Sturm an. Ein Sturm von negativen Gedanken, von Undankbarkeit und Unfrieden über meine momentane Situation, Unzufriedenheit mit meinen Kindern, Zweifel, ob ich hier richtig bin. Naja, das ganze Programm eben. 

Ich werfe die erste Waschmaschine an. Dann kommt Jemima und hat es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette geschafft. Wäsche über Wäsche. Dann klettert Henry zum 10 x die Küche hoch und macht den CD Player aus. Die beiden Großen habe ich mittlerweile erfolgreich zum Unterricht verabschiedet. (Da seit Montag Corona auch offiziell in Albanien gelandet ist, wurden gleich darauf alle Schulen und sonstige Einrichtungen bis 23.3. geschlossen. Wir machen nun deutsch und Mathe Unterricht zuhause weiter…)

Ich setze mich an den vollen Frühstückstisch, viel Geschirr, das gespült werden will. Ich schaue raus in den blauen Himmel. Ich bin entmutigt. Irgendwie antriebslos heute. Es fällt mir heute einfach echt schwer, eine Mama von vier Kindern zu sein und in Albanien zu leben. Meine Gedanken gehen zu meinen albanischen Freundinnen. Immer bin ich diejenige, die anruft, besucht, schreibt. Da ist so wenig Initiative von ihnen. Kaum eine kommt mich besuchen. Irgendwie bin ich es heute müde, immer die Initiatorin zu sein. Ich bin es müde, immer wieder in Umstände zu kommen, die mich bedrücken, die depressiv und menschlich hoffnungslos aussehen. Wo ist Gott in all der Not? Wie kann ich ihn immer wieder dorthin bringen, wo die Dunkelheit herrscht?

Ich weiß, dass Ich heute Ruhe brauche. Sobald Henry im Bett liegt und Mima ruhig spielt, hole ich mein Bibel und mein Tagebuch. Ich schreibe mir erstmal, meine ganzen Emotionen von der Seele. Das tut gut und macht mich frei. Und ich bringe sie Gott. Er kennt und durchforscht mein Herz. Und er liebt mich trotzdem!

Ich lese Psalm 42. Er ist heute dran. Und wie so oft, passt er genau!

„Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und stöhnst in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen für das Heil seines Angesichts. Mein Gott, aufgelöst in mir ist meine Seele; darum denke ich an dich…“

Ich finde mich nur zu gut wieder in diesen mir so bekannten Versen. Ja, auf Gott schauen, sein Angesicht suchen und an ihn denken, das brauchst du jetzt, meine Seele!

Ich komme dann zum Philipperbrief. Ich weiß, dass genau dieser nur so vor Freude trotz schwieriger Umstände strotzt. Mhmm, ob ich das jetzt vertrage? 

Aber ich lese los. In Kapitel 2 bleibe ich stehen. Diese Worte leuchten heraus und stupsen meine Seele freundlich an:

Tut alles ohne Murren und Zweifel, damit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes, inmitten eines verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt. (Vers 15)

Tut alles! Alles. Wirklich alles. Alles beinhaltet auch mein normales Tag zu Tag leben und überleben. Ohne Murren, auch innerlichem Murren. Und zweifeln. Wow! 

Wie ist das möglich?

In dem Vers heißt es weiter: „indem ihr das Wort des Lebens festhaltet.“

Man könnte wohl auch sagen: indem ihr Jesus festhaltet. Oder vielleicht könnte man auch sagen: indem ihr von Jesus festgehalten werdet (das ist nämlich die Tatsache, das Fundament, damit wir festhalten können). Seine Gnade ist da, sein Blick ruht auf mir. Seine Liebe ist immer gleich. 

Ich glaube, es ist nur menschlich, dass wir verleitet werden durch verschiedene Umstände (oder auch einfach nur durch unser trotzig und verzagt Ding, das Herz heißt), uns in einen Strudel des Murrens, des Zweifelns, des unzufrieden seins gezogen zu werden. Doch was mache ich dann damit? 

Oh Herr, vergib mir.

Du hast mich so reich beschenkt mit allen guten Dingen. 

Ich bin so gesegnet von dir.

Und doch geht mein Blick so oft nur auf die Dinge,

Die nicht so funktionieren,

Wie ich es gerne möchte. 

Eigentlich will ich es nicht, 

Aber plötzlich wird alles so grau und kalt in mir.

Meine Nerven sind dünn

Und mein Herz wird hart,

Meine inneren Augen für die Schönheit

Sind geschlossen,

Ich kann dich nicht sehen in all dem Chaos.

Oh Herr,

Öffne meine Augen wieder für dich,

Für dein Wort, für deine Wahrheit, 

Für deine Schönheit und die Schönheit,

Die du in mein Leben gelegt hast, 

Auch wenn es noch so chaotisch und laut ist.

Öffne mein Herz. Mache es weit.

Führe mich in die Weite und stelle mich auf festen Grund.

Jetzt, mitten in allem Gewühl. 

Lass mich die Augen schließen und dich sehen!

Wie du mich liebst und hältst,

Wie du mich begnadigst und mir hilfst.

Wie du mich durch und durch kennst,

Wie du mich verstehst und mich ermutigst:

„Fasse Mut, und mache weiter. 

Tu es in meiner Kraft ohne Murren und Zweifel.

Du bist dadurch ein Licht in dieser dunklen Welt um dich herum.

Ein leuchtender Stern.“

Oh Herr, so fühle ich mich oft nicht. Ich, ein Stern?

Leuchtend, wenn ich doch alles so trist empfinde?

Ich verstehe, Jesus,

nicht ich leuchte, 

sondern immer, 

immer nur du durch mich!

Nur du, nur du in allem!

Photo by Yuris Alhumaydy on Unsplash